Ausgabe 12/2018
Ohne Panne auf die Piste

Auf dem Dach die Skier, im Kofferraum die ganze Ausrüstung und das Gepäck: Wer in den Winterurlaub fährt, nimmt meistens das Auto. Mit unseren Tipps kommen Sie stressfrei ins Skigebiet.

Bevor es losgeht, steht ein Winter-Check des Autos an. Die wichtigste Frage lautet: Sind die Winterreifen aufgezogen? In Deutschland besteht eine situative Winterreifenpflicht. Das bedeutet, dass das Auto bei Schneefall oder vereister Fahrbahn nur mit Winterreifen bewegt werden darf; Sommerreifen sind verboten. Überprüfen Sie gleich auch die Profiltiefe Ihrer Winterreifen. In manchen Urlaubs- oder Transitländern sind die Anforderungen strenger als bei uns: Während auf deutschen Straßen die Reifen eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern aufweisen müssen, sind es in Tschechien und Österreich 4 Millimeter. Kontrollieren Sie auch, ob der Reifendruck stimmt!

In Österreich herrscht ebenfalls eine situative Winterreifenpflicht, bei durchgängiger Schneedecke müssen Schneeketten verwendet werden. In der Schweiz können die Kantone für bestimmte Straßen Winterreifen vorschreiben, achten Sie daher auf die entsprechenden Verkehrsschilder. In Italien treffen die Provinzen lokale Regelungen: So besteht für Südtirol (Brennerautobahn bis Affi, Aosta-Tal) zwischen dem 15. Oktober und dem 15. April eine allgemeine Winterreifenpflicht. Zusätzlich müssen Sie Schneeketten mitführen, je nach Strecke kann deren Benutzung ebenfalls per Verkehrsschild vorgeschrieben sein. Eine Übersicht finden Sie hier.

Zudem sollten Sie überprüfen, ob die Lichtanlage (Scheinwerfer, Bremslichter, Blinker usw.) ordnungsgemäß funktioniert. Und füllen Sie auch die Scheibenwischanlage mit einem geeigneten Frostschutzmittel nach (Schutz bis -25 °C). Denken Sie auch daran, dass in einigen Ländern, zum Beispiel Italien oder Frankreich, für die Benutzung von Autobahnen oder Tunneln eine Maut fällig wird. Für Österreich und die Schweiz müssen Sie in jedem Fall eine Vignette kaufen.

Ski und Gepäck sicher verstauen

Wer Skier, Snowboard oder Schlitten mit in den Winterurlaub nimmt, sollte alles während der Autofahrt gut verstauen. Bei Ausweich- und Bremsmanövern werden sie sonst zu Geschossen, die die Insassen oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Für Skier oder Snowboards sollten Sie einen entsprechenden Dachträger verwenden. Damit die Wintersportgeräte nicht verrutschen, sichern Sie sie am besten mit Spanngurten. Gummibänder sind nicht empfehlenswert, da diese sich während der Fahrt lockern können. Eine Alternative sind abschließbare Dachboxen mit Antirutschmatten und Sicherungsgurte.

Achten Sie beim Beladen auf die maximale Dachlast Ihres Autos (in der Gebrauchsanleitung zu finden) und die vom Hersteller angegebene Höchstlast von Box oder Träger. Gerade bei den großvolumigen Dachboxen (Fassungsvermögen: 400 bis 500 Liter) verschätzt man sich leicht, häufig lassen sich nur 50 bis 75 Kilogramm zuladen. Ansonsten verlagert sich der Schwerpunkt des Fahrzeugs zu weit nach oben, sodass es in Kurven und beim Ausweichen ins Schleudern geraten kann. Schwere Koffer gehören daher in den Kofferraum und nicht aufs Dach. Bei Skiern sollte die Spitze nach hinten zeigen; der Luftwiderstand fällt dann geringer aus.

Wichtiges Zubehör im Auto

Um Ihr Auto am Urlaubsort von Eis und Schnee zu befreien, gehören Eiskratzer, Handbesen und Enteiserspray sowie eine Frostschutzmatte (für die Windschutzscheibe) ins Gepäck. Ein Starterkabel ist auch sinnvoll, falls sich die Autobatterie bei Minusgraden im Skigebiet entlädt. Ein Warndreieck und eine Warnweste müssen Sie auch in Deutschland immer mit sich führen – in einigen Ländern ist es aber vorgeschrieben, dass alle Insassen im Notfall eine eigene Warnweste anziehen. Auch Schneeketten sollten Sie für Notfälle immer mitnehmen. Am besten üben Sie zu Hause, wie sie an den Rädern befestigt werden.

Sinnvolle Versicherungen

Wer in den Urlaub fährt, sollte auf keinen Fall den richtigen Versicherungsschutz vergessen. Führt die Reise in Nachbarländer wie Österreich oder Tschechien, Italien oder die Schweiz, ist der Abschluss einer Reisekrankenversicherung empfehlenswert. Sie übernimmt, zum Beispiel nach einem Skiunfall, die Kosten für ambulante und stationäre Behandlungen vor Ort, sorgt aber auch für einen Rücktransport des Kranken nach Hause. Und ein Schutzbrief ist sinnvoll, da er bei einer Autopanne schnelle und unkomplizierte Hilfe sicherstellt. Sie können ihn zusätzlich zur Autoversicherung abschließen.

Noch ein Tipp: In der meinCosmosDirekt-App können Sie jederzeit bestimmte Merkmale in Ihrem Kfz-Versicherungsvertrag anpassen. So haben Sie hier z. B. die Möglichkeit, für die Urlaubszeit einen zusätzlichen Fahrer kostenlos hinzufügen.

Gut vorbereitet und ausgerüstet steht dem erholsamen Winterurlaub im Schnee nichts mehr entgegen. Wir wünschen viel Vergnügen auf der Piste!

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