CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 11/2016
Wechselsaison beginnt

Wer sich auf die Suche nach einer neuen Autoversicherung begibt, kann einige hundert Euro pro Jahr sparen. Doch bei der Auswahl des richtigen Tarifs gibt es einiges zu beachten.

Im Herbst beginnt die Jagdsaison. Während in den Wäldern wieder die Hatz auf Rehe, Hirsche oder Wildschweine eröffnet wird, nimmt mancher Jäger ein ganz anderes Ziel ins Visier: die Autoversicherung. Die Absicht ist, eine neue Police abzusch(l)ießen, weil die Leistungen der bisherigen veraltet oder die Beiträge der alten Kfz-Versicherung zu hoch sind. Je nach Auto, Fahrer und Versicherungsunternehmen lassen sich durchaus mehrere hundert Euro pro Jahr sparen. Um im Dickicht der Versicherungen und Angebote die Fährte nicht zu verlieren, helfen ein paar Tipps:

Haftpflicht, Teil- oder Vollkasko?

Jedes zugelassene Auto benötigt eine Kfz-Haftpflichtversicherung. So will es das deutsche Gesetz. Sie kommt für Schäden auf, die Sie bei einem anderen Verkehrsteilnehmer schuldhaft verursachen. Übernommen werden Reparatur- und Wiederherstellungskosten für das Fahrzeug der anderen Partei, aber es werden gegebenenfalls ebenso ärztliche Behandlung sowie Schmerzensgeld und Renten an verletzte Personen gezahlt. Empfehlenswert sind Policen mit einer pauschalen Deckungssumme von 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Auch der „Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit“ sollte enthalten sein.

Die Teilkaskoversicherung übernimmt zum Beispiel die Kosten, wenn das Auto gestohlen wird, Hagel die Karosserie beschädigt oder die Frontscheibe einen Riss bekommen hat. Auch Wildschäden sind versichert. In der Regel wird der Schutz auf Schäden durch Rot-, Reh- oder Schwarzwild begrenzt. Sinnvoll ist daher ein „Erweiterter Wildschaden-Schutz“, der bei Beschädigungen durch Tiere aller Art aufkommt. Abgesichert sind immer direkte Marderschäden, mitunter auch Folgeschäden an Motor oder Katalysator. Bei einer Vollkaskoversicherung sind alle Leistungen der Teilkasko enthalten, zusätzlich werden selbstverursachte Unfallschäden am eigenen Auto sowie Schäden durch Vandalismus abgesichert.

Die Berechnung der Versicherungsprämie berücksichtigt mehrere Faktoren

Fahrzeugtyp, Alter des Autos, Wohnort des Halters, gefahrene Kilometer pro Jahr – dies sind nur einige der Faktoren, die bei der Prämienberechnung eine Rolle spielen. Großen Einfluss hat auch der Schadenfreiheitsrabatt. Er bemisst sich nach der Anzahl der unfallfrei gefahrenen Jahre und entspricht der sogenannten Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse). Diesen Rabatt gibt es sowohl bei der Kfz-Haftpflicht- aber auch bei der Vollkaskoversicherung. Wer bereits eine hohe SF-Klasse erreicht hat, kann eine relativ günstige Vollkasko-Police abschließen – sie kostet dann sogar weniger als eine vergleichbare Teilkaskoversicherung.

Nicht vernachlässigen sollte man auch langfristige Kostensenker wie eine Selbstbeteiligung oder die Werkstattbindung. Ein Rabattschutz verhindert überdies, dass man nach einem Unfall hochgestuft wird.

Stichtag für eine Kündigung ist (meist) der 30. November

Viele Autoversicherungen haben eine Laufzeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Sie müssen spätestens bis zum 30. November gekündigt worden sein, andernfalls verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Stichtag heißt aber: Bis zum 30. November muss die Kündigung beim bisherigen Versicherer eingegangen sein. Sie erfolgt schriftlich und wird am besten per Einschreiben mit Rückschein verschickt. So haben Sie einen Nachweis über den Eingang beim Versicherer. Eine Kündigung per E-Mail ist manchmal möglich, mitunter wird sie aber auch ausdrücklich ausgeschlossen. Kündigen sollten Sie aber erst dann, wenn der neue Vertrag von beiden Seiten unterschrieben wurde.

Wer die Autoversicherung wechseln möchte, sollte sich rechtzeitig auf die Pirsch begeben. Angebote zu vergleichen und die beste Police zu finden dauert eine Weile. Auch bei der Kündigung heißt es dann, nicht zu spät ins Jagdhorn zu blasen. Schließlich muss das schriftliche Kündigungsschreiben bis zum 30. November dem Versicherer vorliegen. Doch angesichts der Aussicht, mit einer günstigeren Autoversicherung ins neue Jahr zu starten, lohnt sich die Jagd in jedem Fall. In diesem Sinne: Waidmannsheil!

Wechselsaison beginnt

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann empfehlen Sie ihn gerne weiter!

Weitere Beiträge.
Was ist eine Unfallversicherung?

Jetzt im Herbst sind die meisten Tage wieder trüb, viele Wege legen wir morgens und abends im Dunkeln zurück. Autofahrer erkennen Fußgänger und Radfahrer schlechter, Gehwege werden durch Nieselregen, Laub oder Nachtfrost rutschiger. Kurzum: Die Gefahr von Unfällen steigt. Doch die gesetzliche Unfallversicherung deckt nur die Arbeitszeit ab – und alle Wege direkt hin und zurück. Die meisten Unfälle passieren aber in der Freizeit und im Sport. Führt der Unfall zur Invalidität, entstehen plötzlich hohe Kosten: zum Beispiel für behindertengerechte Umbauten in Haus oder Wohnung. Gegen solche Kosten schützt eine private Unfallversicherung.

Das Auto als Lebensretter

2018 startet das europaweite Notrufrufsystem eCall. Das Ziel: die Zahl der Verkehrstoten zu senken. Deutsche Autobesitzer blicken positiv auf die neue Technologie.