Ausgabe 02/2017
Wo Rauch ist, ist Feuer

Rauchmelder retten Leben. In Neubauten sind sie bundesweit Pflicht, bei Altbauten laufen die Übergangsfristen bald aus. Riskiert man den Versicherungsschutz, wenn man gegen die Bestimmungen verstößt?

Politiker, Feuerwehren und Versicherungsexperten sind sich einig: Rauchmelder können Menschenleben retten. Sie tragen dazu bei, dass immer weniger Menschen an den Folgen eines Brandes oder einer Rauchvergiftung sterben. Seit 1990 hat sich die Anzahl der Brandtoten halbiert, zuletzt wurden weniger als 400 Opfer gemeldet1. Dabei sterben die meisten nicht an den Folgen von Verbrennungen, sondern infolge einer Rauchvergiftung. Das Fatale: Nachts ist die Gefahr am größten. Denn Schlafende bemerken nicht den giftigen Brandrauch. Nach wenigen Atemzügen werden sie bewusstlos und ersticken, ohne eine Chance zu haben, sich in Sicherheit zu bringen. Der Hörsinn hingegen bleibt auch beim Schlafen aktiv – und das nutzt der Rauchmelder aus.

Rauchmelder in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren vorgeschrieben

Wenn der Sensor des Rauchmelders den Rauch eines Hausbrandes registriert, schlägt das Gerät akustisch Alarm. Sein Signalton hat eine Lautstärke von 85 Dezibel und ist damit so laut wie eine motorbetriebene Kettensäge. Da der Rauchmelder Brände bereits frühzeitig bemerkt, werden die Bewohner schnell genug geweckt, um sich in Sicherheit zu bringen. So kann auch schneller die Feuerwehr verständigt werden, wodurch sich unter Umständen auch das Ausmaß des Schadens begrenzen lässt. Vorrang hat allerdings immer die Rettung von Leben. Daher müssen Rauchmelder an besonders kritischen Punkten installiert sein. Angebracht werden muss jeweils ein Gerät in allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren oder Treppen, die als Rettungswege genutzt werden.
Verantwortlich für die Installation von Rauchmeldern ist in der Regel der Eigentümer der Wohnung oder des Einfamilienhauses. Vermieter dürfen die Kosten für den Einbau aber auf die Mieter umlegen. Allerdings darf die jährliche Nettokaltmiete maximal um 11 Prozent der Anschaffungskosten erhöht werden. Die Frage, ob eventuelle Wartungskosten als Betriebskosten umgelegt werden dürfen, ist noch offen. Für gehörlose und hörgeschädigte Menschen wurden spezielle Rauchmelder entwickelt. Sie wecken die schlafende Person nicht mit einem Piepton, sondern zum Beispiel mit Lichtblitzen und Vibrationen. Vermieter müssen diese teureren Geräte nicht kaufen, der Mieter kann sich die Kosten aber von seiner Krankenkasse erstatten lassen.

Was passiert, wenn sich der Eigentümer nicht an die Einbaupflicht hält?

Hält sich der Vermieter nicht an die Einbaupflicht, drohen je nach Bundesland zum Teil empfindliche Bußgelder. Allerdings werden wahrscheinlich flächendeckende Kontrollen durch die zuständigen Behörden oder Feuerwehren nicht stattfinden. Bemerkt aber der Schornsteinfeger bei seinem jährlichen Termin einen Melder ohne das CE-Sicherheitszeichen, droht eine Strafe. Der Versicherungsschutz durch die Gebäude- oder Hausratversicherung ist aktuell nicht gefährdet. Doch sollte der Eigentümer nach Ablauf der Übergangsfristen seiner Einbaupflicht immer noch nicht nachgekommen sein, könnte der Versicherer im Einzelfall Leistungen kürzen. Denn im Versicherungsvertrag wird meist die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften vom Versicherten gefordert. Ist der Vermieter in seinen Mietwohnungen der Einbaupflicht nicht nachgekommen ist, ist es möglich, dass der Versicherer das Verhalten als grobe Fahrlässigkeit wertet. Bei einem Brand ist dann der Schutz durch die Gebäudeversicherung gefährdet, stellte das Amtsgericht Hamburg-Blankenese bereits im Jahr 2013 fest.

Eigentümer, Vermieter und Mieter gleichermaßen sollten die Rauchmelderpflicht ernst nehmen. Wer an den kritischen Punkten die Warngeräte installiert, schützt Menschenleben. Und wer bei CosmosDirekt eine Hausratversicherung abschließt, kann zudem sein Zuhause doppelt gegen Brandgefahr schützen. Zum Versicherungspaket im Comfortschutz-Tarif gehört ein Starter-Paket von devolo, mit dessen Hilfe der Einstieg in die innovative Smart-Home-Technologie möglich ist. Die Heimvernetzung ermöglicht die Steuerung der angeschlossenen Geräte per Smartphone – und kann auf Wunsch auch um intelligente Rauchmelder erweitert werden.

1 So die offizielle Statistik des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV)

Rauchmelder retten Leben

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