Frau springt durch ihren Parkour

Lifestyle

Parkour für Anfänger

Sie fliegen und springen durch die Straßen, als wäre die ganze Stadt ihr Spielplatz: Falls ihr es den Parkour-Läufern Silke und Nicolas nachmachen wollt, haben wir hier ein paar Tipps für euch.Denn Parkour kann wirklich jeder.

Wenn Profis Parkour machen, sieht es aus, als würden Catwoman und Spiderman durch die Stadttoben: Sie springen wie schwerelos auf Mauern, hangeln sich an Laternenpfählen hinauf oder hüpfen Saltos schlagend durch Parks. Diese Sportart ist spektakulär –das wollen wir auch ausprobieren! Aber ob das auch was für weniger akrobatische Menschen ist? Wir haben die zwei Parkour-Fans Silke und Nicolas gefragt, worauf es beim Parkour ankommt –und wie man als Anfänger loslegt.

Als Jugendliche war Silke Sollfrank, 25, Eiskunstlaufprofi und turnte auf sehr hohem Niveau. Doch sie sehnte sich nach mehr Freiheit, schmiss die Wettkämpfe und machte sich auf die Suche nach einer neuen Sportart. Durch Zufall entdeckte sie Parkour und verliebte sich sofort. Heute lebt sie in Frankfurt und verdient ihr Geldals Stuntfrau, Parkour-Athletin und Trainerin. Sie ist Mitglied im Parkour-Team Ashigaru und zeigt regelmäßig vollen Einsatz in Fernsehshows wie „Ninja Warrior“ und „Catch“.

Nicolas Jansky, 26, hat Parkour für sich entdeckt, als er 14 Jahre alt war. Den Namen „Parkour“ kannten seine Freunde und er damals noch gar nicht, sie machten einfach nach, was sie in spektakulären Videos auf YouTube sahen. Auch Nicolas hatte von Anfang an immer die Kamera beim Training dabei. Das Filmen und Schneiden von Parkour-Videos wurde seine Leidenschaft –und irgendwann machte er es zu seinem Beruf. Heute ist Nicolas Regisseur und wohnt in Nürnberg.

Frei, freier, Parkour

Für Anfänger stellt sich die Frage, was Parkour eigentlich ist. Silke definiertes so:

„Vereinfacht gesagt, geht es beim Parkour darum, von A nach B zu kommen. Und zwar so effizient wie möglich“

Ob man im Flickflack springt oder über den Boden rollt, das interpretiert jeder anders. Es gibt keinen Verband, der Regeln festlegt. Dafür aber eine Palette an „Moves“, also Bewegungen, die unendlich miteinander kombiniert werden können zu einem „Run“, wie man im Parkour sagt.Schon an einer einzelnen Tischtennisplatte kann man viele Moves trainieren.Selbst auf dem platten Land, wo Nicolas aufgewachsen ist, ist Parkour möglich. Er sagt:

„Wir haben auch einfach Saltos auf der Wiese geübt. Für Parkour braucht man nichts außer sich selbst“

Meistens treffen sich die Traceure, so nennen sich die Parkour-Läufer, aber auf öffentlichen Plätzen und Straßen, die ganze Welt ist ihre Arena. „Es gibt aber auch viele Sportvereine und Parkourhallen, die Kurse und Geräte anbieten“, sagt Silke. Ein Verein ist für Anfänger eine tolle Möglichkeit, andere Traceure kennenzulernen und mehr über die Community und die besten Parkour-Spots in der eigenen Stadt zu erfahren. Aber dazu später mehr.

Leicht und sicher – der Einstieg in den Parkour

Für kaum eine Sportart brauchst Du so wenig Voraussetzungen wie für Parkour.Egal ob Du klein bist oder dick, alt oder auf irgendeine Art eingeschränkt: Jeder macht Parkour nach seinen Möglichkeiten, springt so hoch und weit, wie er eben kann –und mag.Auch die Ausrüstung ist schmal, ein paar bequeme Klamotten reichen, sagt Silke.

„Für Parkour braucht man nichts, das kann man auch nackt machen“

Nicht einmal gut gepolsterte Laufschuhe müssen es sein. Im Gegenteil: Durch eine dünne Sohle hast Du ein besseres Gefühl für den Untergrund und spürst beim Landen auf Mauern, Geländern oder Bordsteinen die Kanten besser.Und wieviel Mut braucht man? „Am Anfang gar keinen! Es ist wichtig, dass Anfänger keine schlechten Erfahrungen machen, sondern sich sicher fühlen“, sagt Silke. Das geht am besten, wenn Du Deinen Körper erstmal kennenlernst. Wärme Dich gut auf und probiere dafür folgende Übungen:

  • Wie weit kannst Du springen?
  • Wie lange kannst Du Dich mit den Armen festhalten und hängen?
  • Auf welche Höhe kannst Du springen und sicher landen?

„Das ist dann Deine ganz persönliche Basis, auf der Du aufbauen kannst“, sagt Silke. Damit Anfänger sich nicht überschätzen und verletzen, hat sie zwei Faustregeln parat:

Erstens, bevor Du irgendwo hoch kletterst, überlege Dir gut, ob Du auch alleine wieder runterkommst. Und zweitens, wenn Du irgendwo nicht aus dem Stand hochspringen kannst, springe lieber auch nicht runter. Das würde Deinen Gelenken gar nicht gefallen.

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Der erste Schritt ist ein Sprung

Kitzelt es euch schon in den Zehen, ihr wollt endlich loslegen? Nicolas empfiehlt, mit drei grundlegenden Fähigkeiten anzufangen:Landen, Springen und Hindernisse überwinden. „Wenn man diese drei Basics beherrscht, kann man anfangen, herumzuspielen und sich auszuprobieren“, sagt er.

Landen muss man beim Parkour andauernd. Je sanfter ihr auf dem Ballen aufkommt, desto besser für eure Gelenke. „Eine leise Landung ist eine gesunde Landung“, sagt Silke. Präzisionssprünge helfen euch, sicher auf Hindernissen zu landen oder sie zu überwinden.

Jetzt geht’s los! Mit diesen Übungen bekommst Du ein Gefühl für die grundlegenden Bewegungen:

  • So übst Du sicheres Landen und präzises Springen: Lege einen Schnürsenkel auf den Boden, gehe einen Schritt zurück und versuche, exakt auf das Ziel zu springen. Und zwar so, dass die Linie genau unter Deinem Ballen liegt.
  • Fühlst Du Dich sicher, versuch doch mal, auf ein niedriges Hindernis, zum Beispiel auf eine Bordsteinkante, zu springen und mit den Ballen auf der Kante „kleben“ zu bleiben. Im Parkour sagt man „stick“ dazu. Die Fersen nicht nach unten durchdrücken, Kniegelenke leicht angewinkelt.
  • Step Vault: Suche Dir eine niedrige Mauer, einen stabilen Kasten oder eine Bank. Lege eine Hand auf das Hindernis und stelle den gegenüberliegenden Fuß mit Abstand daneben, weiter als hüftbreit. Der Fuß, der noch auf dem Boden steht, schwingt jetzt durch das entstandene Loch hindurch und landet auf der anderen Seite des Hindernisses.
  • Jetzt geht das Spielen los: Probiere doch mal aus, auf wie viele unterschiedliche Arten Du über das Hindernis kommst: Rollend, mit einer Hand oder ohne Deine Füße zu benutzen?

Hier findest Du Videos, in denen Silke weitere Übungen für Anfänger zeigt. Viel Spaß beim Üben! Und nicht vergessen, was Silke sagt:

„Auch die krassesten Athleten haben ihre Moves nicht aus dem Ärmel geschüttelt. Dahinter steckt harte Arbeit und ganz viel Training“

Ab nach draußen! Aber wo sind die anderen?

Zusammen macht Parkour am meisten Spaß. „Man kann sich gegenseitig helfen, motivieren und auf neue Ideen bringen“, sagt Silke. Mit ein paar Freunden in der Nähe fühlt sie sich sicher –falls sie doch mal unglücklich landet. Falls Du keine Freunde findest, die Lust auf Parkour haben, schau bei Trainingsstunden oder Treffen von Vereinen oder Communitys vorbei. Die freuen sich immer über neue Gesichter, sagt Silke. Möglichkeiten gibt es in fast jeder Stadt. Vor der Radrennbahn Velodrom in Berlin zum Beispiel treffen sich jeden Montag um 19 Uhr Traceure zum MoVe Jam, einem gemeinsamen offenen Training.

„Wir wollen alle motivieren, nicht nur zuzugucken, sondern mitzumachen“

Du bist bereit, Deine Moves in den Straßen auszuprobieren? Dann halte Ausschau nach Treppen, behindertengerechten Aufgängen oder öffentlichen Plätzen mit niedrigen Mauern. Man kann auch auf Spielplätzen trainieren oder auf Schulhöfen, sagt Nicolas. Alles ist möglich, weil man seine Bewegungen einfach der Umgebung anpasst. „Es macht so viel Spaß, die Stadt zu erkunden und neue Orte zu entdecken“, sagt er. Nicolas empfiehlt außerdem die zwei Apps Parkour Spot Finder und URBN Jumpers, in denen Community-Mitglieder ihre Lieblingsspots empfehlen. Auch Silke und Nicolas haben Lieblingsspots:

  • Silke liebt die „Rote Stadt“ in München. Das Kunstwerk soll das Olympiadorf darstellen und besteht aus vielen Mauern und Plattformen. Der Boden aus Kies federt Sprünge ab.
  • Als Nicolas noch in Bayreuth lebte, hat er besonders gern auf dem La-Spezia-Platz trainiert. Viele Treppen und Mauern aus griffigem Sandstein machen den Ort zum perfekten Parkour-Spot.

Viel Spaß beim Trainieren –die Stadt gehört euch!

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Über den Autor
Stefan

Ausbildung zum Versicherungskaufmann bei CosmosDirekt von 1989 bis 1991. Seit 1994 ist Stefan als Online-Redakteur für unsere Webseite verantwortlich.

Hobbies: Bodybuilding, Reisen, Autos & Motorräder, American Football.

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