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Vergiss alles, was Du über Gamer weißt!

Gaming gehört zur Alltagskultur – bei fast jedem unter 25 Jahren. Entsprechend hat sich die Branche professionalisiert. Dadurch haben sich Gamer verändert. Ein moderner Profi-E-Sportler zu sein, erfordert weit mehr als viel Zeit beim Zocken zu verbringen.

Prototyp “Gamer”

Der typische Gamer ist ein männlicher Einsiedlerkrebs, seit einer Woche ungeduscht, sozial unbeholfen und mindestens mittelschwer übergewichtig. Er hängt den ganzen Tag vor der Konsole, isst nur Tiefkühlpizza und hat kein soziales Leben. Ein Vorurteil, das längst überholt ist.

Gamer auf YouTube, Twitch oder bei Profi-E-Sports-Veranstaltungen sehen ganz anderes aus. Es sind junge, fitte und gesellige Menschen. Das überrascht Jörg Adami, Co-Founder der Stiftung „esports player foundation“, überhaupt nicht: „Gaming gehört zur Alltagskultur. Menschen Mitte 20 oder jünger sind breitflächig mit Videospielen aufgewachsen. Für die stellt sich die Frage gar nicht mehr, ob Gamer Nerds sind.“

Mehr als 80 % aller Deutschen zwischen 16 und 29 Jahren spielen regelmäßig auf dem Computer, der Konsole oder am Smartphone1. Wer dabei richtig Talent und Ambitionen hat, kann es ganz nach oben schaffen. Denn Gaming ist mittlerweile eine riesige Branche, mit vielseitigen Karrierechancen für alle Zocker, die Profis werden wollen.

E-Sports: Der Sport der Gen Z

Jörg Adami weiß genau, dass professionelles Gaming immer beliebter wird. Nicht nur, weil es Spaß macht, sondern auch, weil es Sport ist, der in unsere Zeit – und die Zukunft – passt: “Viele traditionelle Sportarten sind Boomer-Sportarten. Junge Menschen haben aber zunehmend mehr Idole aus freien Szenen. Das hängt auch damit zusammen, dass das alte Vereinsmuster mit starren Ordnungskriterien nicht mehr so funktioniert. Heutzutage nimmst Du Dein Skateboard und machst dann Sport, wenn Du willst. Du willst Dich in Szenen und Communities wohlfühlen, die ein Zusammengehörigkeitsgefühl haben, obwohl es keine Mitgliedsausweise gibt.”

Indem die esports player foundation E-Sport genauso ernst nimmt wie herkömmliche Sportarten und auch den Idol-Charakter einzelner Spieler positiv hervorhebt, sorgt sie für mehr gesellschaftliche Akzeptanz – und für ein gutes Gefühl beim Zocken.

Wie wird man zum Profi-E-Sportler?

Wer davon träumt, aus seiner Spiele-Leidenschaft eine Karriere zu machen, sollte früh damit anfangen. „In der Regel fängt man mit etwa 13-15 Jahren an, ambitioniert zu spielen und Zeit zu investieren. Mit 16 bis 17 Jahren sollte man sich dann bei uns melden, damit wir den einzelnen Gamer möglichst professionell unterstützen können“, erklärt Adami.

Im privaten Bereich können ambitionierte Gamer versuchen, sich auf YouTube oder Twitch über Streaming einen Namen zu machen. Auf Social Media aktiv zu sein und sich mit anderen Gamern und Branchenmitgliedern zu vernetzen, ist dabei Pflicht. Wichtig ist vor allem – je nach Spiel – ein festes Team zu besitzen, mit dem man regelmäßig trainiert und übt. Ist der Sprung in die Öffentlichkeit dann gelungen, verlangt der E-Sportler-Lifestyle mehr von einem ab, als die meisten wohl denken würden.

Warum kognitives Training ein Gamechanger ist

Gaming steigert die Leistung vom Arbeitsgedächtnis und beschleunigt die kognitive Verarbeitung im Gehirn. Die Konzentrationsfähigkeit wird geschult, genauso wie das Reaktionsvermögen.2 Um als Profi-Gamer immer die beste Perfomance abzuliefern, ist ein gesunder Körper essenziell. Denn nur dort kann ein gesunder Geist entstehen.

Profi-E-Sportler trainieren deswegen konsequent ihre Fitness. Das erhöht nicht nur die geistige Leistungsfähigkeit, sondern wirkt auch typischen Gamer-Problemen entgegen, etwa Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich und entzündeten Sehnen und Gelenke in Rücken und Armen. Gegen die helfen Dehnübungen und gezieltes Krafttraining. Längere Spaziergänge, Joggen oder Radfahren an der frischen Luft beleben den Kopf und stellen einen tollen Ausgleich zum langen Sitzen beim Gaming her. Dabei kommt es vor allem drauf an, regelmäßig zu trainieren und nicht unbedingt häufig, sagt Sportwissenschaftler Christian Hasler.

Genauso wie den Körper trainieren Athleten ihre kognitiven Fähigkeiten. Sie üben, komplexe Situationen schnell zu erfassen und Handlungsoptionen zu priorisieren. Ziel ist eine möglichst kurze Reaktionszeit. Mehr zur körperlichen und geistigen Fitness hier im Video von Hasler und der esports player foundation.

Ein Tag Schlafentzug = 1,0 Promille

Genauso wichtig wie die körperliche Fitness ist für E-Sportler ein guter, gesunder Schlaf. Zwischen sieben und acht Stunden sollten Teenager und junge Erwachsene schlafen. Am besten immer zu den gleichen Zeiten, denn ein regelmäßiger Rhythmus fördert die Regeneration im Schlaf. Den zugunsten von Gaming einzuschränken ist eine furchtbare Idee. Denn je müder man wird, desto stärker lässt die Konzentration nach. Ein Tag Schlafentzug hat auf den Körper etwa die gleiche Wirkung wie ein Alkoholgehalt von 1,0 Promille im Blut. Dann passieren mehr Fehler, die Gaming-Performance leidet. Viele Profis setzen sich deswegen feste Trainings- und Schlafzeiten – und planen dazwischen eine ausreichende Pause, in denen das Nervensystem runterfahren kann. Warum Schlaf für gute Gamer so wichtig ist und wie echte Erholung aussieht, siehst Du hier im Video der esports player foundation.

Übrigens: Die Schlafqualität verbessert sich, wenn neben dem Spiel-Training auch körperliche Fitness trainiert wird – am besten an der frischen Luft.

Optimale Ernährung? Für jeden was anderes!

“Du bist, was Du isst” – wortwörtlich, denn der Körper produziert seine Zellen aus den Nährstoffen, die wir ihm mit Essen liefern. Zu einem gesunden und leistungsfähigen Kopf gehört also auch gute Ernährung. Klar, an so manch langem Trainingstag wird es eine Tiefkühlpizza oder ein Burger. Das ist vollkommen ok, aber auf Dauer keine Lösung.

Die Ernährung eines Profi-Gamers sollte vollwertig sein, also eine Mischung aus Obst, Gemüse, Proteinen und guten Kohlehydraten aus Vollkornprodukten. Stimmt diese Basis, schadet auch ab und zu Fast Food nicht. Hauptsache, es spielt sich im gesunden Mittelmaß ab, sagt Ernährungsmediziner Mark Warnecke, der auch Profi-Gamer berät. Er sagt, die optimale Ernährung sieht für jeden anders aus – nur extreme Formen der Ernährung schaden wirklich jedem. Mehr Tipps zur Ernährung für E-Sportler teilt er in diesem Video.

Übrigens: Muss es mal Fast Food sein, ist ein Döner mitunter die beste Wahl. Der liefert durch seinen relativ hohen Anteil an Salat mehr Vitamine und Ballaststoffe als Pommes, Burger oder Pizza.

Zeit mit Familie und Freunden verbringen

Im E-Sport spielt man zusammen mit anderen Menschen gegen andere Menschen. Das erfordert Sozialkompetenz. Die entwickelt sich natürlich auch beim Gaming, aber es ist wichtig, den Kontakt zum realen Umfeld nicht zu verlieren. Der sorgt nämlich für einen tollen Ausgleich zum Wettbewerbscharakter beim Zocken. Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen erdet und gibt Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Klar macht das Gaming Spaß und ist als angehender Profi sozusagen der „Job“. Aber jeder braucht eine Pause von seinem Job. Und die verbringt man für ein erfüllendes Leben am besten mit Menschen, die einem wirklich nahestehen. Dadurch findet man später wieder glücklicher und konzentrierter zum Gaming zurück.

  • 1

    https://de.statista.com/themen/1095/gaming/

  • 2

    https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnhum.2020.00235/full

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Über den Autor
Giuseppe

Sponsoring & Innovationsmanager bei CosmosDirekt, hat neben seines Master-Studiums in Wirtschaft und Recht eine Bankausbildung absolviert, ist zertifizierter eSports-Manager und passionierter Gamer.