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Fahranfänger

Die richtige Strategie für Fahranfänger

Die Vorfreude auf den Führerschein und die damit verbundene Freiheit sind riesig. Der Führerschein kostet aber oft mehr als gedacht und die Versicherung für den Wagen kann über 1.500 Euro im Jahr kosten. Ähnlich geht es übrigens auch den Eltern, die ihrem Nachwuchs erlauben, den Familienwagen zu nutzen. Von ihrer Versicherung erhalten sie die Information, dass sich ihr Beitrag um über 50 % erhöht - nur weil der Nachwuchs jetzt auch mit dem Wagen fährt. Wer sich rechtzeitig kümmert und informiert, kann hier viel Geld sparen!

Diese Versicherungsbegriffe spielen im Artikel eine Rolle
Begriff
Erklärung
Schadenfreie JahreFür jedes schadenfreie Kalenderjahr in dem ein Fahrzeug mindestens sechs Monate zugelassen war, wird im Folgejahr ein schadenfreies Jahr gesammelt.
Kfz HaftpflichtversicherungFür jedes Fahrzeug, das zulassungspflichtig am Straßenverkehr teilnimmt, ist ein Versicherungsschutz für verursachte Schäden gesetzlich vorgeschrieben.
TeilkaskoversicherungÜbernimmt Schäden am eigenen Fahrzeug wie z.B. Wildschäden, Glasschäden, Schäden durch Sturm und Hagel sowie wenn das Fahrzeug oder Teile davon entwendet werden.
VollkaskoversicherungÜbernimmt selbstverursachte Schäden am eigenen Fahrzeug und beinhaltet zudem automatisch die Teilkaskoversicherung.

Wie berechnet sich der Beitrag eines Fahranfängers in der Kfz Versicherung?

Bei der Kfz Versicherung gibt es ein System, das unfallfreies Fahren über viele Jahre mit Rabatten belohnt. Ein Fahranfänger muss sich diese bei seiner Autoversicherung erst verdienen. Für jedes Jahr, das Sie unfallfrei gefahren sind, erhalten sie ein schadenfreies Jahr (SF) gutgeschrieben. Den schaden­freien Jahren gegenüber steht ein Prozentsatz, der auf die Grundprämie der Kfz Versicherung angewandt wird. Ein Fahranfänger beginnt mit SF 0, also ohne ein schadensfreies Jahr. Der Beitragssatz ist hier sehr hoch und die Kfz Versicherung entsprechend teuer. Neben den schadenfreien Jahren kommt es auch auf die Höhe der Grundprämie an. Diese berechnet sich nach dem Fahrzeug, der Fahrzeugnutzung, dem Versicherungsumfang sowie Ihrem persönlichen Risikoprofil (Alter,Familienstand, Kinder, Beruf).

Tipp

Die gleichen Angaben können bei unterschiedlichen Anbietern zu stark unterschiedlichen Beiträgen führen, da diese oft abweichend bewertet werden. Es lohnt sich auf jeden Fall mehrere Angebote einzuholen.

Hilfreich sind hier Online-Beitragsrechner, die Ihnen direkt den jeweiligen Beitrag ausrechen.


Welche Möglichkeiten gibt es, um mit einem möglichst günstigen Beitragssatz einzusteigen?

Eine Möglichkeit, von Anfang an einen niedrigeren Beitragssatz zu erhalten, ist die Führerscheinregelung. Diese besagt, dass Sie die SF 1/2 erhalten können, wenn sie Ihre Fahrerlaubis schon seit mindestens drei Jahren besitzen. Leider trifft dies kaum auf einen Fahranfänger zu. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten, den teuren Start zu umgehen.

Über die Zweitwagenregelung kann zum Beispiel ein Elternteil ein weiteres Fahrzeug auf seinen Namen versichern, das der Fahranfänger nutzen kann. Der Zweitwagen wird anfänglich ebenfalls mit der SF 1/2 eingestuft. Hat der Fahranfänger nach ein paar Jahren einige Schadensfreie Jahre gesammelt, kann dann das Fahrzeug auf den Namen des Kindes versichert und die schadenfreien Jahre übetragen werden. Noch günstiger kann es sein, wenn ein Elternteil einen ungenutzten Schadenfreiheitsrabatt zur Verfügung hat, auf den der zusätzliche Wagen versichert werden kann. Auch diesen können Sie nutzen und sparen.

Zusätzlich ist es wichtig, auf den Versicherungsbeginn zu schauen. Eine Herabstufung auf die nächst günstigere Beitragsstufe findet nur statt, wenn das Fahrzeug im Versicherungsjahr mindestens sechs Monate angemeldet war und unfallfrei bewegt wurde. Die Versicherung sollte also vor dem 01.07. beginnen, damit im Folgejahr direkt eine Herabstufung erfolgt. Wird das Kfz erst kurz nach diesem Termin angemeldet, macht es meistens Sinn, den Vertrag auf den 01.07. zurückzudatieren, um die sechs Monate zu erfüllen.


Welche Möglichkeiten gibt es um meinen Beitrag zu senken?

Spar-Tipps
  • Fahrsicherheitstrainings sind für Fahranfänger besonders empfehlenswert. Beim Nachweis der Teilnahme gibt es oftmals einen Rabatt.
  • Durch die Teilnahme am begleiteten Fahren sichert sich ein Fahranfänger neben mehr Fahrpraxis auch einen Rabatt, wenn er dann mit 18 alleine am Straßenverkehr teilnimmt.

Ausführliche Informationen zum begleiteten Fahren finden Sie in unserem Ratgeber Günstiger versichert durch begleitetes Fahren.


Welchen Versicherungsschutz sollte ich als Fahranfänger haben?

Grundsätzlich hängt der Versicherungsschutz vom ersten Auto ab. Handelt es sich um einen Neuwagen, so ist eine Vollkaskoversicherung zu empfehlen, da der Wert des Autos der Neupreis ist. Handelt es sich um einen Gebrauchtwagen, so sollten Sie abwägen, ob eine zusätzliche Kaskoversicherung zur vorgeschriebenen Kfz-Haftpflicht sinnvoll ist. Denn häufig ist das Verhältnis zwischen Fahrzeugwert und Beitrag für die Teil- oder Vollkaskoversicherung ungünstig. Gerade junge Fahrer verursachen überdurchschnittlich viele Unfälle mit Personenschäden, da sie oft Freunde mitnehmen. Diese sollten bei einem Unfall ausreichend abgesichert sein. Hier ist eine Insassenunfallversicherung sinnvoll.



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