Ausgabe 10/2017
Heizkosten optimieren

Die kalten Tage (und Nächte) kommen. Jetzt ist es höchste Zeit, Ihr Heizverhalten unter die Lupe zu nehmen und für die kommende Heizperiode alles richtig zu machen. Mit unseren Tricks können Sie die Heizkosten kräftig senken.

436 Terawattstunden – eine Zahl mit zwölf Nullen. So viel Energie liefern alle 148 deutschen Braun- und Steinkohlekraftwerke über das gesamte Jahr. Und so viel Energie verbrauchten laut Umweltbundesamt die Deutschen allein im Jahr 2015, um ihre Wohnungen und Häuser zu heizen.

Den hohen Verbrauch merken viele auch auf dem Konto: Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung in einem Mehrfamilienhaus zahlten die Bewohner im Jahr 2015 durchschnittlich 965 Euro, wenn sie mit Fernwärme heizten. Etwas kleiner fielen die Beträge bei Erdgas (830 Euro) oder Heizöl (755 Euro) aus. Das verzeichnet der aktuelle Heizspiegel, der vom Deutschen Mieterbund und der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft co2online herausgegeben wird. Hauseigentümer müssen sogar mit noch höheren Kosten rechnen.

Thermostate schließen und Stoßlüften

Wer seine Heizkosten optimiert, der kann also eine Menge Geld sparen. Und zwar unabhängig von der Frage, ob die Energiepreise aktuell nach oben oder unten weisen. Etliche Euro lassen sich bereits durch ganz einfache Tricks einsparen. Der Klassiker: Schließen Sie die Thermostate an allen Heizkörpern im Raum, solange die Fenster geöffnet sind. Ansonsten entweicht die Wärme, welche die Heizungen abgeben, direkt durch die Fenster.
Die zweite altbewährte Methode: Stoßlüften, anstatt die Fenster lediglich anzukippen. Das kurze, aber regelmäßige Lüften (2- bis 4-mal täglich für 5 bis maximal 10 Minuten) mit weit geöffneten Fenstern sorgt für ausreichend Sauerstoffaustausch und beugt Schimmelbildung vor. Zudem verhindern Sie dadurch, dass die Räume völlig auskühlen. Erneutes Aufheizen würde zusätzliche Kosten verursachen. Manch einer versucht auch, so spät wie möglich im Jahr mit dem Heizen zu beginnen – doch für viele lässt sich diese Methode nur schwer mit dem Wunsch nach behaglichen Wohlfühltemperaturen in Einklang bringen.

Heizen nach Bedarf

Effizienter ist es dagegen, Räume bewusst zu heizen. Im Bad dürfen es ruhig kuschelige 23 Grad Celsius sein, im Wohnzimmer sorgen bereits 20 Grad für eine angenehme Temperatur. Kinderzimmer sollten etwas stärker beheizt werden. Für Küche und Schlafzimmer sind dagegen etwa 16 bis 18 Grad in der Regel ausreichend. Achten Sie aber darauf, die Türen zu kühleren Räumen stets geschlossen zu halten. Diese sollten natürlich regelmäßig gelüftet werden, um Schimmelbefall vorzubeugen. Denn kühlere Luft nimmt weniger Luftfeuchtigkeit auf, der Rest setzt sich dann schnell an den Wänden ab. Wenn Sie dies bedenken, können Sie mit jedem Raum, in dem Sie die Temperatur um 1 Grad Celsius senken, bis zu 6 Prozent der zum Heizen benötigten Energie einsparen.

Während der Nacht verhindern heruntergelassene Rollläden und zugezogene Vorhänge, dass die tagsüber angesammelte Wärme schnell entweicht. Moderne Heizungen erlauben eine uhrzeitgenaue Steuerung und schalten sich auf Wunsch nachts komplett aus. Natürlich können Sie auch einfach die Thermostate abends herunter- und morgens wieder aufdrehen. Bei programmierbaren Thermostaten stellen Sie alle Zeiten ein, zu denen die Heizleistung abgesenkt werden soll – beispielsweise auf 15 Grad Celsius während der Nacht und der Arbeitszeiten.

Entlüften und Prüfung der Fensterabdichtungen

Pünktlich zum Herbst sollten Sie auch alle Heizkörper entlüften. Hat sich zu viel Luft im Wasserkreislauf angesammelt, kann es sein, dass der Druck nun zu niedrig ist. Dann müssen Sie Wasser nachfüllen. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus, sollten Sie die Hausverwaltung oder den Vermieter kontaktieren, damit die zentrale Heizungsanlage kontrolliert wird. Zudem sollten Sie alle Fenster und Terrassentüren überprüfen, ob diese dicht schließen: Durch zugige Fenster entweicht unnötig viel Energie. Mit einem brennenden Teelicht geht die Kontrolle recht schnell. Für die Abdichtung von Fenster und Türen finden Sie in jedem Baumarkt geeignetes Dichtungsmaterial.
Mit unseren Tipps können Sie in Ihrem Haushalt schnell und einfach die Heizkosten optimieren. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem bewussten und energiesparenden Heizen. Noch mehr Einsparpotenzial bietet eine intelligente Steuerung von Heizung, Thermostaten und Rollläden. Wie Sie Heiz- und Stromkosten in einem Smart Home senken, verrät Ihnen unser Ratgeber.

Heizkosten optimieren

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