Ausgabe 11/2017
Lichterglanz und Lebkuchen

Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit. Jetzt ist auch der Weihnachtsmarkt gar nicht mehr weit. Wir stellen die schönsten Märkte in Deutschland und unseren Nachbarländern vor.

Süßer die Verführung nie duftet: Der Geruch von frischem Lebkuchen und gebrannten Mandeln liegt in der Luft, dazu kommt eine feine Note aus Bratwurst, Glühwein und kandierten Äpfeln. Auf dem Marktplatz leuchtet eine riesige Tanne, auf der Bühne singt ein Chor Weihnachtslieder. In der Ferne dreht sich ein Kettenkarussell, Kinder lachen. Alle Jahre wieder öffnen traditionsreiche Weihnachts- bzw. Christkindlmärkte ihre Pforten, pardon, Stände und Attraktionen. Unsere Highlights sind:

Nürnberg

Der Christkindlesmarkt in Nürnberg gehört zu den bekanntesten, beliebtesten und trotzdem immer noch schönsten Weihnachtsmärkten in Deutschland. Eröffnet wird er mit dem Prolog des Christkindes, das traditionell von einer Nürnbergerin im Alter von 16 bis 19 Jahren dargestellt wird. Neben der heimeligen Atmosphäre gibt es viele fränkische Spezialitäten zu entdecken. Gerade Urlauber und Zugereiste sollten unbedingt die originalen Nürnberger „Wörschdla“ ausprobieren. Mehr Informationen: Nürnberger Christkindlesmarkt.

Berlin

Insgesamt warten rund 80 Weihnachtsmärkte in der Hauptstadt auf ihre Besucher. Einer der stimmungsvollsten findet auf dem Gendarmenmarkt in der historischen Mitte Berlins statt. Zwischen klassizistischem Konzerthaus, Deutschem und Französischem Dom erwartet die Besucher eine Mischung aus bildender Kunst, kulinarischen Köstlichkeiten und alter Handwerkskunst, zum Beispiel Holzschnitzer, Schneider, Gürtel- oder Kammmacher. Mehr Informationen: WeihnachtsZauber Gendarmenmarkt.

Dresden

Der Dresdner Weihnachtsmarkt ist weit über die Landesgrenzen Sachsens hinaus bekannt und findet traditionell auf dem Altmarkt nahe der Frauenkirche statt. Der „Striezelmarkt“ ist zudem einer der ältesten der Welt – es gibt ihn bereits seit 1434. Mit „Striezel“ bezeichnet der Dresdner den Stollenkuchen, eine regionale Spezialität, die man auf jeden Fall kosten sollte. Markant – und stark rekordverdächtig – ist die 14 Meter hohe Stufenpyramide aus dem Erzgebirge. Mehr Informationen: Stadtportal Dresden.

Montreux (Schweiz)

In Montreux, idyllisch am Genfersee gelegen, zelebriert man nicht nur den Jazz, sondern seit 1995 auch einen der schönsten Weihnachtmärkte der Schweiz. Die Veranstalter legen großen Wert auf eine geschmackvolle Gestaltung der weit über 120 „Chalets“, wie die Marktstände hier heißen. Zudem kann man Weihnachten wie im Mittelalter feiern oder das Dorf der Wichtel besuchen. Und auf einem nahe gelegenen Berggipfel empfängt der Weihnachtsmann kleine wie große Gäste. Mehr Informationen: MontreuxNoël.

Wien (Österreich)

Der Wiener Christkindlmarkt öffnet für gewöhnlich bereits Mitte November. Sechs Wochen lang dreht sich dann vor dem Rathaus der österreichischen Hauptstadt alles um frisch gebackene Brote und Lebkuchen, Tee, Punsch und schöne Geschenke für Freunde und Familie. Mit dem „Wiener Weihnachtstraum“ wartet dieses Jahr – oder wie der Wiener sagt: „heuer“ – eine neu gestaltete, verträumte Parklandschaft auf Besucher. Auch eine riesige Eislauffläche soll es wieder geben. Mehr Informationen: Wiener Weihnachtstraum.

Straßburg (Frankreich)

Den ältesten Weihnachtsmarkt Frankreichs findet man in Strasbourg (Straßburg). Hier wurde der „Christkindelsmärik“, der auf der Place Broglie zu Füßen des bekannten Liebfrauenmünsters stattfindet, zum ersten Mal im Jahr 1570 ausgerichtet. In der elsässischen Metropole gibt es neben Flammkuchen viele weitere Spezialitäten der Region zu entdecken. Für Kinder wird Jahr für Jahr sogar ein eigenes Königreich geschaffen: das „Royaume des Enfants“ auf der Place Saint Thomas. Mehr Informationen (nur Französisch): Strasbourg – Capitale de Noël.

Brüssel (Belgien)

In Brüssel schlägt das (politische) Herz der Europäischen Union. Daher ist es kein Wunder, dass die belgische Hauptstadt den „Europäischen Weihnachtsmarkt“ veranstaltet. Hier findet man an 240 Ständen von norwegischen Socken bis zum belgischen Pulli alles, was Europa zu bieten hat. Auf der Grand-Place thront ein haushoher Weihnachtsbaum, das Riesenrad bietet einen tollen Ausblick über die Innenstadt – und wer möchte, kann ein paar Runden auf der überdachten Eisbahn drehen. Mehr Informationen (nur Französisch / Niederländisch): WinterWonders.

Odense (Dänemark)

Wer eine weihnachtliche Stimmung wie aus einem Märchen von Hans Christian Andersen erleben will, der muss einfach nach Odense reisen, der Heimatstadt des dänischen Nationaldichters. Sie richtet alljährlich den „Hans-Christian-Andersen-Weihnachtsmarkt“ aus. Neben den typischen Ständen gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Gauklern, Chören und einem „Tivoli“, wie die bunte Sammlung an Karussells und Fahrgeschäften in Dänemark heißt. Mehr Informationen: Tourismusportal Odense.

Wrocław (Polen)

Seit 2008 feiert man im polnischen Wrocław (Breslau) den „Jarmark Bozonarodzeniowy“. Der festliche Weihnachtsmarkt hat sich zu einer Attraktion für Einheimische wie Touristen entwickelt. Eine Besonderheit sind die vielen Spezialitäten aus der polnischen und osteuropäischen Küche: geräucherter Fisch aus Podhale, Oscypek-Hartkäse, litauische Wurst oder Kolozsvàri-Speck aus Ungarn. Typisch: Anstelle von Santa Claus besucht in Wrocław der Heilige Nikolaus den „Jarmarkt“. Mehr Informationen (in Polnisch / Deutsch / Englisch): Jarmark Bozonarodzeniowy.

Von Berlin bis Nürnberg, von Breslau bis Brüssel, von Odense bis Wien – Weihnachts- und Christkindlmärkte haben in vielen deutschen und europäischen Städten eine lange Tradition. Ein Besuch lohnt sich – nicht zuletzt wegen der vielen Köstlichkeiten der regionalen Küchen, die es hier zu entdecken gilt. Wir wünschen eine gesegnete Adventszeit!

Weihnachtsmärkte

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