CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 12/2015
Sicher durch den Winter

Der Winter lockt nicht nur mit Schneevergnügen, sondern hält auch einige Gefahren und Pflichten bereit. Hier erfahren Sie, wie Sie sich schützen können und welche Räum- und Streupflichten bestehen!

Damit Sie bei Schnee und Eisglätte mit Ihrem Auto nicht ins Schleudern geraten, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor dem Wintereinbruch Winterreifen aufzuziehen. Bei winterlichen Verhältnissen ist dies sogar Ihre Pflicht! Wer mit Reifen ohne M+S-Kennzeichnung (Matsch und Schnee) erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Bei einem Unfall erhöht sich das Bußgeld sogar auf 120 Euro. Zudem kann die Kfz Versicherung dem Fahrer auch eine Teilschuld auferlegen, wenn er selbst der Geschädigte ist, und die Leistungen kürzen.

Bahn frei – die winterliche Räum- und Streupflicht

Glatteis und Schnee sind jedoch nicht nur für Autofahrer höchst gefährlich, sondern auch für Fußgänger. Es muss also dafür Sorge getragen werden, dass die Gehsteige gefahrlos passierbar bleiben. Grundsätzlich ist die Gemeinde oder Stadt für den Winterdienst auf öffentlichen Gehwegen zuständig. Diese übertragen ihre Räum- und Streupflicht allerdings meist auf die Hauseigentümer, die diese Aufgabe nun ihrerseits an professionelle Unternehmen, den Hausmeister oder auch die Mieter übertragen können. Wann, wo und wie genau geräumt oder gestreut werden muss, ist von Kommune zu Kommune unterschiedlich, meistens jedoch zwischen 7 und 20 Uhr. Am Wochenende darf etwa ein bis zwei Stunden später begonnen werden, wobei 20 Uhr als verpflichtender Endzeitpunkt bestehen bleibt. Aus Ruhegründen darf jedoch nicht vor sechs Uhr und nicht nach 22 Uhr geschippt werden, Ausnahmen gelten allerdings zum Beispiel für Gastwirte, die während ihrer Öffnungszeiten immer für freie Wege sorgen müssen.

Bei anhaltendem Schneefall muss sogar mehrfach am Tag zur Schneeschaufel bzw. zum Streugut gegriffen werden. Urlauber, Berufstätige und Kranke müssen in diesem Fall für eine Vertretung sorgen. Von der Räum- und Streupflicht betroffen sind die ans Grundstück grenzenden öffentlichen Gehwege und die Zugänge zum Hauseingang sowie die Wege zum Briefkasten, Müllcontainer oder Parkplatz, sofern vorhanden. Während die Gehwege auf etwa 1,20 Meter Breite freigeräumt werden müssen, so dass zwei Personen problemlos aneinander vorbeigehen können, genügt in den letztgenannten Fällen auch ein schmaler Bereich. Erkundigen Sie sich am besten auf der Website Ihrer Kommune, welche Räum- und Streupflichten an Ihrem Wohnort bestehen.

Streuen mit Splitt & Co

Zum Streuen kann Granulat, Splitt, Sand, Sägespäne oder anderes umweltverträgliches Streugut verwendet werden. Streusalz ist fast überall verboten, um sowohl die Umwelt als auch die empfindlichen Pfoten von Vierbeinern zu schützen. Wer es dennoch benutzt, muss mit einer Geldbuße rechnen. Werden die winterlichen Pflichten vernachlässigt und kommt eine Person deswegen zu Schaden, hat diese Anspruch auf Schadenersatz, auch wenn ihr bei Unaufmerksamkeit und zu geringer Vorsicht eine Mitschuld eingeräumt werden kann. In diesem Fall springt die private Haftpflichtversicherung ein, die alle Personen-, Sach- und Vermögensschäden übernimmt, die Sie oder mitversicherte Personen verursachen.
Die Haftpflichtversicherung hilft übrigens auch, wenn Ihre Kinder bei einer ausgelassenen Schneeballschlacht jemanden verletzen oder einen Sachschaden anrichten. Sollten Sie selbst ausrutschen und jemanden dabei so unglücklich mitreißen, dass er sich dabei verletzt oder Gegenstände zu Bruch gehen, ist diese Versicherung ebenso von Nutzen.

Gut geschützt in den eigenen vier Wänden

Doch auch im Haus lauern winterliche bzw. weihnachtliche Gefahren, zum Beispiel durch zugefrorene Wasserleitungen und brennende Adventskränze oder Weihnachtsbäume. Wenn durch einen Brand Einrichtungsgegenstände in Mitleidenschaft gezogen werden, springt die Hausratversicherung ein und ersetzt diese zum Neuwert. Diese Versicherung ist auch zuständig, wenn der Hausrat durch Überschwemmungen in Folge von zugefrorenen und wieder aufgetauten Rohren oder Rohrbrüchen beschädigt wird. Für Schäden, die dadurch am Haus entstehen, muss hingegen auf die Wohngebäudeversicherung zurückgegriffen werden. Übrigens sind in dieser nicht nur die Folgeschäden, sondern auch Schadenabwendungs- und Schadenminderungskosten mitversichert, die beispielsweise entstehen, wenn ein Installateur die vereiste Wasserleitung professionell wieder auftaut.

Sicher durch den Winter

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