Ausgabe 11/2019

So sparen Sie bei der Kfz-Versicherung

Die meisten Autobesitzer bekommen in diesen Tagen wieder Post von ihrer Kfz-Ver­sicherung. Bis zum 30.11. besteht noch die Chance, eine hohe Rechnung zu verhindern. Wer zu einem günstigeren Anbieter wechselt, kann durchaus mehrere Hundert Euro sparen. Doch beim Vergleich sollten Sie auf einige Dinge achten, damit am Ende das Gesamt­paket auch stimmt.

So sparen Sie bei der Kfz-Versicherung

Rund 28 Milliarden Euro ließen sich die Deutschen im vergangenen Jahr ihre Kfz-Versicherungen kosten. Davon entfielen 16,5 Milliarden Euro auf die obligatorische Kfz-Haftpflichtversicherung. Weitere 9,7 Milliarden Euro flossen in die Vollkasko-, die übrigen 1,7 Milliarden Euro in die Teil­kasko­versicherung. 28 Milliarden Euro sind eine enorme Summe; bei so hohen Beträgen gibt es aber auch für den einzelnen Versicherten konkret eine Menge Potenzial, Geld zu sparen – wenn man es geschickt anstellt. Um herauszufinden, ob man für die eigene Versicherung möglicher­weise viel zu viel bezahlt, sollte man drei Dinge prüfen:

  1. Entsprechen die Leistungen im Vertrag überhaupt dem Bedarf, den ich absichern muss?
  2. Kann ich den gewünschten Schutz anderswo auch günstiger bekommen?
  3. Und hält das Versicherungsunternehmen den versprochenen Service?

Kfz-Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko?

Einer der größten Hebel für Einsparungen ist die Art der Versicherung. An der Kfz-Haftpflicht kommen Sie nicht vorbei, denn sie ist gesetzlich vorgeschrieben und übernimmt Schäden, die Sie bei anderen Verkehrsteilnehmern zu verantworten haben. Bei der Frage „Vollkasko oder Teilkasko?“ sieht die Antwort weniger eindeutig aus. Die Teilkasko schützt Sie gegen eine Reihe von Situationen, in die Sie ohne eigenes Verschulden geraten können: Ihnen läuft ein Reh vors Auto; ein Hagelschauer macht die Frontscheibe kaputt; das Auto wird geklaut. Die Vollkasko beinhaltet alle Leistungen der Teilkasko und zahlt zusätzlich bei Vandalismus sowie bei Schäden, die Sie selbst verursacht haben.

Aufgrund der Extra-Leistungen ist die Vollkasko teurer als die Teilkasko. Daher sollten Sie überlegen, ob Sie die Extra-Leistungen wirklich benötigen. Bei Neuwagen ist die Vollkasko in der Regel der sinnvollste Schutz; finanzieren Sie das Auto über einen Bankkredit oder per Leasing, ist sie sowieso vorgeschrieben. Auch bei älteren Autos kann sie sich lohnen: zum Beispiel, wenn man einen größeren Schaden nicht allein bezahlen kann oder nach einem selbstverschuldeten Totalschaden nicht das Geld hat, sich ein gleichwertiges Auto zu kaufen. Die Faustregel lautet aber: Ist das Auto älter als fünf Jahre, lohnt sich meist der Wechsel von der Voll- auf die Teilkasko.

Dabei ist entscheidend, wie hoch die Ersparnis bei den Prämien ausfällt. Unter Umständen kann es sogar sein, dass die Vollkasko günstiger wird als die Teilkasko. Wer bereits etliche Jahre unfallfrei gefahren ist (oder einen Rabattschutz in Anspruch nehmen konnte, so dass nach einem Schaden die Prämie sich nicht erhöhte), wurde jedes Jahr in eine gute Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) hochgestuft. Dadurch gewährt die Versicherung einen immer größeren Nachlass auf die Prämie, was im Endeffekt dazu führt, dass die Prämie für die Vollkasko irgendwann unter die der Teilkasko rutscht. Denn bei der Teilkasko gibt keine SF-Klassen. Der Beitrag bleibt immer relativ gleich.

Bei sehr alten Autos kann es durchaus sinnvoll sein, sich ganz auf die Kfz-Haftpflichtversicherung zu beschränken. Aber auch hier kommt es auf die persönliche Situation und den Absicherungsbedarf an.

Werkstattbindung, Fahrerkreis und Fahrleistung

Eine weitere Stellschraube für einen guten Preis ist die Selbstbeteiligung. Wer im Schadenfall in der Vollkasko 300 Euro und in der Teilkasko 150 Euro allein bezahlt, kann die Prämie um bis zu 20 Prozent reduzieren. Bei einem höheren Selbstbehalt sinkt die Prämie weiter. Auch unfallfreies bzw. rücksichtsvolles Fahren zahlt sich mitunter aus. Bei CosmosDirekt erhalten Kunden auf die Selbstbeteiligung eine Gutschrift von 50 Euro pro Jahr, wenn sie schadenfrei bleiben. Einen ordentlichen Nachlass bringt auch die Werkstattbindung. Hier bestimmt der Versicherer, in welcher Werkstatt das Auto repariert wird. Allerdings: Bei Leasing oder Finanzierungen dürfen Reparaturen meist nur von Markenwerkstätten der Autohersteller vorgenommen werden. Da die Versicherungen aber häufig mit freien Werkstätten kooperieren, sollten Sie vor einem Versicherungswechsel überprüfen, ob es autorisierte Partnerwerkstätten in Ihrer Nähe gibt.

Eine häufig unterschätzte Angabe ist der Fahrerkreis: Je mehr Personen das Auto nutzen dürfen, desto teurer wird die Versicherung. Schauen Sie sich daher genau den Personenkreis an, der das Auto im neuen Jahr fahren darf. Sind die Kinder gerade ausgezogen oder haben sich ein eigenes Auto gekauft – dann schränken Sie den Fahrerkreis auf Ihren Ehepartner und sich ein! Das Gleiche gilt für Laufleistung des Autos. Diese sollte ebenfalls realistisch sein und sich am voraussichtlichen Bedarf orientieren. Wer beispielsweise 2020 nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fährt, sondern vor allem Bus und Bahn nutzen wird, kann die Laufleistung und damit den Preis reduzieren.

Versicherungsschutz sollte aktuellen Standards entsprechen

Wenn Sie die Leistungen innerhalb eines bestehenden Vertrags anpassen, bietet dies einiges Potenzial für Preissenkungen. Andererseits sehen Sie erst durch einen Anbietervergleich, wo weitere Einsparmöglichkeiten bestehen, ohne auf die gewünschten Leistungen verzichten zu müssen. Allerdings sollten Sie nicht ausschließlich nach dem Preis gehen, sondern auch darauf achten, dass der Versicherungsschutz aktuellen Standards entspricht. Das ist insbesondere wichtig, wenn Ihre derzeitige Versicherung schon etwas in die Jahre gekommen ist. Erst durch einen Wechsel kommen Sie in den Genuss von mehr Komfort und neuen Konditionen, die Ihr alter Vertrag noch gar nicht bieten konnte.

Bei der Kfz-Haftpflicht geht man heutzutage beispielsweise von einer Deckungssumme von pauschal 100 Millionen Euro für Sach- und Personenschäden (pro Schadenfall) aus. Enthalten sein sollte zum einen die „Mallorca-Police“, die den Versicherungsschutz für Mietwagen im europäischen Ausland erhöht, zum anderen der „Verzicht der Einrede grober Fahrlässigkeit“. Ansonsten könnte die Versicherung den Schutz einschränken, wenn Sie bei Rot über die Ampel fahren und einen Unfall verursachen. Neue Teilkasko-Policen sichern neben Marderbissen auch alle Folgeschäden ab. Und gute Versicherungen schützen nicht nur bei Unfällen mit Rehen, Hirschen oder Wildschweinen, sondern mit Tieren aller Art, zum Beispiel auch mit Schafen oder Kühen.

Auf Servicequalität der Versicherung achten

Außer auf die Konditionen und Leistungen sollten Sie beim Versicherungswechsel aber auch auf die Servicequalität des neuen Anbieters achten. Denn Dinge, die auf dem Papier oder Bildschirm toll klingen, können sich in der Praxis als ziemlich ärgerlich erweisen – etwa wenn der Versicherer die Abwicklung eines Schadens durch langwierige Prüfungen hinauszögert. Weitere wichtige Punkte in dieser Hinsicht sind etwa ein ausgewogenes Verhältnis von Preis und Leistung, eine hohe Qualität in der Beratung, eine verständliche Kommunikation mit dem Kunden, ein freundlicher und hilfsbereiter Kundenservice sowie eine unkomplizierte Abwicklung, falls es doch einmal zu einem Schaden kommt.

Wenn Sie bis zum 30.11. zur Autoversicherung von CosmosDirekt wechseln, müssen Sie sich um all diese Punkte keine Sorgen machen. Wir sind zum 6. Mal – in Folge! – zu Deutschlands beliebtestem Kfz-Versicherer gekürt worden. Und zwar von der wahrscheinlich härtesten Jury der Welt: unseren Kunden. Bei der aktuellen Studie, die das Marktforschungsunternehmen DISQ im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv durchgeführt hat, erzielten wir in nahezu allen Bereichen – Konditionen, Service, Preis-Leistungs-Verhältnis und Bereitschaft zur Weiterempfehlung – den Spitzenplatz. Der Gesamtsieg ist für uns Lob – und gleichermaßen Motivation, allen Kunden auch in Zukunft den besten Schutz und Service anzubieten.

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