Ausgabe 04/2017
Erfolgreiche Immobilienfinanzierung

Baugeld ist weiterhin sehr günstig. Dadurch rückt für mehr Menschen als sonst der Traum vom eigenen Zuhause in greifbare Nähe. Eine gute Planung und spätere individuelle Anpassungen zahlen sich zusätzlich aus, lassen sich doch bei Erst- und Anschlussfinanzierungen oft mehrere Tausend Euro sparen. Sieben Spartipps, die Immobilienkäufer und -besitzer berücksichtigen sollten.

Tipp 1: Angebote vergleichen

Gute Planung von Anfang an: Der Immobilienerwerb ist voraussichtlich die größte finanzielle Investition im Leben. Dementsprechend sollte für die Wahl eines maßgeschneiderten Finanzierungskonzeptes ausreichend Zeit eingeplant werden. Wer einen Kredit für eine Immobilie aufnimmt, muss diesen in der Regel jahrzehntelang zurückzahlen. Umso wichtiger ist es also, Angebote in Ruhe miteinander zu vergleichen, anstatt den erstbesten Darlehensvertrag zu unterzeichnen.

Tipp 2: Kaufnebenkosten richtig kalkulieren

Viele Immobilieninteressenten unterschätzen bei der Kalkulation der Finanzierung die Höhe der Bau- bzw. Kaufnebenkosten. Diese verteuern den Immobilienerwerb um rund 9 bis 16 Prozent. Ein maßgeblicher Posten ist die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises beträgt. Zu Buche schlagen außerdem unter anderem die Notar- und Grundbuchkosten mit etwa 2 Prozent. Es empfiehlt sich, die Nebenkosten inklusive eines Puffers einzuplanen, um finanziellen Engpässen bei der Realisierung des Wohntraums vorzubeugen.

Tipp 3: Ausreichend hoch tilgen

Baugeld ist trotz der leichten Zinsanstiege etwa zum Ende des Jahres 2016 nach wie vor sehr günstig. Häuslebauer sollten die Zinsersparnis in eine schnelle Schuldenfreiheit investieren und eine möglichst hohe Tilgung wählen. Denn je höher sie tilgen, desto schneller ist der Kredit zurückgezahlt. Statt der früher üblichen anfänglichen Tilgung von einem Prozent sollte in der derzeitigen Niedrigzinsphase mit mindestens drei Prozent getilgt werden. Sogenannte Volltilger-Darlehen können eine gute Alternative darstellen. Diese sind am Ende der Zinsbindung vollständig zurückgezahlt und bieten so Schutz vor möglicherweise teureren Konditionen für die Anschlussfinanzierung.

Tipp 4: Sich die Zinsen lange sichern

Wer sich die Zinsen lange festschreiben lässt, macht sich unabhängiger von eventuellen Zinserhöhungen in der Zukunft. Vor allem im aktuellen Niedrigzinsniveau kann es sich rechnen, sich die aktuell niedrigen Konditionen lange zu sichern. Zwar ist in der Regel der Zins umso höher, je länger die Laufzeit des Darlehens ist. Dennoch können sich 10-Jahres- und 15-Jahres-Darlehen auf einem ähnlichen Preisniveau bewegen.

Tipp 5: Sondertilgungsoptionen nutzen

Oft verbessern sich während der Laufzeit eines Baukredits die persönlichen finanziellen Verhältnisse – sei es durch eine Gehaltserhöhung, eine Sonderprämie vom Arbeitgeber oder etwa eine Erbschaft. Darlehensnehmer sollten deshalb klären, ob sie dieses Geld nutzen können, um ihren Immobilienkredit außerplanmäßig zu tilgen. Wer solche vertraglich vereinbarten Sondertilgungsoptionen nutzt, kann die Zeit bis zur Schuldenfreiheit erheblich verkürzen.

Tipp 6: Fördermittel einplanen

Der Bund und viele Länder fördern die Energieeffizienz von Immobilien, sei es beim Bau oder Umbau. Förderprogramme etwa der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bieten niedrige Zinsen für Baudarlehen und damit für die Umsetzung energetische Maßnahmen. Durch Wärmedämmung oder dem Austausch eines alten Heizkessels lassen sich zum Beispiel Heizkosten reduzieren. Was viele auch nicht wissen: Die Zuschüsse und Kredite der KfW können oft auch miteinander kombiniert werden. Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer sollten prüfen lassen, ob sie diese staatlichen Angebote nutzen können.

Tipp 7: Anschlussfinanzierung optimieren

Gerade Eigenheimbesitzer mit laufenden Krediten sollten im derzeitigen Niedrigzinsumfeld ihre Darlehen prüfen. Wer zum Beispiel im Jahr 2007 ein Darlehen für seine Immobilie abgeschlossen hat, bezahlte bei einer zehnjährigen Zinsbindung zwischen 4 und 6 Prozent. Heute kann ein zehnjähriger Anschlusskredit zu deutlich verbesserten Konditionen abgeschlossen werden. Dadurch lässt sich ein erhebliches Sparpotenzial realisieren sowie die Rückzahlungsdauer deutlich verkürzen. Günstige Konditionen können zudem frühzeitig durch sogenannte Forward-Darlehen für den Zeitpunkt des Auslaufens einer Zinsbindung festgeschrieben werden.
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Immobilienfinanzierung

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