Ausgabe 05/2020

Outdoor-Saison beginnt: Welche Versicherungen sind jetzt wichtig?

Beim Joggen über eine Wurzel stolpern, mit dem Fahrrad stürzen – Unfälle beim Sport passieren schnell und können bleibende Schäden nach sich ziehen. Wir erklären, warum Freizeitsportler auf ihren Versicherungsschutz achten sollten, sowie welche Versicherungen sinnvoll sind und vor langfristigen Folgekosten schützen.

Outdoor-Saison beginnt: Welche Versicherungen sind jetzt wichtig?

Es ist Mai, das Wetter verspricht Sonnenschein und milde Temperaturen, und die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie haben sich in allen Bundesländern etwas gelockert. Kein Wunder, dass es viele Menschen wieder nach draußen zieht – und sie wieder Sport machen wollen (mit den weiter geltenden Einschränkungen, natürlich). Das ist auch gut so, denn Sport ist gesund und trägt dazu bei, dass wir uns wohl in unserem Körper fühlen.

Doch was viele gern vergessen: Sport erhöht auch das Risiko für Verletzungen und Unfälle mit dauerhaften Folgen. Und Sport erhöht die Gefahr, dass man anderen einen Schaden zufügt. Dann muss man für die Folgekosten aufkommen – ebenfalls eine langfristige Angelegenheit. Daher sollten Sportler auf den richtigen Versicherungsschutz achten. Neben der Krankenversicherung, die sowieso vorgeschrieben ist, umfasst dieser Schutz weitere Policen. Wir stellen die drei wichtigsten vor.

Private Haftpflichtversicherung

Die wichtigste Versicherung für alle Outdoor-Freunde ist die private Haftpflichtversicherung. Schließlich kann es immer passieren, dass man aus Versehen jemanden verletzt oder das Eigentum einer anderen Person beschädigt. Den Schadenersatz müssten Sie dann leisten. Neben dem Geldwert der beschädigten Sache kann auch Schmerzensgeld dazu gehören. Die Haftpflichtversicherung übernimmt diese Zahlungen, auch bei Sportunfällen. Zum Beispiel, wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind und einen Verkehrsunfall verursachen. Oder mit dem Golfball einen anderen Spieler treffen – infolge der Lockerungen, die Bund und Länder beschlossen haben, haben ja einige Golfplätze wieder geöffnet.

Mitglieder von Sportvereinen sind ebenfalls im Vorteil, da auch hier ein Versicherungsschutz über den Verein bzw. den jeweiligen Verband besteht. Wer allerdings regelmäßig mit dem eigenen Boot ausfährt, benötigt eine separate Sportboot-Haftpflicht. Auch Segel- und Motorflieger und Reiter mit eigenem Pferd müssen gesonderte Versicherungen abschließen.

Private Unfallversicherung

Rund neun Millionen Unfälle passieren in Deutschland jedes Jahr, mehr als zwei Drittel davon in der Freizeit. In diese Kategorie fallen auch Sportunfälle, etwa 1,5 Millionen pro Jahr . Die gesetzliche Unfallversicherung ist in diesem Fall nicht zuständig, da sie nur Kosten für Unfälle am Arbeitsort, in der Kita und Schule oder auf dem direkten Hin- und Rückweg zu diesen Orten übernimmt. Nur Berufssportgruppen sind durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Wer dagegen privat joggt oder Rad fährt, tut dies auf eigene Gefahr – und muss gegebenenfalls die Folgen einer schweren Verletzung selber tragen. Zum Beispiel, wenn Sie beim Joggen an einer Baumwurzel hängenbleiben und sich einen Bänderriss zuziehen, der nicht ausheilen will.

Für Sportler ist daher eine private Unfallversicherung interessant, da ihr Schutz rund um die Uhr und weltweit greift. Sie zahlt, wenn der Sportunfall einen bleibenden körperlichen Schaden hinterlässt, etwa einen steifen Daumen, ein geplatztes Trommelfell, eine dauerhafte Lähmung. Ausgezahlt wird entweder eine bestimmte Geldsumme auf einmal oder eine lebenslange Rente. Dazu kommen weitere Leistungen, die die Folgekosten der Invalidität übernehmen: notwendige Umbauten von Haus und Auto, alternative Therapien oder weitere Hilfsmittel, die die Krankenkassen nicht bezahlen.

Wer in einem Verein Sport treibt, ist in der Regel bei Training und Wettkämpfen über die Versicherungspolice des jeweiligen Klubs abgesichert. Neben der Unfallversicherung beinhaltet sie in der Regel auch eine Haftpflichtversicherung. Weitere Sportarten, die Sie neben dem Vereinssport noch ausüben, sind allerdings nicht abgedeckt – für diese müssen Sie selbst Vorsorge treffen.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Freizeitsportler sollten auch an die Absicherung ihrer Arbeitskraft denken. Wer von seiner Arbeitskraft lebt und auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen ist, braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Schließlich kann ein schwerer Sportunfall dazu führen, dass Sie Ihren aktuellen Beruf für mehrere Jahre oder sogar für immer nicht mehr ausüben können. Einer unserer Kunden beispielsweise, ein erfahrener Freizeitkletterer, stürzte während einer Tour und zog sich mehrere komplizierte Knochenbrüche zu. Diese führten zu einem chronischen Schmerzsyndrom und einer dauerhaften Gefühlsstörung in der rechten Hand. Da er weder einen Stift halten noch auf der Tastatur schreiben konnte, war der 28 Jahre alte Bankkaufmann nicht mehr in der Lage, seinen Beruf auszuüben.

In solchen und anderen Fällen zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung dann die vereinbarte BU-Rente, sofern der Grad der Berufsunfähigkeit bei 50 Prozent oder höher liegt. Die Krankenversicherung übernimmt zwar die Kosten für Behandlung und Reha und zahlt auch im Krankheitsfall Lohn und Gehalt weiter. Doch Höhe und Dauer der Zahlungen sind begrenzt. Auch die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Bei dieser greifen strenge Voraussetzungen: Die volle Erwerbsminderungsrente gibt es nur, wenn man weniger als drei Stunden pro Tag überhaupt arbeiten kann. Zudem hängt die Höhe der Rente vom Einkommen ab und wie lange man bereits in die gesetzliche Rentenkasse eingezahlt hat.

Langfristig sichert nur die Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Um einen umfassenden und günstigen Schutz zu erhalten, sollten Freizeitsportler möglichst früh eine Police abschließen. Wer jung und gesund ist und einen ungefährlichen Beruf ausübt, muss keine Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse befürchten. Menschen mit Vorerkrankungen haben es mitunter schwerer, eine passende Absicherung zu finden. Manchmal werden dann bestimmte Erkrankungen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen oder man muss eine höhere Prämie zahlen. Hier lohnt es sich, wenn Sie sich vorab umfassend beraten lassen. Im persönlichen Gespräch finden wir eine individuelle Lösung für Ihre Lebenssituation.

Kundenfreundliche Versicherungen für Freizeitsportler

Gute Policen für Freizeitsportler zeichnen sich nicht nur durch umfangreiche Leistungen aus. Auch Service und Kundenzufriedenheit sind entscheidende Faktoren. Nur so können Sie sicher sein, im Notfall auch einen verlässlichen Partner an Ihrer Seite zu haben. Bei CosmosDirekt können Sie sicher sein, dass wir uns um Sie kümmern.

Das sehen auch unsere Kunden so: In einer aktuellen Studie der Analyse- und Beratungsgesellschaft ServiceValue überzeugt CosmosDirekt als kundenorientiertester Versicherer im Bereich Privathaftpflicht. Wir erreichten viermal die Bestnote „sehr gut“ in Folge und sind bereits zum zweiten Mal Testsieger. Was uns besonders freut: Dieses Urteil haben allein unsere Kunden gefällt.

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