Ausgabe 10/2020

So machen Sie Ihr Auto fit für Herbst und Winter

Vor kurzer Zeit noch brachten uns Temperaturen um die 30 Grad Celsius zum Schwitzen. Aber die letzten Tage ließen uns schon eher an den Herbst denken. Und der Blick auf den Kalender zeigt, dass wir uns bereits mittendrin befinden. Kalendarischer Anfang war der 22. September, für Meteorologen begann der Herbst bereits am 1. September. Zeit also, das eigene Auto herbst- und winterfit zu machen. Wir verraten, worauf Sie bei Beleuchtung, Bereifung und Batterie am besten achten.

So machen Sie Ihr Auto fit für Herbst und Winter

Man mag es kaum glauben, aber der Herbst ist da. Und mit ihm schon bald das typische Herbstwetter: trüb, grau, regnerisch. Oder wie Ende des 18. Jahrhunderts der Schweizer Johann Gaudenz von Salis-Seewis treffend im „Herbstlied“ dichtete: „Rote Blätter fallen, graue Nebel wallen, kühler weht der Wind.“ Und nicht nur das: Die Tage werden nun spürbar kürzer. Um knapp vier Minuten setzt die Dunkelheit jeden Abend früher ein. Das A und O für Autofahrer: Wer bei Dämmerlicht und Dunkelheit unterwegs ist, sollte gut sehen können – und gut gesehen werden.

Beleuchtung überprüfen

Daher sollte als erstes die Lichtanlage überprüft werden. Funktionieren alle Scheinwerfer, Blinker, Brems- und Schlusslichter, Tagfahr- und Nebelleuchten? Sind sie korrekt eingestellt? Zu niedrige Scheinwerfer verringern beispielsweise die Sicht des Fahrers, zu hohe blenden den Gegenverkehr. Für den Selbst-Check benötigen Sie eine zweite Person oder eine große Scheibenfront. In vielen Werkstätten können Sie jetzt aber auch einen kostenlosen Lichttest durchführen lassen. Für sicher befundene Fahrzeuge dürfen eine schicke Plakette an der Windschutzscheibe tragen.

Auf Winterreifen wechseln

So wichtig wie die Beleuchtung ist im Herbst auch die richtige Bereifung. Sofern Sie keine Ganzjahres- bzw. Allwetterreifen fahren, sollten Sie spätestens bei Nachtfrost auf Winterreifen wechseln. Die gängige Faustregel lautet: Reifen fahren immer „von O bis O“ – Winterreifen also von Oktober bis Ostern. Achtung: Mittlerweile sind Winterreifen nicht erst bei Eis und Schnee auf der Straße, sondern schon bei Reifglätte gesetzlich vorgeschrieben.
Grundsätzlich sind Winterreifen bereits bei Temperaturen von unter sechs Grad Celsius sinnvoll, da sie über einen besseren Grip auf der Straße verfügen als Sommerreifen. Der Grund: Sowohl die Gummimischungen wie auch das Profil und die Lamellen wurden für die kalte Jahreszeit optimiert. Allerdings lässt die Elastizität des Materials im Laufe der Zeit nach. Spätestens nach acht bis zehn Jahren sollten Sie Winterreifen immer tauschen.

Reifenprofil: mindestens 4 Millimeter Tiefe

Zwar dürfen Sie von Gesetzes wegen Winterreifen bis zu einer Profiltiefe von 1,6 Millimetern fahren. Autoexperten empfehlen aber, abgefahrene Reifen schon bei weniger als vier Millimetern Restprofil auszutauschen. Unterhalb dieser Tiefe sind die Lamellen nicht mehr vollständig vorhanden, die Bodenhaftung des Reifens wird beeinträchtigt. Die Profiltiefe können Sie ganz einfach überprüfen: Stecken Sie eine Zwei-Euro-Münze in das Restprofil. Sehen Sie noch den silbernen Rand, wird es höchste Zeit, den Winterreifen zu tauschen. Denken Sie auch daran, den Reifendruck zu prüfen. Bei zu geringem Druck haftet der Reifen ebenfalls schlechter auf der Straße – der Bremsweg wird länger.

Wintertauglichkeit der Batterie prüfen

Sie ist im Winter die wohl größte Schwachstelle am Auto: die Batterie. Jedes Jahr führt sie mit Abstand die Pannenstatistiken an. Bei Frost sinkt die Kapazität, bei vielen Kurzstreckenfahrten – etwa zur Arbeit, Kita und zum Sport – wird sie nicht komplett aufgeladen. Stromschlucker wie Sitzheizung oder beheizbare Scheiben ziehen Extraenergie. Früher oder später ist die Batterie dann schneller am Ende, als einem lieb ist. Dazu kommt: Ihre Lebensdauer beträgt im Durchschnitt etwa fünf bis sechs Jahre. Daher sollten Sie die Batterie auch bei neueren Autos auf ihre Wintertauglichkeit überprüfen und gegebenenfalls austauschen lassen.
Bei Elektroautos sind im Winter die Akkus ebenfalls die größten „Troublemaker“. Auch hier verringert sich bei Kälte die Kapazität – und damit die Reichweite. Das Laden gestaltet sich ebenfalls langsamer. Dazu kommt: Bei frostigen Temperaturen benötigen die Innenraum-, Lenkrad- und Sitzheizung viel Energie. Dazu kommen die Heizungen für Heck- und Frontscheibe. Lüftung und Beleuchtung laufen stärker als im Sommer. Wenn Sie an kalten Tagen unterwegs sind, sollten Sie also eine größere Reichweitenreserve einplanen als im Sommer. Stellen Sie den Fahrmodus am besten auf „Eco“ – das Energiemanagement des Stromers schaltet dann auf höchste Effizienz. Und wenn möglich, parken Sie in Winternächten das E-Auto in einer Garage: So ist der Akku vor zu großer Kälte geschützt.

Klare Sicht durch saubere Scheiben

Klare Sicht ist jetzt besonders wichtig. Hartnäckigen Schmutzresten auf den Autoscheiben kommen Sie am besten mit warmer Seifenlauge und einem weichen Schwamm bei. Sammeln Sie auch das Laub ab, das sich zwischen Windschutzscheibe und Motorhaube angesammelt hat. Die Blätter erschweren ansonsten die Luftzirkulation ins Wageninnere. Dadurch sammelt sich Feuchtigkeit, die Scheiben beschlagen schneller. „Laternenparker“ sollten vor jeder Fahrt darauf achten, das Auto vom Laub zu befreien. Füllen Sie nun auch Frostschutzmittel in die Scheiben-/Scheinwerfer-Waschanlange ein, damit das Wasser bei Minusgraden nicht einfriert. Nach Einfüllen betätigen Sie kurz die Anlage, damit sich der Frostschutz bis zur Düse hin verteilt.

Stumpfe Scheibenwischer tauschen

Alte und abgenutzte Scheibenwischer sollten jetzt ausgewechselt werden. Das spröde Gummi verhindert nämlich eine gute Wischwirkung. Und wenn neue Wischer Schlieren hinterlassen? Auch wenn sie stumpf sind, ist das Material trotzdem noch elastisch. Hier reicht es mitunter, die Kante des Scheibenwischers mit einem speziellen Nachschneidemesser wieder zu schärfen. Trotzdem hinterlassen Schmutz- und Insektenreste auf der Scheibe auch immer ihre Spuren auf den Wischerblättern. Entfernen Sie diese am besten regelmäßig, indem Sie die Scheibenwischer hochstellen und mit einem feuchten Tuch über die Wischerblätter streichen.

Das richtige Zubehör für Herbst und Winter

Bevor es richtig trübe wird und die ersten Schneeflocken fallen, sollten Sie die passende Ausrüstung für die kühleren (und kalten) Tage zusammenlegen: auf jeden Fall Eiskratzer und Schneefeger, Abdeckplane für Windschutzscheibe, Scheibenwischtuch oder -schwamm, Handschuhe, gegebenenfalls auch Starthilfekabel, Abschleppseil und Reservekanister. In schneereichen Gebieten ist zudem eine Schneeschaufel sinnvoll. Bei langen Fahrten, etwa in den Winterurlaub, sollten Sie auch an Wolldecken denken – schließlich wird es bei einer Panne schnell kalt im Auto.
Legen Sie sich auch einen Gummipflege-Stift oder ein Silikonspray zu. Ältere, poröse Türdichtungen schließen nach der Behandlung wieder sauber ab. Und auch bei neueren Dichtungen verhindern Sie durch die Gummipflege, dass Türen oder die Kofferraumklappe im Winter durch die Feuchtigkeit anfrieren. Denn wer dann die Tür gewaltsam zu öffnen versucht, riskiert, dass die Dichtungen einreißen.

Werkstatt-Check bietet umfassende Sicherheit

Viele Werkstätten bieten einen umfassenden Herbst- bzw. Winter-Check an. Hierbei wird Ihr Auto auf Herz und Nieren untersucht. Neben Beleuchtung und Batterie können so auch Dinge geprüft werden, die für Laien nur schwer erkennbar sind. Etwa Bremsen, Kühlflüssigkeit oder der Zustand des Unterbodens. Auch Lackschäden, die im Winter Einfallstore für Korrosionsschäden darstellen, sollten im Zweifelsfall besser vom Profi ausgebessert werden.
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