CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 01/2015
Wer hat Räumpflicht?

Fällt über Nacht Schnee, ist das Räumen des Bürgersteigs am frühen Morgen Pflicht – damit schon die ersten Fußgänger des Tages sicher unterwegs sind. Wer sich hierum kümmern muss, erklärt CosmosDirekt.

Es schneit – für viele ist das zunächst einmal ein Grund zur Freude. Wird das sichere Laufen auf den Gehwegen jedoch beschwerlich, sollte die weiße Pracht schnell beseitigt werden. Doch wer ist dafür zuständig, fragen sich viele Deutsche.

Räumen und streuen ist Sache des Vermieters! Oder doch nicht?

Laut den Satzungen der meisten Kommunen müssen Hauseigentümer und Vermieter für eisfreie Wege sorgen. „Mieter sollten jedoch in ihren Vertrag schauen, ob der Eigentümer die Räum- und Streupflicht auf sie übertragen hat“, sagt Bernd Kaiser, Versicherungsexperte bei CosmosDirekt. In diesem Fall muss der Vermieter jedoch kontrollieren, ob der Weg vor dem Haus geräumt ist – sonst haftet er selbst. Kommen Schaufel, Besen und Streumittel zum Einsatz, haben Gemeinden ebenfalls unterschiedliche Regeln: Vielerorts ist Streusalz verboten – Sand, Splitt- oder Sägespäne sind umweltfreundlichere Alternativen. Grundsätzlich gilt: Die Vorschrift zum Räumen und Streuen gilt von sieben bis zwanzig Uhr. „Wer verantwortlich ist, muss je nach Wetterlage sieben Tage die Woche vor die Tür und eventuell sogar mehrmals pro Tag“, betont Bernd Kaiser.

Nicht geräumt? Das kann teuer für Sie werden

Gründe, nicht rechtzeitig zu räumen, gibt es viele: Arbeit, Krankheit oder schlicht verschlafen. „Stürzt ein Passant auf dem ungeräumten Gehweg, im Hauseingang oder in der Garageneinfahrt, kann er eine Entschädigung für Behandlung und Verdienstausfall sowie Schmerzensgeld verlangen“, erklärt Bernd Kaiser. Wer nicht auf diesen (oft hohen) Kosten sitzenbleiben möchte, dem hilft eine Haftpflichtversicherung. Deshalb sollten auch Mieter, die den Schneeräumdienst übernehmen müssen, eine solche Police unbedingt abschließen, um sich abzusichern.

Wer ausrutscht, kann Schadenersatz fordern – oder ist er doch selbst schuld?

Trotz der allgemeinen Räum- und Streupflicht sollten auch Fußgänger zur Winterzeit besonders aufmerksam sein. Bei einem Sturz kann sie nämlich eine Mitschuld treffen. Ist dies der Fall, hilft eine Unfallversicherung. Sie zahlt Folgekosten, etwa für eine ärztliche Behandlung. Um Unfälle möglichst zu vermeiden, empfiehlt sich festes Schuhwerk mit tiefem Profil. Tipp: Wer morgens einige Minuten länger für den Weg einplant, muss nicht hetzen und gelangt mit kleinen, kontrollierten Schritten sicher über glatte Wege. Denn trotz Vorschrift sind nicht überall alle Bürgersteige vorschriftsmäßig gestreut und geräumt.

Räumpflicht

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