Ausgabe 10/2018
Garten winterfest machen

Die Blätter färben sich bunt, die Herbstastern blühen, das letzte Obst ist geerntet. Nun ist es Zeit, den Garten für den Winter vorzubereiten. Damit Sie nichts vergessen, hilft unsere Liste mit 10 Tipps.

1. Empfindliche Blumen und Gewächse schützen

Kommt der erste Nachtfrost zu früh, könnten empfindliche Pflanzen darunter leiden. Einige Gewächse wie Oleander, Oliven oder Zypressen vertragen zwar leichte Minusgrade, bei länger anhaltendem Frost nehmen sie aber Schaden. Sensible Pflanzen wie Bougainvilleas und Zitrusbäume können Sie schon jetzt ins Haus holen. Auch Dahlien werden jetzt zurückgeschnitten und die Knollen ausgegraben. Lassen Sie diese zuerst abtrocknen, bevor Sie sie von Erdresten befreien. Lagern Sie außerdem nur gesunde Knollen ein, am besten in einer Holzkiste, die Sie mit Zeitungspapier und einer dünnen Schicht Sand auslegen und an einem dunklen Ort platzieren.

2. Auf die richtige Umgebung innen achten

Wichtig für die Überwinterung von Topf- und Kübelpflanzen im Haus ist, dass der Raum zwischen 5 und 10 Grad Celsius kühl ist und viel Licht hat. Zudem sollten Sie die Pflanzen nur mäßig gießen. Bei zu hohen Temperaturen, zu wenig Licht und zu viel Wasser verlieren sie in der Regel ihre Blätter oder werden anfälliger für Schädlingsbefall. Kräuter wie Basilikum oder Zitronenverbene schätzen eine Überwinterungstemperatur von 10 bis 15 Grad Celsius. Zudem benötigen diese Pflanzen mehr Wasser (achten Sie auf feuchte Ballen!) und eine erhöhte Luftfeuchtigkeit – zum Beispiel durch eine Schale mit Wasser, die Sie einfach neben die Kräutertöpfe stellen.

3. Beete mit Kompost schützen

Auf abgeernteten Beeten können Sie jetzt eine Schicht Kompost verteilen. Sie sollte ungefähr 1 bis 2 Zentimeter dick sein, damit das Erdreich gut gegen Minusgrade geschützt ist. Rosenstöcke können Sie mit Kompost ebenfalls vor Erfrierungen schützen. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass die Veredelungsstelle – in der Regel etwas oberhalb der Wurzel – abgedeckt ist. Falls Sie keinen Kompost haben, können Sie zum Abdecken auch Herbstlaub nehmen.

4. Rasen richtig mähen

Damit der Rasen den Winter gut übersteht, sollten Sie jetzt noch einmal auf eine Länge von 5 Zentimetern mähen. Schneiden Sie das Gras kürzer, kann Frost bis zu den Wurzeln vordringen; bleibt der Rasen länger, könnten die Grashalme im Winter abbrechen. Vertikulieren Sie anschließend die Fläche, um Moose und anderen Rasenfilz zu entfernen. Harken Sie auch gründlich alle Laubblätter vom Rasen. Bleiben Blätter nämlich großflächig auf dem Gras liegen, könnte es im Winter darunter faulen. Auch heruntergefallenes Obst sollten Sie darum spätestens jetzt aufsammeln.

5. Rasen düngen und nachsäen

Zudem sollten Sie nun dem Rasen mit einem kalihaltigen Dünger notwendige Nährstoffe zuführen. Danach sollte der Rasen gut gewässert werden, damit die Mineralien tief ins Wurzelwerk eindringen können. Um kahle Stellen im Gras zu schließen, sollten Sie Rasensamen nachsäen. Im Handel gibt es spezielle Nachsaatmischungen für den Herbst, die auf den aufgelockerten Boden aufgebracht werden. Pro Quadratmeter empfehlen sich 15 bis 30 Gramm der Saatmischung (ungefähr eine Handvoll). Wichtig: Die Samen gut andrücken und feucht halten.

6. Blumenzwiebeln im Herbst pflanzen

Wer sich im Frühjahr an Narzissen, Tulpen oder Hyazinthen erfreuen will, muss die entsprechenden Zwiebeln bereits jetzt pflanzen – und zwar bevor es friert. Allerdings sollte man sie auch nicht zu früh setzen – bei einem langen, warmen Herbst könnte es ansonsten sein, dass die Blumenzwiebeln zu früh austreiben und im Winter dann erfrieren. Die Faustformel für das richtige Einpflanzen lautet: Die Setztiefe ist doppelt so groß wie die jeweilige Zwiebel selbst. Ist sie zu tief gesetzt, treibt sie nicht aus. Übrigens: Auch Wühlmäuse lieben Blumenzwiebeln. Um zu verhindern, dass sie angenagt werden, sollten Sie die Zwiebeln in Pflanzkörben aus Plastik eingraben.

7. Gartengeräte säubern und trocken lagern

Natürlich sollten Sie jetzt auch alle Gartengeräte gut präpariert in den Winterschlaf schicken: Schippen und Schaufeln, Harken und Rechen sowie sonstige Geräte werden zuerst gut gereinigt und dann an einem trockenen Platz eingelagert.

8. Gartenmöbel richtig einlagern

Empfindliche Gartenmöbel müssen gut vor Feuchtigkeit geschützt werden. Reinigen Sie Holztische und -stühle zunächst gründlich und decken Sie sie dann mit einer wetterfesten Plane ab. Achten Sie auf eine ausreichende Belüftung, ansonsten könnten die Möbel stockfleckig werden. Im Idealfall bringen Sie Ihre Holzmöbel an einen trockenen Ort, zum Beispiel in einen größeren Schuppen, in den Keller oder auf den Dachboden. Kunststoffmöbel, zum Beispiel aus Polyrattan, sind in der Regel winterfest. Wenn Sie sie aber trocken einlagern, bleiben sie länger schön und bekommen keine Frostrisse. Auch Möbel aus Aluminium oder Edelstahl bzw. solche mit Beschichtungen können in der Regel draußen bleiben. Doch auch hier empfiehlt es sich, diese Möbelstücke zumindest mit einer Plane luftig abzudecken.

9. Wasserleitungen leeren

Wenn Sie einen Außenwasserhahn nutzen, zum Beispiel um den Garten im Sommer zu bewässern, müssen Sie nun auch die Wasserleitungen frostsicher machen. Friert nämlich Wasser in der Leitung zu Eis, kann diese platzen. Normalerweise werden solche Wasserhähne mit einem separaten Absperrventil gesichert, das meist im Keller zu finden ist. Drehen Sie das Ventil vollständig zu, dann lassen Sie über den Gartenwasserhahn das unter Druck stehende Wasser auslaufen. Anschließend öffnen Sie den Ablasshahn am Sperrventil, um das ganze übrige Wasser ablaufen zu lassen. Fangen Sie dieses am besten mit einem darunter gestellten Eimer auf. Ist das gesamte Wasser abgelaufen, drehen Sie den Ablasshahn wieder zu.

10. Wasserspiele winterfest machen

Auch bei Springbrunnen und Wasserspielen muss das ganze Wasser entfernt werden, damit sie frostsicher werden. In den meisten sind aber entsprechende Entwässerungsventile eingebaut. Kleinere Anlagen können auch im Keller aufbewahrt werden.

Nutzen Sie die schönen Tage im Oktober, um Ihren Garten auf den kommenden Winter vorzubereiten. So sorgen Sie dafür, dass im nächsten Frühjahr alles wieder so schön blüht und gedeiht wie in diesem Jahr!

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