Ausgabe 10/2017
Je früher, desto besser

Gerade bei der wichtigen Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt sich ein Einstieg bereits in jungen Jahren. Die Risiken sind dann im Allgemeinen noch gering – und damit auch die Prämien. Das zahlt sich aus - in niedrigeren Beiträgen über die gesamte Vertragslaufzeit.

In den vergangenen Wochen haben wieder zahlreiche Schulabgänger eine berufliche Ausbildung begonnen oder ein Studium aufgenommen. Im Herbst 2016 wurden über 1,3 Millionen Azubis und mehr als 2,8 Millionen Studenten gezählt. Die Zahlen für dieses Jahr sind noch nicht bekannt, sie sehen aber voraussichtlich ähnlich aus. Vor den Schulabgängern liegt ein langes Berufs- und Privatleben, in dem eine Menge passieren kann. Auch eine Berufsunfähigkeit kann schneller eintreten, als man meint. Dann ist es gut, für diesen Fall rechtzeitig vorgesorgt zu haben.

Nur geringe staatliche Absicherung

In jungen Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand dauerhaft seinen Beruf aufgeben muss – zum Beispiel wegen einer Allergie, Rücken- und Gelenkproblemen, einem Bandscheibenvorfall oder einer schweren Depression – noch recht gering. Daher erhalten junge Arbeitnehmer in der Regel einen günstigen Berufsunfähigkeits-Schutz. Mit zunehmendem Alter steigen auch die Risiken: Körperliche Leiden machen sich aufgrund bestimmter Belastungen nun bemerkbar; aber auch Arbeitnehmer, die viel im Sitzen arbeiten, sind von einer Berufsunfähigkeit betroffen, beispielsweise infolge eines Unfalls oder Burnouts.

Fällt nämlich die Arbeitskraft weg, ist oft die Finanzierung des gewohnten Lebensstandards in Gefahr. Die wenigsten können dann auf ein großes Finanzpolster zurückgreifen, um die Zeit bis zur gesetzlichen Rente zu überbrücken. Das betrifft nicht nur Azubis und Studenten, sondern auch Berufseinsteiger und jüngere Arbeitnehmer überhaupt. Und selbst wer mit 50 Jahren berufsunfähig wird, hat noch 17 Jahre bis zum regulären Renteneintritt vor sich. Von staatlicher Seite gibt es für alle Jahrgänge ab 1961 in der Zwischenzeit nur noch die Erwerbsminderungsrente. Diese wird aber nur dann in voller Höhe ausgezahlt, wenn man weniger als drei Stunden pro Tag belastbar ist, keine „zumutbare“ Arbeit mehr findet und bestimmte Pflichtbeiträge eingezahlt hat. Im Durchschnitt bleiben dann knapp 750 Euro – von denen auch noch die Krankenkasse bezahlt werden muss.

Private Vorsorge notwendig

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dagegen eine monatliche Rente, wenn der Versicherte seinen zuletzt ausgeübten Beruf für mindestens 6 Monate nicht mehr ausüben kann. Der sogenannte „abstrakte Verweis“ auf eine andere Arbeit, die man trotz körperlicher oder psychischer Beeinträchtigungen – theoretisch – noch ausüben könnte, spielt bei neuen Verträgen meist keine Rolle mehr. Die Versicherung zahlt, wenn durch die ärztliche Begutachtung eine Berufsunfähigkeit von 50 Prozent oder mehr festgestellt wird: zum Beispiel, weil der Betroffene wichtige Aufgaben nicht mehr ausüben kann oder nur noch weniger als die Hälfte der Arbeitszeit einsetzbar ist.
Die Höhe der Berufsunfähigkeits-Rente sollte zwischen 75 und 80 Prozent des Nettoeinkommens betragen. Jüngere Versicherte sollten aber darauf achten, dass die Police eine sogenannte Nachversicherungsklausel enthält. Dadurch können Sie bei bestimmten Ereignissen die monatliche BU-Rente flexibel erhöhen – und stellen so sicher, dass zum Beispiel nach der Hochzeit oder der Geburt eines Kindes Ihre neue Lebenssituation auch entsprechend finanziell abgesichert ist. Die bei der Antragstellung obligatorische, umfassende Gesundheitsprüfung müssen Sie dann kein zweites Mal durchlaufen. Mit der „Dynamik-Option“ können Sie die mögliche Rente ebenfalls erhöhen, in diesem Fall aber automatisch um 2 bis 3 Prozentpunkte pro Jahr, um zum Beispiel die Inflation auszugleichen.

Frühzeitig leistungsstarken und günstigen Schutz sichern

Wer sich bereits frühzeitig versichert, profitiert davon, dass die Risiken, die den BU-Schutz für gewöhnlich sehr teuer machen – wie Vorerkrankungen, chronische Leiden und Allergien oder potenziell gefährliche Berufe und Hobbys –, in jungen Jahren noch nicht ins Gewicht fallen. Dadurch haben Sie eine gute Möglichkeit, eine leistungsstarke und zugleich günstige Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Und zugleich sorgen Sie für den seltenen, aber dennoch nicht unwahrscheinlichen Fall vor, dass Sie aufgrund einer schweren Krankheit oder eines Unfalls doch schon frühzeitig berufsunfähig werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung

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