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Ausgabe 02/2015
Tipps zum Steuersparen

Auch dieses Jahr werden wieder viele Steuerzahler dem Finanzamt unwissentlich Geld schenken, weil sie auf eine freiwillige Steuererklärung verzichten. Hier erfahren Sie, für wen sich die Mühe lohnt!

In den meisten Fällen führt die Abgabe einer freiwilligen Steuererklärung zu einer Rückerstattung. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes bekommen Steuerpflichtige im Schnitt 823 Euro vom Finanzamt1 zurück. Da viele dies jedoch nicht wissen, kassiert der Fiskus jährlich rund eine Milliarde Euro zu viel ein. Wer handelt, kann also kräftig Steuern sparen – sogar noch rückwirkend. Denn im Gegensatz zu denen, die zu einer Abgabe verpflichtet sind und dies bis Ende Mai des Folgejahres tun müssen, haben „Freiwillige“ dafür vier Jahre lang Zeit. Wer Hilfe beim Ausfüllen braucht, kann entweder eine entsprechende Steuersoftware nutzen oder sich an den nächstgelegenen Lohnsteuerhilfeverein wenden – beides ist relativ kostengünstig.

Wer Grenzen überschreitet, erhält Geld zurück!

Eine freiwillige Steuererklärung ist in jedem Fall sinnvoll, wenn Ihre Werbungskosten die 1.000-Euro-Grenze übersteigen, z. B. durch eine doppelte Haushaltsführung, Ausgaben für Fort- und Weiterbildungen sowie Umschulungen oder einen berufsbedingten Umzug. Auch beim Überschreiten des Pauschalbetrags für Sonderausgaben gibt’s Geld zurück. Für Singles liegt dieser Betrag bei 36 Euro im Jahr, für Verheiratete bei 72 Euro. Darunter fallen unter anderem Aufwendungen für die Kirchensteuer, die Kinderbetreuung, die Berufsausbildung, die Krankenversicherung und Spenden. Zu den wichtigsten Sonderausgaben zählen zudem Aufwendungen für die private Rentenversicherung. In der Steuererklärung für das Jahr 2014 können 78 % aller eingezahlten Beiträge bis zu einem Höchstbetrag von 20.000 bzw. 40.000 Euro (Singles/Verheiratete) für eine Rürup- bzw. Basisrente abgesetzt werden. Bei Riester-Sparern richtet sich die Höhe der steuerlichen Ersparnis nach dem Einkommen, dem Familienstand und der Anzahl der Kinder. Maximal können pro Jahr 2.100 Euro abzüglich der Zulagen steuerlich geltend gemacht werden.

Zudem werden auch außergewöhnliche Belastungen wie Scheidungs-, Krankheits- und Beerdingungskosten, behinderungsbedingte Kosten, Pflegekosten für die Eltern, Kinder oder nicht ehelichen Partner etc. steuerlich berücksichtigt. Diese Kosten müssen allerdings über dem zumutbaren Eigenanteil liegen, der individuell ermittelt wird. Auch wenn sich im laufenden Jahr in Ihrer Familie etwas verändert hat (wie Geburt oder Ausbildungsbeginn eines Kindes, Heirat oder Verpartnerung), kann die Abgabe der Steuererklärung sinnvoll sein.

Schneller ans Geld

Dank des Lohnsteuer-Ermäßigungsverfahrens haben Sie übrigens die Möglichkeit, sich ein höheres Nettoeinkommen zu sichern. Wer bis Ende November des laufenden Jahres einen Freibetrag für Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen beim Finanzamt beantragt, muss weniger Lohnsteuer zahlen. Das Finanzamt berechnet auf Grundlage der voraussichtlichen Aufwendungen die zu erwartende Steuerermäßigung und trägt diesen Betrag auf der Lohnsteuerkarte ein. Anschließend ermittelt der Arbeitgeber dann unter Beachtung des Freibetrages die Lohnsteuerabzüge für den Rest des Jahres. Ausgaben, die Ihre Steuerlast mindern, werden also sofort berücksichtigt und nicht erst, nachdem Sie Ihre Steuererklärung abgegeben haben.

1 https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/Monatsausgaben/KurznachrichtenNovember10.html

Tipps zum Steuersparen

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