Aufgeben? Machen echte (E-)Sportler nicht!

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Aufgeben? Machen echte (E-)Sportler nicht!

Rückschläge gehören zum Erfolg dazu – aber die leidenschaftlichen E-Sportler von NEO lassen sich von einzelnen Niederlagen nicht aufhalten. Sportlicher Kampfgeist, würden wir sagen.

Im E-Sport können auf eindrucksvolle Turniersiege manchmal harte Niederlagen folgen. NEO, das erfolgreichste deutsche Team der letzten Jahre, galt als einer der Favoriten für den DFB ePokal 2022. Das Aus war dann bitter – und macht mal wieder deutlich, was bei einer „Fußball-Simulation“ wie FIFA22 die Laune verderben kann: 50/50-Situationen, die zugunsten des Gegners ausgehen und zu einem unglücklichen Ausscheiden führen – NEO musste die Segel streichen.

Davon ließen sich die E-Sportler aber nicht unterkriegen. Sie kämpften an anderen Fronten erfolgreich um Titel, Prestige und Preisgelder. Genauso wie das Sportler im realen Leben auch tun. Ende März ging es für NEO bei der FIFAe Club Series weiter. Und auch beim FGS Masters Cup haben die Jungs super performt, wie Thomas Zwietasch von NEO erzählt.

Der Teammanager von NEO hat mit uns von CosmosDirekt darüber gesprochen, was E-Sport eigentlich zu Sport macht.

E-Sport = Sport!

Zugegeben: In Deutschland haben wir noch ein bisschen aufzuholen. „Wir sind in Deutschland zwar schon weit, E-Sport ist in anderen Ländern aber schon wesentlich stärker etabliert als bei uns. Besonders in den USA und in Asien gibt es viel mehr Investment und Budget für Marketing-Aktionen bei E-Sport-Events“, schwärmt Thomas. Ob er sich das auch für den deutschen Raum wünscht? Auf jeden Fall! Und wir sind sicher: Es wird auch so kommen, besonders weil es in Deutschland jede Menge erstklassige E-Sportler gibt, die viel mehr Anerkennung verdient haben. Thomas: „Der Sport fängt da an, wo man sich körperlich oder kognitiv völlig auf etwas einlässt. Bei E-Sport ist das natürlich kognitiv der Fall – aber auch körperlich muss man sich dafür fit halten. Ein gesunder Körper schafft einen gesunden Geist und andersrum. E-Sport ist keine sinnlose Vor-sich-hin-Spielerei, es ist Sport.“

In anderen Ländern ist diese Mentalität schon längst mitten in der Gesellschaft und in der Businesswelt angekommen. Genau das will NEO als Team mit seiner Arbeit auch erreichen. E-Sport soll gesellschaftlich und gesetzlich als gemeinnützig und als Sport anerkannt werden, ähnlich wie Schach. Dadurch könnten sich Vereine öffentliche Gelder als Unterstützung sichern und so auch professionelle Jugendarbeit finanzieren – eben damit der Nachwuchs nicht nur alleine vor der Konsole klebt und sich im stillen Kämmerlein zerstreut.

Fairplay muss sein

Geht das Ganze in eine sportliche Richtung, könnten Jugendliche von der Professionalisierung des Gamings enorm profitieren. Das bedeutet nicht nur, bei Events gegen andere Spieler anzutreten und Preisgelder zu gewinnen, sondern auch seine sozialen Fähigkeiten zu stärken. Egal, ob Sport-Simulation oder Shooter: Spieler müssen sich mit anderen zusammentun, um ein Team zu bilden. Wer als Team erfolgreich sein will, muss gute Kommunikation, taktisches Vorgehen und clevere Rollenverteilung üben. Wer soll welche Position übernehmen, wer hat wo Stärken und wer muss an welchem Defizit arbeiten? All die Arbeit an sich selbst und im Team stärkt bei Jugendlichen ihr Selbstbewusstsein, genauso wie ihre Fähigkeiten, mit anderen zusammenzuarbeiten. Und ganz im Sinne der Sportlichkeit lernen sie auch, was Fairplay bedeutet. „Cheater, also Betrüger, die das Spiel manipulieren, sind uns bisher noch nicht aufgefallen. Wir haben vereinzelt mit bekannten FIFA-Glitches zu kämpfen. Aber auch die nutzt kaum jemand. Insgesamt geht es wirklich fair zu“, erzählt Thomas.

Gleiche Chancen für alle bei Events

Damit bei Events wie dem DFB-ePokal absolutes Fairplay herrscht, legen die Teams vorab fest, auf welcher Plattform sie gegeneinander spielen wollen: PS4 oder PS5. Diejenigen, die es durch die Qualifikationen schaffen und um den Titel spielen, bekommen vom DFB dann eine PS5 zugeschickt, damit alle Teams dieselben Startbedingungen haben, wie David Ramacher, ein NEO-Kollege von Thomas, weiß. In den Qualifiern spielen alle Teams im 90er-Modus. Dabei können sie eine Mannschaft aus feststehenden Fußballvereinen der deutschen Profiligen (1., 2. und 3. Bundesliga) wählen. Ab der Hauptrunde geht es in den FUT-Modus (FIFA Ultimate Team) –mit Accounts, die Entwickler EA bereitstellt. Dadurch können alle Teilnehmer auf einen festen Pool an Fußballern zugreifen und sich ihre Mannschaft zusammenstellen. Dies sorgt für Chancengleichheit und hilft allen Teilnehmern bei ihrer Vorbereitung auf die Matches. Die ist mittlerweile übrigens sehr strukturiert und wird sehr professionell gelebt: Genau wie im realen Fußball bereiten sich die Teilnehmer mit Videoanalysen auf ihre Spiele vor und trainieren gemeinsam ihre individuellen Taktiken.

Zur Erklärung: FIFA und der Ultimate-Team-Modus

Im Ultimate-Team-Modus können Gamer über sogenannte Karten-Packs Fußballer freischalten und so ihr eigenes Team aufbauen. Jeder Fußballer hat seine eigenen Stärken und Schwächen, wie im echten Leben. Herausragende Spieler sind extrem selten.

Nun kann man sich Karten-Packs aber auch kaufen. Je mehr man kauft, desto höher ist die Chance, seltene Spieler zu ziehen. Das bedeutet: Jemand, der viel Geld in das Spiel investiert, hat eine wesentlich größere Chance auf den Sieg – man nennt das auch „pay to win“, also sich den Gewinn erkaufen. Das will der DFB bei seinem ePokal natürlich nicht. Hier sollen Skill und Teamfähigkeit entscheidend sein. Deswegen stellt EA ab den Hauptrunden jedem Team dieselben Fußballer zur Verfügung – damit niemand Geld investieren muss oder einen unfairen Vor-oder Nachteil hat. Und das ist dann wirklich: echte Sportlichkeit.

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Über den Autor
Giuseppe

Sponsoring & Innovationsmanager bei CosmosDirekt, hat neben seines Master-Studiums in Wirtschaft und Recht eine Bankausbildung absolviert, ist zertifizierter eSports-Manager und passionierter Gamer.