Ausgabe 03/2017
Tipps für den Autokauf

Wer einen Gebrauchtwagen sucht, sollte sich jetzt im Frühjahr umsehen. Doch überstürzen darf man es auch nicht. Mit unseren Tipps können Sie viel Geld sparen – und späteren Ärger vermeiden

Im vergangenen Jahr wechselten rund 7,4 Millionen Gebrauchtwagen den Besitzer. Für viele Käufer zählen dabei nicht nur Marke, Modell und Ausstattung. Sie möchten außerdem einen guten Preis erzielen. Da viele Gebrauchte jetzt im Frühjahr auf den Markt kommen, fallen aktuell die Preise nach dem Winterhoch wieder. Zudem finden sich mit steigenden Temperaturen auch wieder mehr Kaufwillige auf den Stellflächen der Gebrauchtwagenhändler ein. Solange es noch kühl und etwas regnerisch ist, kann man sich aber noch relativ ungestört umsehen. Ob man allerdings ein Fahrzeug findet, das sämtlichen eigenen Wünschen entspricht, bleibt abzuwarten.

Daher heißt die goldene Regel: Den Autokauf darf man nicht überstürzen. Zunächst sollte man sich klarmachen, was man eigentlich benötigt: Wie groß soll das Auto sein, welche Ausstattung möchte ich haben, wie viel Geld will ich ungefähr ausgeben? Haben Sie ein bestimmtes Modell im Blick, informieren Sie sich über typische Mängel. Prüfen Sie auch vergleichbare Fahrzeuge anderer Hersteller. Manche werden bei gleicher Ausstattung günstiger angeboten – oder sind bei gleichem Preis besser ausgestattet. Vor allem bei den großen Autokonzernen zeigt sich, dass Fahrzeuge von Schwestermarken sich technisch sehr ähneln, beim Preis aber teils deutlich auseinanderliegen. Den Preis für die Autoversicherung sollte man ebenfalls vorher überprüfen. Anhand des Modells und Fahrzeugalters kann man die Angebote verschiedener Versicherungen vergleichen – hier ergeben sich meist Preisdifferenzen von mehreren hundert Euro.

Achten Sie bei Besichtigung und Probefahrt auf alle Mängel

Unverzichtbar sind zudem eine gründliche Besichtigung – insbesondere bei privat angebotenen Fahrzeugen – und die Probefahrt. Roststellen, poröse Kabel sowie unterschiedliche Profiltiefen der Reifen auf der linken und rechten Fahrzeugseite – all dies sind Anzeichen dafür, dass der aktuelle Besitzer mit seinem Auto nicht sonderlich pfleglich umgegangen ist. Auch bei Ölflecken unter dem Fahrzeug oder einem frisch gewaschenen Motorblock sollten Sie misstrauisch werden. Falls Sie sich nur wenig mit Autos auskennen, lassen Sie sich von einem Freund mit automobilem Sachverstand begleiten. Oder Sie vereinbaren einen Schnellcheck in einer Werkstatt. Das kostet zwar etwas, schützt Sie aber vor unangenehmen Überraschungen.

Achten Sie während der Probefahrt auf ungewöhnliche Geräusche, zum Beispiel aus dem Motorraum. Testen Sie das Auto auch unter den späteren Bedingungen: Überprüfen Sie das Verhalten bei Beschleunigung und Abbremsen, fahren Sie eine Strecke durch die Stadt und über Land. Um während der Fahrt auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie und der Verkäufer zuvor eine Probefahrtvereinbarung unterschreiben. In dieser werden auch alle sichtbaren Schäden schriftlich festgehalten. Die Vereinbarung regelt ebenfalls, wie hoch die Kasko-Selbstbeteiligung des Kaufinteressierten bei einem Unfall ist, wie viele Kilometer man fahren darf und wer die Spritkosten übernimmt.

Eine geschickte Preisverhandlung zahlt sich meist aus

Sie sind überzeugt, dass das vor Ihnen stehende Fahrzeug das richtige ist? Dann kommt der Teil des Autokaufs, den viele als den schwierigsten empfinden: die Preisverhandlung. Nun heißt es, die Begeisterung zu verstecken, freundlich zu bleiben und sein Limit im Blick zu behalten. Einen Richtwert für faire Preise bietet die Schwacke-Liste. Gegenüber einem Privatverkäufer sollten Sie alle Mängel ins Spiel bringen, um den Preis zu drücken. Auch viele Gebrauchtwagenhändler sind bereit, einen Rabatt zu geben. Doch dieser muss nicht aus barem Geld bestehen. Weit verbreitet sind mittlerweile eher Zugaben wie ein zweites Set Reifen, ein Tankgutschein oder eine kostenlose Inspektion.
In den Kaufvertrag gehören die Personalien von Käufer und Verkäufer sowie Angaben zum Auto. Ist der Vertrag von beiden Seiten unterschrieben, erfolgt die Übergabe von Geld gegen Fahrzeug. Sie erhalten alle notwendigen Dokumente wie Zulassungsbescheinigung Teil 1 und Teil 2, Serviceheft und Prüfbericht der letzten Hauptuntersuchung. Sie müssen nun unverzüglich das Auto auf sich ummelden. Auch eine neue Kfz-Versicherung ist notwendig. Vergleichen Sie hier zuvor ebenfalls verschiedene Angebote. Haben Sie bereits eine Versicherung abgeschlossen – zum Beispiel um ein Kurzkennzeichen für die Probefahrt zu erhalten –, kann diese meist ganz einfach in eine normale Police umgewandelt werden.

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