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Ausgabe 12/2016
Auswege aus der Zinsfalle

Die Niedrigzinsphase dauert bereits lange an. Sie macht es schwierig, attraktive Anlageformen zu finden. Was lohnt sich heutzutage noch? Ein Überblick.

Wer momentan sein Geld anlegen will, muss es breit streuen. Als beste Strategie für eine möglichst sichere und lukrative Geldanlage empfiehlt es sich, Kapital über verschiedene Produkt- und Anlageklassen sowie Laufzeiten hinweg zu investieren. So lassen sich Risiken reduzieren und Renditen erwirtschaften. Doch um einen ausgewogenen Mix zu erhalten, sollte man die Vor- und Nachteile der verschiedenen Finanzprodukte kennen.

Tagesgeld und Festgeld

Sowohl Tages- als auch Festgeld gehören – wie das Sparbuch – zu den sicheren Geldanlagen. Denn sie werden von der gesetzlichen Einlagensicherung geschützt. Das gilt nicht nur für deutsche Banken, sondern für alle Finanzinstitute, die ihren Sitz in einem EU-Land haben. In jedem Mitgliedsstaat greifen entsprechende nationale Gesetze. Pro Bank und Kunde werden bis zu 100.000 Euro im Fall einer Bankenpleite abgesichert, je nach Bank und dem Land auch darüber hinausgehende Beträge. In Deutschland gewährt die freiwillige Einlagensicherung der Banken zusätzlichen Schutz.

Über Tagesgeld kann man täglich verfügen. Die Zinssätze liegen aktuell unter 1 Prozent, meist befinden sie sich deutlich darunter. Sie können auch nach wenigen Monaten relativ schnell sinken. Zumindest eignet sich ein Tagesgeldkonto als Notfallkonto – ungefähr das Zwei- bis Dreifache des Nettoeinkommens sollte dann als eiserne Reserve darauf geparkt sein. Für Festgeld zahlen die Banken etwas mehr Zinsen: Die Sätze liegen zwischen 0,5 und 1,3 Prozent und bleiben die gesamte Laufzeit über konstant. Doch währenddessen – in der Regel zwischen 6 Monate und 5 Jahre – kann man nicht an das Geld heran.

Aktien und Investmentfonds

Die Investition in einzelne Aktien ist immer eine Spekulation und mit einer unsicheren Entwicklung verbunden. Ein euphorischer Beginn kann schnell zu einer verlustreichen Ernüchterung führen. Noch bis heute gilt der rapide Absturz der Telekom-Aktien zwischen 2001 und 2002 vielen Kleinanlegern als traumatische Erfahrung. Bei Investments in Einzelaktien zählen daher fundierte Sachkenntnis und Erfahrung. Fonds investieren dagegen in eine Vielzahl verschiedener Aktien, sodass die Kursgewinne der einen die Verluste der anderen mindestens ausgleichen, wenn nicht sogar übertreffen können.

Unterschieden wird zwischen aktiv gemanagten Fonds und sogenannten Exchange Traded Funds (ETF). Gerade die ETFs sind für viele Anleger besonders interessant. Sie bilden die Zusammensetzung eines bestimmten Aktienindex‘ einfach ab, zum Beispiel von DAX, Dow Jones oder des internationalen Index‘ MSCI World. Dadurch sind ETFs in der Regel recht günstig, denn es entstehen keine Kosten durch das Umschichten von Aktientiteln. Viele aktiv gemanagte Fonds werben damit, dass sie den Indexwert übertreffen – für diesen Erfolg muss man aber auch mit zusätzlichen Gebühren rechnen.

Offene Immobilienfonds

Seit einigen Jahren sind offene Immobilienfonds wieder stark im Kommen. Sie versprechen eine Investition in einen Sachwert; darüberhinaus können viele Fonds Renditen zwischen 2 und 3 Prozent pro Jahr vorweisen. Allerdings spielen Wohngebäude und Eigentumswohnungen nur eine Nebenrolle, hauptsächlich investieren die Fonds in gewerbliche Immobilien wie Bürogebäude oder Shopping-Malls. Kunden müssen langfristig engagiert sein: Viele Fonds schreiben eine Haltefrist von mindestens zwei Jahren und eine Kündigungsfrist von einem Jahr vor.

Edelmetalle

Vor allem Gold, aber auch Silber oder Platin gelten als der perfekte Inflationsschutz. Doch die Kapitalanlage in Edelmetalle hat ihre Tücken: Anders als eine Aktie bringt Gold grundsätzlich keine Dividenden oder Zinsen ein. Das heißt: Gewinne können nur über Kurssteigerungen erzielt werden. Dadurch bleiben Edelmetalle, insbesondere Gold, eine sehr riskante Investition. Nachdem es 10 Jahre lang nur nach oben ging und der Goldkurs im Juli 2011 einen Spitzenwert von 1.920 US-Dollar pro Feinunze erreichte, brach er im Frühjahr 2013 dramatisch ein. Bis Ende 2015 fielen die Goldpreise auf einen Tiefstwert von etwa 1.050 US-Dollar. Aktuell liegt der Goldkurs bei etwa 1.200 US-Dollar pro Feinunze, rund 37,5 Prozent unterhalb des Allzeithochs aus dem Jahr 2011.

Einmal im Jahr die Finanzen überprüfen

Auch, wenn manche das gern vermeiden würden: Einmal im Jahr sollte man seine Finanzen auf den Prüfstand stellen: Hat sich an meiner persönlichen Situation etwas geändert? Haben sich meine finanziellen Ziele geändert? Entsprechen die vorhandenen Anlageformen immer noch meinen Bedürfnissen? Gegebenenfalls ist eine Anpassung nötig. Nur ein allzu häufiges Hin und Her sollte man vermeiden – das treibt nur die Kosten in die Höhe.

Tipp:
Bei CosmosDirekt finden Sie nicht nur den passenden Versicherungsschutz, sondern auch attraktive Angebote für eine dynamische Geldanlage. Beim Flexiblen VorsorgeKonto erhalten Sie bereits ab dem ersten Euro Zinsen. In den ersten drei Jahren werden die Zinssätze garantiert, ab dem 4. Jahr bekommen Sie einen Treuebonus.

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