Carolin Kotke

Familienliebe

Leben mit Krebs: Mutmacherin Carolin Kotke erzählt ihre Geschichte

Wir begleiten als Programmsponsor mehrere Formate in der „SAT.1 #MutMachWoche – Leben mit Krebs“.

Ein Interview mit der Mutmacherin Carolin Kotke

Jede achte Frau in Deutschland erkrankt an Brustkrebs. Carolin Kotke bekam im November 2017 die Diagnose. Heute ist sie eine von vielen Mutmachern der Initiative yeswecan!cer, in der Krebspatienten aufklären. Ein Gespräch über Mut.

Beschreibe doch mal den Moment, als die Diagnose kam?

Ich bekam die Diagnose im November 2017. Ich hatte selbst einen Knubbel an der Brust ertastet, dachte mir nicht viel dabei, ging aber trotzdem auf Anraten meines Freundes zu meiner Frauenärztin. Diese überwies mich sofort an die Radiologie, wo relativ schnell klar wurde, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelte. Das riss mir den Boden unter den Füßen weg. Ich war gerade mal 29, hatte vor wenigen Wochen einen neuen Job begonnen und hätte niemals mit einer Krebsdiagnose gerechnet. Ich brauchte eine Weile, um dies zu akzeptieren und mich dieser Diagnose zu stellen. Auf einmal ging alles so schnell und man saß gefühlt jeden Tag in einem neuen Wartezimmer einer Arztpraxis. Es war eine furchtbare Zeit.

Krebs war bereits Thema in Deiner Familie. Inwiefern hattest Du Dich mit Vorsorge beschäftigt?

In meiner Familie gab es bereits diverse Krebserkrankungen von Darmkrebs, Hautkrebs, Prostatakrebs bis hin zu Brustkrebs. Dies betraf aber nur die ältere Generation in meiner Familie. Ich hatte das als eine Krankheit abgespeichert, die man im hohen Alter bekommt. Dennoch war Vorsorge für mich gerade deshalb ein wichtiges Thema. Doch Vorsorge – das habe ich gelernt – fängt nicht nur damit an, regelmäßig zum Arzt zu gehen. Es geht auch darum, achtsam zu seinem Körper zu sein und sich zum Beispiel selbst ein Mal im Monat seine Brust abzutasten.

Warum ist Vorsorge so wichtig?

Krebs ist heilbar – wenn wir ihn rechtzeitig erkennen! Ich hatte den Knubbel in meiner Brust drei Monate nach meiner letzten Vorsorge-Untersuchung, bei der noch nichts ersichtlich war, selbst ertastet. Ich möchte mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn ich noch weitere neun Monate bis zur nächsten klassischen Vorsorge-Untersuchung gewartet hätte.

Hinzu kommt, dass leider viel zu wenig über die BRCA-Genmutation aufgeklärt wird. Ich bin zum Beispiel Trägerin der BRCA-1-Genmutation, mit der ich ein erhöhtes Risiko habe im Laufe des Lebens an Brust- und Eierstockkrebs zu erkranken. Aus diesem Grund habe ich mir auch das komplette Brustgewebe sowie meine Eierstöcke entfernen lassen, um mein Risiko noch einmal an Krebs zu erkranken weitestgehend zu reduzieren. Auch das ist für mich eine Art von Vorsorge.

Wie verlief die Krankheit, und wie geht es Dir heute?

Nach der Diagnose wurde mein Tumor direkt entfernt, ich erhielt sechs Monate Chemotherapie sowie sechs Wochen Bestrahlung und war damit insgesamt ein Jahr lang in Therapie. Heute geht es mir wieder gut und ich habe den Kampf gegen den Krebs gewonnen. Allerdings war die Therapie auch mit diversen Nebenwirkungen verbunden. Beispielsweise befinde ich mich seither in den Wechseljahren und muss täglich Anti-Hormone nehmen, da ich einen hormonabhängigen Tumor hatte. Dies geht mit Nebenwirkungen wie Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Gelenkproblemen einher, die ich mittlerweile mehr und mehr in den Griff bekomme.

Warum wurdest Du selbst zur Mutmacherin?

Kurz nach meiner Brustkrebsdiagnose begann ich ein Brustkrebstagebuch zu schreiben. Dies half mir, all die Geschehnisse besser zu verarbeiten und ich entschloss all diese Gedanken über meinen Blog und meine Social-Media-Kanäle öffentlich zu machen. Die Resonanz war der Wahnsinn. Der Support und das Mitgefühl auf eine mutmachende Art und Weise war riesig und stärkten mich. Zudem bekam ich viele Nachrichten von Frauen, die in einer ähnlichen Situation waren. Es tat gut sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu wissen, dass man nicht allein ist. Und so war meine Mission auch anderen zu helfen und Mut zu machen geboren. Ich möchte zeigen, dass wir das gemeinsam schaffen können und Kämpfen sich lohnt. Darüber hinaus möchte ich natürlich auch helfen und meine Tipps und Erfahrungen mit anderen teilen.

Wer hat Dir selbst Mut gemacht, wer ist heute dein alltäglicher Mutmacher?

Vorrangig war meine Community auf Instagram mein persönlicher Mutmacher. Ich kämpfte für mich, aber auf einmal auch für zahlreiche andere Menschen, die meine Geschichte virtuell verfolgten und mitfieberten. Persönlich war es vor allem mein Freund, der die ganze Zeit an meiner Seite stand und mich supportete, wo er nur konnte und jeden Tag immer wieder einen positiven Spruch für mich parat hatte.

Gibt es etwas, was Du in der Zeit über Dich selbst gelernt hast?

Ich habe meinen Körper und meine persönlichen Grenzen besser kennengelernt denn je! Wir alle sollten lernen, mehr auf unseren Körper zu achten und zu hören. Angefangen bei regelmäßigen Auszeiten, mehr Me-Time, mehr Bewegung und mehr an die frische Luft zu gehen bis hin zu einer gesunden Ernährung, die unser Wohlbefinden und auch die Gesundheit aktiv steigert.

Ebenso finde ich es wichtig aufzuzeigen, dass man auch während der Krebstherapie selbst aktiv werden und zu seinem Wohlbefinden beitragen kann. So kann jeder seinen für sich individuellen Weg finden. Sei es eine neue Sportart wie Yoga oder Qi Gong, Achtsamkeitsübungen wie Meditation oder eine gesunde Ernährung. All diese Dinge können natürlich auch präventiv sehr hilfreich sein ;-)

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Wie wichtig ist eine positive Lebenseinstellung für Dich?

Die positive Lebenseinstellung hat mich durch die Therapie gebracht. Wie bei allen Dingen im Leben ist es immer eine Frage der Perspektive. Und auch wenn diese Diagnose wirklich sehr viele negative Dinge mit sich gebracht hat, habe ich immer probiert, die positiven Dinge zu sehen. Ich habe viel reflektiert und aktiv geschaut, wie ich dazu beitragen kann, dass es mir schnell wieder besser ging. So habe ich mir zum Beispiel zwei Perücken angeschafft, weil ich einfach Spaß daran hatte in zwei verschiedene “Rollen” zu schlüpfen und habe probiert den Besuch im Perückenstudio, als etwas Positives zu sehen. Ebenso habe ich mich insbesondere an den Tagen, wo es zur Chemo ging, geschminkt. Gern auch einmal mit knallrotem Lippenstift, der von meinen müden Augen, die immer mehr Wimpern verloren, ablenkte. Es tat gut, nicht jeden Tag die kranke Person im Spiegel anschauen zu müssen.

Du hast Brustkrebs-Tagebuch geführt. Was stand da drin?

In meinem Brustkrebs-Tagebuch habe ich mir jeden Monat ehrlich und ungeschönt meine Gedanken und Gefühle vom Leib geschrieben und von der Therapie berichtet. Ich habe über die Chemotherapie und deren Nebenwirkungen geschrieben, die Bestrahlung, die OPs sowie auch über den Moment als auf einmal noch Krebszellen in meinen Lymphknoten gefunden worden sind. Mein komplettes Gefühlschaos ist dort niedergeschrieben und wie ich persönlich damit umgegangen bin. Selbst heute lesen immer noch zahlreiche Frauen dieses Tagebuch auf meinem Blog und ich freue mich, wenn ich mit meinen Tipps und Erfahrungen helfen kann.

Du hast dich auf das Thema Ernährung spezialisiert. Welche Rolle spielt Ernährung für dich?

Ernährung spielt mittlerweile eine sehr große und wichtige Rolle für mich. Bereits nach den ersten Chemotherapie-Sitzungen begann mein Magen-Darm-Trakt nämlich komplett zu rebellieren und ich war nur noch Haut und Knochen. Ich wusste, dass ich etwas ändern musste und setze mich sehr intensiv mit der basischen Ernährung und den Nährstoffen in unserer Ernährung auseinander und stellte meine Ernährung komplett um. Mit dem Ergebnis, dass ich sehr schnell wieder fit geworden bin. Heute bin ich als Ernährungscoach tätig, um mein Wissen und meine Erfahrung mit anderen Menschen zu teilen und habe im vergangenen Jahr sogar einen Ernährungsratgeber für Krebspatienten herausgebracht.

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Über die Autorin
Sabrina

Seit 2006 bei CosmosDirekt. Hat nach einer Ausbildung zur Versicherungskauffrau ein berufsintegriertes BWL-Studium absolviert und ist nun als Online Marketing Managerin für Suchmaschinenmarketing zuständig.