CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 12/2016
Was ist eine Hausratversicherung?

Hell leuchtet der Christbaum, in der Pyramide drehen die Figuren ihre Runden, das Räuchermännchen kokelt vor sich hin. Weihnachten ist das Fest der heimeligen Stimmung – und die Zeit im Jahr mit der größten Brandgefahr. Ein Moment der Unachtsamkeit genügt, und schon geht der Adventskranz in Flammen auf, der Tannenbaum fängt Feuer.

Was viele gern verdrängen: Ein Wohnungsbrand bedroht nicht nur Leben, er vernichtet auch enorme Werte. Dagegen schützt nur eine Hausratversicherung. Unverzichtbar ist die Police auch, da sich vor und während der Festtage Einbruchdiebstähle häufen.

Jedes Jahr im Dezember schnellt die Zahl der Brände nach oben. 2014 wurden 11.000 sogenannte „Adventsbrände“ registriert, meldete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Diese Brände haben einen Gesamtschaden von rund 25 Millionen Euro verursacht. Selbst der Umstieg auf elektrische Weihnachtsbeleuchtung hat daran nichts geändert. Denn auch Lichterketten können heiß werden oder defekt sein und so Brände auslösen.

In der Weihnachtszeit ist die Hausratversicherung eine unverzichtbare Police

Ob umgekippte Kerze oder durchgeschmorte Steckdose: Die Hausratversicherung zahlt bei Schäden durch Feuer, das sich definitionsgemäß „selbstständig ausgebreitet hat, oder wenn der Brandschaden außerhalb des bestimmungsgemäßen Feuerherdes entstanden ist, ihn verlassen hat oder sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag“, wie zum Beispiel das Feuer eines Kamins. Sengschäden werden dagegen nicht versichert. Dabei handelt es sich zum Beispiel um die kleinen Brandlöcher, die eine Wunderkerze auf dem Teppich oder Sofa hinterlassen kann. Auch Rußflecken auf der Tapete hinter einem Kerzenständer zählen nicht als Brandschäden.

Ist der Brandschaden unabsichtlich entstanden, wird er ersetzt. Vorsätzliche Beschädigungen und Brandstiftung sind ausgeschlossen. Problematisch ist auch grobe Fahrlässigkeit: beispielsweise, wenn jemand die Kerzenstumpen auf dem Adventskranz im Wohnzimmer für längere Zeit unbeaufsichtigt gelassen hat, weil er in der Küche den Festtagsbraten zubereiten wollte. Mit der nötigen Aufmerksamkeit hätte der Wohnungsbrand verhindert werden können. Wem eine Mitschuld am Brand nachgewiesen werden kann, muss unter Umständen einen Teil der Kosten oder gar alles allein tragen. Einige Versicherungen verzichten aber bis zu einer bestimmten Schadenhöhe auf den „Einwand der groben Fahrlässigkeit“ – das heißt: Sie prüfen nicht, ob der Schaden grob fahrlässig verursacht wurde.

Hausratversicherung kommt auch bei Einbruch und Raub für den Schaden auf

Die Tage rund um Weihnachten sind aber nicht nur eine Zeit, in der die Zahl der Brände steigt. Sie sind auch Hochsaison für Einbrecher. Die Gelegenheit ist günstiger als im Sommer. Am späten Nachmittag, wenn es langsam dunkel wird, oder am Samstag, wenn die Familie Geschenke kauft, schlagen sie zu. Viele Menschen bewahren zudem in der Vorweihnachtszeit mehr Bargeld zu Hause auf, zum Beispiel weil sie das Geld an Kinder oder Enkel verschenken wollen.

Während der Einbruchdiebstahl zum Standardschutz der Hausratversicherung gehört, ist Taschendiebstahl nicht abgesichert. Das heißt: Entwendet jemand auf dem Weihnachtsmarkt unbemerkt Ihr Smartphone, erhalten Sie kein Geld von der Versicherung. Anders sieht es beim Straßenraub aus: Wenn Ihnen etwas gewaltsam gestohlen wird, ist dies über die Außenversicherung bis zu bestimmten Entschädigungsgrenzen abgedeckt. Diese schützt Ihr Hab und Gut weltweit auf Reisen, zum Beispiel auch dann, wenn Sie mit der Familie in den Weihnachtsurlaub fahren und in Ihr Hotelzimmer eingebrochen wird.

Wie bestimme ich die richtige Versicherungssumme?

Neben den Schäden an Gegenständen in Ihrer Wohnung ersetzt die Hausratversicherung auch Schäden, die beispielsweise durch das Löschwasser der Feuerwehr entstehen. Damit es im Schadenfall nicht zu einer bösen Überraschung kommt, muss die Versicherungssumme dem tatsächlichen Wert des Hausrats entsprechen. Dabei kann man sich leicht verschätzen, denn im Laufe der Jahre kommt so einiges an Möbelstücken, elektronischen Geräten oder teurem Schmuck zusammen. In vielen Fällen steigt in der Weihnachtszeit der Wert des Hausrats sprunghaft an, wenn unter dem Christbaum eine neue Spielekonsole, ein edles Smartphone oder eine wertvolle Armbanduhr liegt.

Setzt man den Wert des Hausrats zu niedrig an, kann der Versicherer die Leistungen wegen einer Unterversicherung kürzen – sogar dann, wenn der eigentliche Schaden unter der versicherten Obergrenze liegt. Bei einem Tarif mit einem Unterversicherungsverzicht erspart man sich den Ärger. Hierbei wird die Versicherungssumme meist pauschal ermittelt, indem man die Wohnungsgröße (in Quadratmetern) mit 650 Euro multipliziert. Liegt der tatsächliche Wert des Hausrats weit darüber, kann man auch im Einzelfall eine höhere Versicherungssumme vereinbaren. Dann sollte man aber eine genaue Aufstellung aller Dinge in allen Zimmern seiner Wohnung anfertigen.

So gelingt das schadenfreie Weihnachtsfest

Sollte es zu einem Brand oder einem Einbruch in der Weihnachtszeit kommen, schützt Sie die Hausratversicherung vor den finanziellen Folgen. Noch besser ist es allerdings, es nicht so weit kommen zu lassen: Lassen Sie Kerzen nur unter Aufsicht brennen, stellen Sie den Adventskranz auf eine feuerfeste Unterlage und benutzen Sie feuerfeste Kerzenhalter. Achten Sie außerdem darauf, dass der Tannenbaum noch nicht nadelt, wenn Sie ihn aufstellen, und versorgen Sie ihn immer gut mit Wasser. Als Alternative zu Wachskerzen können Sie eine elektrische Christbaum-Beleuchtung verwenden. Und verschließen Sie immer Türen und Fenster fest, wenn Sie die Wohnung verlassen.

CosmosDirekt wünscht Ihnen ein gesegnetes und schadenfreies Weihnachtsfest.

Was ist eine Hausratversicherung?

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