Ausgabe 11/2017
Einbruchschutz im Winter

Einbrüche gehören zu den häufigsten Verbrechen. Gerade in der dunklen Jahreszeit steigt die Anzahl der Delikte stark. Doch man kann Vorkehrungen dagegen treffen, Opfer eines „Bruchs“ zu werden.

Nach der Hochsaison im Sommer schlagen Einbrecher nun auch wieder in den Wintermonaten zu. Laut „Einbruch-Report“ des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erweisen sich Oktober, November und Dezember als besonders gefährlich. Rund 40 Prozent aller Einbrüche fallen auf das letzte Quartal des Jahres, allein im Dezember findet jeder sechste Einbruch statt (16,9 Prozent). Am häufigsten betroffen: Einfamilienhäuser und Erdgeschosswohnungen von Miets- und Mehrfamilienhäusern. Dabei hebeln die Täter in der Regel Türen und Fenster auf, bei Einfamilienhäusern gelangen die Diebe auch häufig über gekippte Fenster oder Terrassentüren ins Innere. In jedem achten Fall schlagen sie einfach ein Fenster ein.

Einbruchzahlen gingen 2016 erstmals leicht zurück

Leichte Entwarnung gibt es bei der Entwicklung der Einbruchzahlen und den damit verbundenen Schäden: Laut aktuellem „Einbruch-Report“ wurden den Versicherungen 2016 „nur“ noch 140.000 Einbrüche gemeldet, ein Rückgang um 12,5 Prozent. Die Polizeistatistik erfasste für denselben Zeitraum rund 151.000 Einbrüche, auch sie verzeichnete einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: 10 Jahre lang war die Zahl an Einbrüchen kontinuierlich gestiegen, sie erreichte 2015 mit rund 160.000 gemeldeten Haus- und Wohnungseinbrüchen ihren Höchststand.

Der Einbruch-Report des GDV zeigt aber auch, dass der jährlich entstehende Gesamtschaden nach wie vor sehr hoch ist. Im Durchschnitt verursachte jeder Einbruch im vergangenen Jahr Kosten von 3.250 Euro. Das sind zwar 100 Euro weniger als 2015, aber dennoch 1.000 Euro mehr als 10 Jahre zuvor. Kein Wunder: Die Diebe haben es immer stärker auf Bargeld und Schmuck abgesehen, beides lässt sich leicht transportieren und zu Geld machen. Auch Smartphones und Tablets werden heutzutage häufig mitgenommen – bei beidem handelt es sich oftmals um teure Geräte, die sich leicht entwenden lassen und die es 2006 noch nicht einmal gab. Insgesamt leisteten die Versicherer letztes Jahr rund 470 Millionen Euro Schadenersatz.

Mechanischer Einbruchschutz an Fenster und Türen

Wer Fenster oder Terrassentüren in gekippter Stellung offenstehen lässt und dann für längere Zeit aus dem Haus geht, lädt Einbrecher geradezu ein. Fenster und Türen sollten also immer geschlossen werden, auch wenn man nur kurz abwesend ist. Bei Wohnungs- und Haustüren gilt ebenfalls: Grundsätzlich abschließen! Ist die Tür nur ins Schloss gefallen, kann sie relativ leicht aufgehebelt werden. Profi-Einbrecher lassen sich aber durch Befolgung dieser einfachen Regeln nicht fernhalten: Sie brauchen oft nur wenige Sekunden dafür, über Fenster, Balkon- oder Terrassentüren ins Haus oder die Wohnung einzudringen. Sie nutzen außerdem Kellertüren oder abseits gelegene Zugänge. Die gute Nachricht: Je mehr Mühe und vor allem Zeit Einbrecher aufwenden müssen, desto wahrscheinlicher bleibt es bei einem Versuch und sie lassen wieder ab.

Laut GDV sollte man daher zunächst den mechanischen Schutz bei den Hauptangriffspunkten erhöhen: ein Türschloss, das sich nicht aufbohren, abbrechen oder herausziehen lässt; ein Türschild (die Blende über Schloss und Klinke) aus gehärtetem Stahl und mit stabiler Verschraubung; ein Schließblech mit einer Dicke von 3 Millimetern und einer Länge von 30 bis 50 Zentimetern. Die Türbänder (Scharniere) können durch Haken gegen Herausbrechen gesichert werden. Das bietet sich auch bei Fenstern an. Zudem kann man diese durch sogenannte Pilzkopfzargen sichern, die das Fenster beim Schließen fest im Rahmen verankern. Ein Tipp des GDV: Wer Türen und Fenster modernisieren oder umrüsten will, sollte in geprüfte und zertifizierte Sicherungstechnik investieren.

Dunkelheit lädt Einbrecher (geradezu) ein

Im Herbst und Winter bietet die früh einsetzende Dunkelheit Einbrechern die Möglichkeit, länger unerkannt zu Werke zu gehen. Daher raten Sicherheitsexperten zu einer guten Beleuchtung im Außenbereich, gerade bei dunklen Ecken und schlecht einsehbaren Wegen. Dank LED-Lampen bleiben die Betriebskosten im Rahmen. Zudem lassen sich die Leuchten oftmals mit einem Bewegungsmelder koppeln, der nur größere Objekte erfasst. So reagiert der Melder nicht auf jede Katze, die des Nachts über das Grundstück schleicht. Im Gebäudeinnern helfen Zeitschaltuhren an Steh- und Dekolampen, Anwesenheit vorzutäuschen. Eine Alternative sind Smart-Home-Systeme, bei denen man die An- und Ausschaltzeiten per App programmieren kann. Für noch mehr Glaubwürdigkeit lässt sich die Beleuchtung mit ihnen sogar zeitlich variieren.

Mehr Informationen zu einbruchshemmenden Maßnahmen und Tipps zum richtigen Verhalten finden Sie auf www.k-einbruch.de, einer Initiative von Polizei und Kooperationspartnern aus der Wirtschaft. Eine Hausratversicherung schützt zwar nicht vor einem Einbruch, sie ersetzt aber den finanziellen Schaden, den Diebe angerichtet haben. Nach dem Einbruch zahlt die Police für die Wiederbeschaffung von gestohlenem Inventar und die Reparatur von Beschädigungen. Zum versicherten Hausrat zählen zum Beispiel Möbel, Heimelektronik oder teure Pelze. Meist deckt die Hausratversicherung auch Bargeld, Schmuck und andere Wertsachen bis zu einer bestimmten Höhe ab. Bei Abschluss des Comfort-Tarifs bei CosmosDirekt erhalten Sie auf Wunsch das Smart-Home-Starter-Paket von devolo dazu. Der Tür- und Fensterkontakt erkennt zum Beispiel ungewöhnliche Bewegungen; mit der Schalt- und Mess-Steckdose täuschen Sie Anwesenheit vor, obwohl Sie gerade unterwegs sind. So hilft Ihnen das Smart-Home-System dabei, dass erst gar keine Schäden durch Einbrüche entstehen.

Einbruchschutz

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