Ausgabe 11/2017
Der richtige Zahnersatz

Noch gibt es keine Möglichkeit, die „Dritten“ nachwachsen zu lassen. Wer einen beschädigten oder fehlenden Zahn behandeln muss, kann zwischen Brücke, Krone bzw. Implantat wählen. Doch welche Lösung ist wann sinnvoll?

Ein Wasserglas auf dem Nachttisch, darin ein halb geöffnetes gelblich-weißes Gebiss: Für viele, die in den 70er- und 80er-Jahren groß geworden sind, ist dieses Bild durchaus vertraut. Jeder Besuch bei den Großeltern führte es einem erneut vor Augen. Heute trifft man dagegen immer seltener auf die „Dritten“ – im zahnmedizinischen Fachjargon bezeichnet man sie als „Vollprothese“.

Stattdessen versucht man, die bleibenden Zähne so lange wie möglich zu erhalten. Gelingt dies nicht, sucht man nach der zweitbesten Lösung: Teile werden überkront, Lücken durch eine Brücke geschlossen, einzelne oder größere Verluste durch ein Implantat ersetzt. Die Vollprothese, für die auch der letzte noch im Kiefer verankerte Zahn gezogen werden muss, steht damit erst ganz am Ende einer langen Liste von Behandlungsmöglichkeiten.

Wann eine Krone sinnvoll ist

Mit einer Krone überdeckt der Zahnarzt fehlende Zahnteile, die zum Beispiel abgebrochen sind oder infolge von Kariesbefall abgeschliffen werden mussten. Da die Zahnwurzel in diesen und vergleichbaren Fällen noch intakt und gesund ist (oder nach einer Wurzelbehandlung wieder in Ordnung gebracht wurde), stellt die Überkronung eine relativ einfach durchzuführende Behandlungsmethode dar. Zur Auswahl stehen verschiedene Kronen-Typen.

Es gibt recht günstige Metallgusskronen, die vor allem bei den Backenzähnen verwendet werden. Üblicher, vor allem bei Schneidezähnen, sind aber mittlerweile Modelle, die mit Kunststoff oder Keramik verblendet werden. Bei ihnen besteht nur der Kern aus Metall, die Oberfläche sieht der natürlichen Zahnfärbung ähnlich. Auch Vollkeramik-Varianten gibt es. Hierzu trägt die gesetzliche Krankenkasse einen großen Anteil bei. Es verbleibt aber in der Regel ein Eigenanteil für den Patienten, je nach gewünschtem Material, sind das zwischen 250 und 1.000 Euro.

Wann eine Brücke sinnvoll ist

Muss ein Zahn entfernt werden, entsteht im Gebiss eine Lücke. Dies hat nicht nur ästhetische Auswirkungen, auch die Kaufunktion leidet dabei meist. Die Brücke übernimmt nun die Funktion des „Lückenfüllers“. Dazu werden die beiden Zähne, welche die Lücke links und rechts schließen, so bearbeitet, dass der Zahnarzt daran die Brücke befestigen kann. Fehlen mehrere Zähne, konstruiert er eine Art Gerüst aus Metall, das dann die Brücke trägt. Es gibt sogar Lösungen, bei denen ein in der Mitte verbliebener Zahn als Stütze für mehrere umgebende Nachbildungen genutzt wird.

Wie bei Kronen unterscheiden sich die Kosten je nach Aufwand und Material. Soll ein fehlender Zahn mit einer Vollkeramiklösung (aus Zirkon) überbrückt werden, muss man beispielsweise mit Gesamtkosten von 500 bis 1.000 Euro rechnen. Dabei beträgt Festzuschuss der Krankenkasse zwischen 100 und 200 Euro. Der Eigenteil liegt dann je nachdem zwischen 300 und 850 Euro. Bei einer Zahnkrone aus Gold müssen Sie dagegen mit eigenen Kosten von mindestens 500 Euro rechnen.

Wann ein Implantat sinnvoll ist

Das Implantat kommt einem natürlichen Zahn am nächsten. Hierbei wird eine künstliche Zahnwurzel in den Kieferknochen eingesetzt. Auf dieser verankert der Zahnarzt dann eine Krone, Brücke oder eine andere, eventuell auch herausnehmbare Lösung. Die Vorteile von Implantaten liegen in der hohen optischen Angleichung an die übrigen Zähne, der längeren Haltbarkeit – und im Erhalt der Substanz benachbarter Zähne. Denn anders als bei Brücken müssen Letztere nicht beschliffen werden.
Beim Implantat setzen sich die Kosten aus verschiedenen Faktoren zusammen: Anzahl und Material (meist Titan) spielen eine Rolle, daneben fallen Kosten fürs Dentallabor an, gegebenenfalls muss ein kranker Kieferknochen erst wieder aufgebaut werden. Dazu kommen Kosten für die Krone, die auf das Implantat gesetzt wird. Für den Ersatz eines einzelnen Zahns muss man daher bei der Implantat-Lösung mit Kosten von mindestens 2.000 bis 2.500 Euro rechnen.

Gegen hohe Kosten für Zahnersatz richtig absichern

Patienten, die über eine gesetzliche Krankenkasse (GKV) versichert sind, müssen in der Regel einen Eigenanteil bei Zahnersatzbehandlungen erbringen – gerade wenn sie sich nicht für eine günstige, aus medizinischen Gründen gebotene Lösung entscheiden, sondern eine ästhetisch ansprechendere, zugleich aber aufwendigere Variante bevorzugen. Seit 2005 erhalten gesetzlich Versicherte für zahnmedizinische Leistungen einen Festkostenzuschuss, der einen Teil der Kosten auffängt.
Wie hoch der Zuschuss ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab: dem Befund des Zahnarztes, der Teilnahme an Kontrolluntersuchungen (Bonusheft) und der Versorgungsart. Bei der „Regelversorgung“ übernimmt die Krankenkasse zwischen 50 und 65 Prozent der anfallenden Kosten, den Aufpreis für „gleichartigen“ oder „andersartigen“ Zahnersatz muss dagegen der Patient selbst tragen. Das können, gerade im Fall eines Implantats, schnell mehrere Tausend Euro sein.

Mit der von Cosmos Direkt angebotenen Zahnzusatzversicherung lässt sich dagegen der Eigenanteil deutlich reduzieren. Im Comfort-Tarif verringert sich der Eigenanteil auf bis zu 10 Prozent der Gesamtkosten.

Übrigens: Versicherte der Techniker Krankenkasse profitieren bei der Zahnzusatzversicherung von einem Beitragsvorteil. Informieren Sie sich und wechseln auch Sie zu Deutschlands bester Krankenversicherung (Focus Money 07/2017).

Zahnzusatzversicherung

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