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Ausgabe 04/2016
Sommerreifen-Check

Ostern ist gerade vorüber und falls Sie die Feiertage nicht schon dazu genutzt haben, sollten Sie jetzt Ihre Sommerreifen aufziehen. Denn die Faustregel für den Zeitraum lautet „von O bis O“, das heißt von Ostern bis Oktober, wobei natürlich stets die tatsächlichen Witterungsbedingungen zu beachten sind. Vor dem Reifenwechsel sollten Sie Ihre Sommerreifen allerdings gründlich überprüfen und gegebenenfalls gegen neue austauschen. Wie Sie Ihre Reifen checken und worauf Sie beim Reifenkauf achten sollten, erfahren Sie hier.

Sommerreifen sind optimal für trockene Straßen und regennasse Fahrbahnen ausgerichtet und daher für die Fahrsicherheit unerlässlich. Das liegt an der für höhere Temperaturen ausgelegten Gummimischung sowie am besonderen Reifenprofil, wodurch sich Bremswege verkürzen, der Verschleiß verringert wird und Fahrstabilität, Lenkpräzision und Grip-Eigenschaften verbessert werden. Sobald das Thermometer dauerhaft die Sieben-Grad-Grenze überschreitet, sollten daher Sommerreifen aufgezogen werden. Doch bevor Sie zu Ihren alten Sommerreifen greifen, empfiehlt es sich, diese einem gründlichen Check zu unterziehen – im Zweifelsfall durch einen Fachmann.

In welchem Fall sind neue Reifen erforderlich?

Grundsätzlich gilt, dass Reifen nach sechs bis acht Jahren erneuert werden sollten – oder wenn die vorgeschriebene Profiltiefe nicht mehr gegeben ist. Der Gesetzgeber fordert eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimeter. Experten empfehlen allerdings, Sommerreifen bereits bei einer Profiltiefe unter drei Millimetern zu wechseln, da sonst durch den verschlechterten Grip das Aquaplaning-Risiko steigt und der Bremsweg verlängert wird. Die Profiltiefe kann mithilfe eines speziellen Profiltiefenmessers, eines Zollstocks oder Lineals in der Mitte des Reifens gemessen werden. Wer testen will, ob die Drei-Millimeter-Marke erreicht ist, kann auch eine Ein-Euro-Münze zwischen die Profilblöcke schieben, da deren goldener Rand exakt drei Millimeter breit ist. Ein Reifenwechsel kann jedoch auch trotz ausreichender Profiltiefe erforderlich sein, da Reifen im Laufe der Zeit brüchig und porös werden und so ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen – auch wenn sie wenig benutzt werden. Das Reifenalter können Sie der DOT-Nummer auf der Reifenflanke entnehmen. Die letzten vier Ziffern weisen die Kalenderwoche und das Herstellungsjahr aus. Die Kennziffer „2804“ besagt also, dass der Reifen in der 28. Kalenderwoche des Jahres 2004 hergestellt wurde. Da das Kaufdatum eines Reifens Jahre über dem Herstellungsdatum liegen kann, ist es sehr wichtig, das wahre Alter zu überprüfen. Generell gelten Reifen, die bis zu maximal fünf Jahren sachgemäß gelagert wurden, als Neureifen. Allerdings ist eine optimale Lagerung nicht immer sicherzustellen, außerdem kann der Kunde die Qualität der Lagerung meist nicht beurteilen. Untersuchungen haben zudem ergeben, dass sich schon nach drei Jahren Lagerung die technischen Eigenschaften negativ verändern können. Dazu kommt, dass die Hersteller ihre Reifen ständig weiterentwickeln und verbessern. Auf der sicheren Seite befindet sich also, wer das Reifenalter ab dem Herstellerdatum zählt.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Welcher Reifen zulässig ist, hängt von der Motorleistung, dem Gewicht und der Höchst­geschwindigkeit Ihres Fahrzeugs ab. Größe, Lastindex und zulässiger Geschwindigkeits­index sind im Fahrzeugschein bzw. der Zulassungsbescheinigung Teil 1, die seit 2005 den Fahrzeugschein ersetzt, vermerkt. Soll nur eine Achse neu bereift werden, ist die Verwendung der gleichen Reifen wie auf der anderen Achse dringend zu empfehlen, da sonst die Ausgewogenheit der Fahreigenschaften leiden kann. Kauforientierung bietet seit 2012 ein neues Reifenlabel der EU, das die Eigenschaften Nässe-Grip, Rollwiderstand sowie Geräuschentwicklung auf einen Blick deutlich macht. Ziel ist mehr Sicherheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit durch die Förderung von kraftstoffsparenden, sicheren und leisen Reifen. Weitere wichtige Informationen, wie beispielsweise über Handling- und Aquaplaning-Eigenschaften, Bremswege auf trockener Straße, Fahrstabilität, Seitenführung und Verschleiß, liefern allerdings nur die Tests der Fachpresse oder z.B. von Testberichte.de, weshalb diese vor dem Kauf zu Rate gezogen werden sollten. Sollten Sie über einen Reifenkauf im Baumarkt oder auf einer Online-Plattform wie ebay nachdenken, ist zu beachten, dass der Monteur für das Aufziehen und Auswuchten und die Entsorgung der alten Reifen meist höhere Preise berechnet, als wenn die Reifen bei ihm gekauft werden – wodurch sich diese vergleichsweise günstigeren Angebote dann schnell relativieren. Einige Online-Anbieter haben allerdings auch Werkstattpartner vor Ort, die die Montage übernehmen. Wer den Einlagerungsservice eines Reifenfachhandels nutzt, profitiert übrigens von einem praktischen Rundum-Paket mit sachgerechter Lagerung, Komplett-Check im Frühjahr und Herbst sowie Auswuchtung und Montage.

Doch egal, wofür Sie sich entscheiden – sparen Sie nicht am falschen Ende, nämlich an Ihrer Sicherheit. Zumal gute Reifen nicht zwangsläufig teuer sein müssen.

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt in den Sommer!

Sommerreifen

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