Ausgabe 03/2020

Ab aufs Rad

Frühjahrszeit ist Fahrradzeit. Wir stellen die besten neuen Modelle des Jahres und die aktuellen Trends für Radfahrer vor. Und wir erklären, wie Sie Ihr Bike bestmöglich versichern.

Digitales Erbe verwalten

Fahrradfahren ist in Deutschland so beliebt wie nie. Rund zwei Drittel der Deutschen sind gern mit dem Rad unterwegs, egal, ob zur Arbeit oder zum Vergnügen. Mittlerweile steigen 44 Prozent mehrmals die Woche auf den Drahtesel, 41 Prozent wollen in diesem Jahr häufiger als bislang mit dem Fahrrad fahren. Aus Sicht der Verbraucher punktet das Zweirad vor allem bei Gesundheit, Umwelt und Kosten. So steht es im Fahrrad-Monitor 2019. Auch die Verkaufszahlen spiegeln die Begeisterung wider: Zuletzt kauften die Deutschen über 4 Millionen neue Räder pro Jahr, rund ein Viertel davon E-Bikes und Pedelecs.

Fahrrad-Trends 2020: Stromern statt strampeln

Und so lässt sich auch ein alter Trend für das aktuelle Jahr weiterschreiben: der Boom der E-Bikes. Das heißt: mehr Anbieter und mehr Modelle, aber auch häufig sinkende Preise durch größere Konkurrenz. Eigentlicher Treiber der Entwicklung sind dabei nicht E-Bikes im engeren Sinne, sondern Pedelecs. Bei ihnen treibt der Motor das Rad nicht allein an, sondern unterstützt „nur“ die Trittkraft des Radfahrers. Marktführer Bosch, dessen Mittelmotoren in rund zwei Dritteln aller hierzulande verkauften Pedelecs verbaut sind, hat für die aktuelle Saison neue Modelle eingeführt. Sie sind kleiner, leichter und bieten bis zu 25 Prozent mehr Reichweite.

Zudem hat Bosch besonders zugkräftige Motoren für E-Lastenräder ins Programm aufgenommen. Das überrascht nicht, denn die „Lastesel“ unter den Zweirädern werden immer beliebter. Vor allem bei Großstädtern, die ohne Auto den Wochenendeinkauf nach Hause oder die Kinder staufrei zur Kita bringen möchten. Brandneu in diesem Jahr ist beispielsweise das Premium-Lastenrad von Ca Go. Die Koblenzer setzen als einer der ersten Hersteller bei der 200 Liter großen Transportbox nicht mehr auf Holz. Stattdessen verwendet Ca Go einen Kunststoffschaum, der das Rad leichter und sicherer im Straßenverkehr macht. Die Basisversion soll 5.500 Euro kosten.

Auch bei den Mountainbikes schreitet die Elektrifizierung unaufhaltsam voran. Längst sind hier die E-Mountainbikes (E-MTBs) unangefochtene Verkaufsschlager. Neu in der Oberklasse sind die sogenannten SUV-Bikes. Dabei handelt es sich um E-MTBs, die technisch und preislich etliche Anleihen bei Motorrädern machen. Das beste Beispiel stammt von der italienischen Traditionsmarke Bianchi: Schon der Rahmen der neuen e-SUV-Reihe wirkt muskulös. Dazu kommt eine luxuriöse Ausstattung, die keine Wünsche offenlässt. Das hat aber seinen Preis. Das Einstiegsmodell gibt es ab 6.800 Euro, die Offroad-Version kostet mindestens 10.500 Euro.

Die spanische E-Bike-Marke Exxite legt großen Wert auf Sicherheit. Beim Modell X One setzt sie auf Smartphone-Technik und integrierte ins Oberrohr gleich einen Bordcomputer mit Touchscreen und Android-Betriebssystem. Das X One nutzt ein Programm zur Gesichtserkennung, mit dem sich das Fahrrad freischalten lässt. Zudem reicht eine Geste mit dem Gesicht dann aus, um links oder rechts zu blinken. Der Fingerabdruck-Scanner aktiviert die persönlichen Einstellungen, die Spracherkennung erkennt das gewünschte Ziel und berechnet die beste Route zur genannten Adresse. Preislich bewegt sich das X One bei etwa 3.600 Euro.

Neue Gadgets für mehr Sicherheit und Fahrspaß

Die Fahrradbranche setzt zunehmend auf elektrische Unterstützung, auch bei den Zubehörteilen. Wer sein Smartphone während der Fahrt aufladen will, kann den Strom dafür mithilfe eines passenden Nabendynamos, etwa von Busch + Müller, selbst erzeugen. Parallel lässt sich das Telefon an die „Boombottle“ von Scosche anschließen. Dabei handelt es sich um ein kleine Aktivbox, die genau in den Flaschenhalter passt. So kann man während der Fahrt seine Lieblingsmusik ganz ohne Kopfhörer genießen. Wie die übrigen Radfahrer das finden, steht auf einem anderen Blatt.

Wer es noch futuristischer mag, kann sich zum Beispiel eine Funkschaltung zulegen, mit der man ohne Kabelzüge Gänge wechseln kann. Oder eine Sonnenbrille mit Heads-up-Display, etwa die Eversight Raptor (729 Euro). Die Sportbrille nutzt AR-Technologie (Augmented Reality) und kann beispielsweise den weiteren Streckenverlauf darstellen, indem das Display computergenerierte Informationen über die tatsächliche Landschaft legt. Das soll die Sicherheit erhöhen, auch biometrische Werte oder Trainingszeiten lassen sich anzeigen. Selbst eine Kamera ist integriert, um die rasantesten Abfahrten aufzuzeichnen.

Ein besonderes Accessoire ist auch „Loop“ von Closca. Dabei handelt es sich um einen faltbaren Fahrradhelm, dessen Schalen sich ineinanderschieben lassen. Halb so groß wie normale Helme, passt Loop (ab 60 Euro) besser als herkömmliche Modelle in die Tasche oder den Rucksack. Für viele dürfte eine andere Entwicklung noch interessanter sein: Immer mehr Fahrradschlösser sollen mit GPS-Tracking ausgerüstet werden. Haveltec beispielsweise entwickelt gerade eine Variante seines Klassikers „I lock it“, mit der es dann möglich ist, sein Fahrrad jederzeit und sogar europaweit zu orten. Wurde das Rad gestohlen, übermittelt das Schloss die aktuelle Position in Echtzeit.

Neues Fahrrad richtig versichern

Gegen versierte Profi-Langfinger richtet aber manchmal auch das beste Fahrradschloss nichts aus. Allein im Jahr 2018 erfasste die Polizei in Deutschland mehr als eine Viertelmillion gestohlene Räder. Angesichts der hohen Summen, die neue Fahrräder kosten, vor allem Pedelecs, E-Bikes oder Lastenräder, ist eine Versicherung sinnvoll. Spezielle Fahrrad-Policen sind meist nicht notwendig, für die meisten Radler reicht der Schutz über die normale Hausratversicherung aus. Vor allem dann, wenn das Rad nicht unbeobachtet abgestellt wird, sondern immer in die Wohnung oder einen abschließbaren Kellerraum gebracht wird.

Wer häufig mit dem Rad unterwegs ist, sollte sich umfassender gegen Diebstahl schützen. In diesem Fall sollte man die sogenannte „Fahrradklausel“ vereinbaren. Dann besteht ein zusätzlicher Schutz für Räder, die außerhalb der Wohnung bzw. des Kellers abgestellt werden. So können auch wertvolle Fahrräder besser versichert werden. Bei normalen Hausrat-Policen sind Räder nur bis zu 1 Prozent der Versicherungssumme abgesichert. Liegt die Deckung bei 65.000 Euro, würde ein gestohlenes Rad nur mit maximal 650 Euro ersetzt werden. Angesichts der Kaufpreise für neue Fahrräder ist die Summe viel zu niedrig.

Bei CosmosDirekt können Sie optional die Fahrradklausel hinzufügen und Ihr Rad entsprechend des tatsächlichen Wertes von bis zu 10.000 Euro versichern. Neben allen „normalen“ Fahrrädern im Haushalt und Fahrradanhängern sind auch Pedelecs mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h im Versicherungsschutz inbegriffen.

Rundum geschützt können Sie den Frühling und die Zeit auf dem Rad besser genießen. Wir wünschen gute Fahrt.

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