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Nicht immer alles glauben! 9 Sportmythen, die wir hier sicher entzaubern

Stimmt es, dass Trainierte weniger schwitzen? Dass eine Brausetablette mit Magnesium gegen Krämpfe hilft? Oder dass falsches Atmen zu Seitenstechen führt? Wir räumen mit neun typischen Sportirrtümern auf.

Mythos 1: Sportler schwitzen weniger

Stimmt nicht. Wie stark Du schwitzt, ist genetisch bedingt und damit ganz individuell. Allerdings lässt sich beobachten, dass übergewichtige Menschen oft eher und stärker schwitzen als dünne Menschen. Weitaus wichtiger ist aber, dass Sportler „anders schwitzen“: Sie schwitzen schneller und der Schweiß verdampft direkt auf der Haut. Das kühlt den Körper effektiv. Menschen mit geringer Fitness läuft der Schweiß eher am Körper herunter, ohne diesen wirklich zu erfrischen. Bei Sportlern ändert sich auch die Zusammensetzung des Schweißes: Er enthält mehr Wasser; Trainierte verlieren also deutlich weniger Elektrolyte als Unsportliche (Quelle: www.akademie-sport-gesundheit.de/magazin/schwitzen-unsportliche-menschen-mehr.html).

Mythos 2: Fett­verbrennung setzt erst nach 30 Minuten ein

Auch wenn es Dir wohl weh tut, das zu hören: An diesem Mythos ist schon etwas dran. Zwar beginnt die Fettverbrennung sofort, wenn Du mit dem Training anfängst, weil Dein Körper mehr Energie benötigt als im Ruhezustand. Aber: Der Körper hat auch andere Energiereserven, etwa durch die Nahrung, die Du aufnimmst. Die geht er zuerst an. Deswegen nimmt das Körperfett als Energielieferant erst mal einen kleinen Teil ein. Erst wenn die vorhandene überschüssige Energie aufgebraucht ist, steigt der Anteil an Körperfettverbrennung. Und das am besten nach „etwa 30 Minuten einer konstanten, moderaten Belastung“, wie Sportwissenschaftler Timo Hahner weiß. Am besten eignen sich also etwas längere Cardio-Einheiten, in denen Du Dich nicht bis zur maximalen Belastung auspowerst, zum Beispiel Joggen, Fahrradfahren oder Schwimmen. Übrigens: Bis Du eventuelle Fettpölsterchen loswirst, solltest Du regelmäßig trainieren. Nach etwa sechs bis acht Wochen kannst Du Veränderungen Deines Körperumfangs bemerken. Dann geht es den Fettreserven allmählich richtig an den Kragen.

Mythos 3: Magnesium hilft gegen Krämpfe

Das stimmt so leider nicht. Magnesiummangel kann zwar tatsächlich zu Krämpfen führen, aber wenn Du Dich gesund, vollwertig und ausgewogen ernährst, nimmst Du genügend Magnesium auf. Krämpfe werden meist durch andere Faktoren ausgelöst, etwa:

  • zu wenig Schlaf
  • Flüssigkeitsmangel
  • Durchblutungsstörungen oder
  • Alkoholkonsum.

Dennoch greifen viele Sportler bei einem Wadenkrampf zur Magnesiumtablette. „Doch es gibt keine hochwertigen Studien, denen zufolge das hilft“, weiß Dr. Bianca Bach. Das wirksamere Mittel gegen verkrampfte Muskeln: leichte Dehnübungen. Bekommst Du zum Beispiel beim Joggen auf einmal einen Krampf in der Wade, solltest Du anhalten und Deinen Fußballen auf eine Treppenstufe oder den Bordstein stellen, Deine Ferse bleibt ebenerdig. Dann lehnst Du Dich mit Deinem Oberkörper leicht nach vorn und beugst Dein Knie mit nach vorn. So dehnst Du die Wadenmuskulatur leicht und der Krampf verschwindet meist nach wenigen Sekunden wieder.

Mythos 4: Am Muskelkater ist die Milchsäure schuld

Weit verbreitet, aber dennoch ein Irrtum: Am Muskelkater ist nicht die Milchsäure schuld, die beim Muskelwachstum im Körper entsteht. Tatsächlich geht Muskelkater auf feine Risse in den Muskelzellen zurück, sogenannte Mikrotraumata. Du willst den Muskelkater schnell loswerden? Da hilft nur: Mit dem Sport pausieren, sich nur leicht bewegen, etwa spazieren gehen. Wärme kann auch Linderung verschaffen, eine lange Dusche oder ein entspanntes Bad tun zudem der Seele gut. Nach drei Tagen sollte dann alles abgeheilt sein. Übrigens: Milchsäure hat zu Unrecht einen schlechten Ruf: Sie reichert sich in aktiven Muskeln an, wenn diese nicht genug Sauerstoff erhalten. Dort unterstützt sie die Erholung und Regeneration der beschädigten Zellen, wie dänische Forscher herausgefunden haben.

Mythos 5: Wer keinen Muskelkater hat, hat nicht richtig trainiert

Stimmt nicht. Auch wenn Fitness-Influencer und selbst ernannte Coaches immer wieder „no pain, no gain“ betonen – Muskelkater ist kein Indikator dafür, dass Deine Muskeln wachsen. Genauso wenig zeigt kein Muskelkater an, dass Du nicht hart genug trainiert hast. Muskelkater kann auch durch Dehnübungen oder abrupte Bewegungen entstehen, die für die verantwortlichen Muskelrisse sorgen, wie Sport- und Ernährungscoach Christian Engel weiß. Bei solchen Übungen oder Bewegungen hast Du Deine Muskeln aber kaum bis gar nicht belastet. Dagegen muss nicht jede Belastung des Muskels direkt zu Rissen führen.

Mythos 6: Seitenstechen entsteht durch falsche Atmung

Das stimmt bedingt. Seitenstechen ist wahrscheinlich eine Irritation der Nerven in den Zwischenrippen. Was genau die Ursache ist, wissen wir allerdings noch nicht. Denn neben falscher Atmung können auch eine verminderte Durchblutung von Milz oder Leber oder ein voller Magen Seitenstechen auslösen. Australische Wissenschaftler haben zum Beispiel herausgefunden, dass eine gekrümmte Haltung im Rücken Seitenstechen begünstigt. Durch das ständige Nach-vorn-Beugen erhöht sich der Druck auf die Bauchhöhle, die Reibung von Muskeln und Nerven führt dann zu den Schmerzen in der Seite. Tipp: Als „Erste-Hilfe-Maßnahme“ bei Seitenstechen beim Joggen solltest Du das Lauftempo reduzieren und dann tief und regelmäßig in den Bauch atmen.

Mythos 7: Auf Asphalt laufen schadet den Gelenken

Ganz klar: Das stimmt nicht. Es gibt keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass harte Untergründe den Gelenken schaden würden. Tatsächlich kommt es mehr auf Dein persönliches Laufverhalten an, welcher Untergrund für Dich die beste Wahl ist. Anfänger sind mit Asphalt zum Beispiel gut bedient, denn der ist glatt und eben. Es gibt wenig Stolperfallen und Du kannst Dich ganz auf Dich und Dein Tempo konzentrieren, ohne ständig auf den Boden schauen zu müssen.

Versuch doch mal, barfuß zu laufen. Hört sich erst mal merkwürdig an, aber ist äußerst gesund. Wer langfristig ohne Schuhe unterwegs sein will, kann auf sogenannte Barfußschuhe zurückgreifen. So lässt sich sogar richtig Sport treiben. Bester Beweis: der Äthiopier Abebe Bikila, der 1960 in Rom olympisches Gold im Marathon gewann – ganz ohne Schuhe.

Mythos 8: Beim Golf kannst Du Dich nicht verletzen

Das stimmt so natürlich nicht. Zugegeben, Golf hat immer noch den Ruf, ein Sport für Nicht-Sportler zu sein. Du bewegst Dich eher gemächlich, Verletzungen durch Querschläger oder das 9er-Eisen sind auch eine Ausnahme. Trotzdem klagen viele Amateurgolfer über Schmerzen. Diese sind meist auf den Stütz- und Bewegungsapparat bezogen, so eine Studie. Grund dafür ist meist eine falsche Schwungtechnik. Die Überlastung in den Ellenbogen, in den Hüften und Knien, aber auch im Rücken oder den Handgelenken führt dann zu Schmerzen. Wie Du Dich davor schützen kannst? Lern am besten mit einem Trainer zusammen eine gute Technik und halte Dich durch zusätzliches Training fit. Denn starke Muskeln stützen Deine Gelenke wie ein Korsett und vermindern so das Verletzungsrisiko.

Mythos 9: Nur Cardio hilft beim Abnehmen

Stimmt nur bedingt. Ja, beim Cardio-Training verbrennen wir Kalorien – je länger wir schwimmen, joggen oder radeln, desto mehr Fett muss dran glauben. Aber nur für den Moment. Ist die Sporteinheit vorbei, fährt der Puls wieder runter und es ist aus mit der erhöhten Verbrennung. Beim Muskeltraining, etwa mit Gewichten, verbrennt der Körper zwar beim Training etwas weniger, dafür aber nach dem Training noch weiter. Das ist der Nachbrenneffekt. Denn beim Gewichtstraining entstehen kleine Risse in den Muskeln. Die heilt der Körper natürlich – das verbrennt zusätzlich Kalorien. Zudem definiert Muskeltraining Deinen Körper gezielt. Zum erfolgreichen Abnehmen gehört also ein Mix aus Cardio- und Krafttraining.

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Über den Autor
Stefan

Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei CosmosDirekt von 1989 bis 1991. Seit 1994 ist Stefan als Online-Redakteur für unsere Webseite verantwortlich.

Hobbies: Bodybuilding, Reisen, Autos & Motorräder, American Football.