CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 06/2013

Am 1. August beginnt das neue Ausbildungsjahr. Trotz doppelter Abiturientenjahrgänge in Nordrhein-Westfalen und Hessen prognostiziert das Bundesinstitut für Berufsbildung fast 20.000 unbesetzte Ausbildungsstellen für 20131. Mit dem Start der Lehre fängt für die Jugendlichen ein ganz neuer Lebensabschnitt an. Auch die Wahl des passenden Versicherungsschutzes muss dafür geklärt werden. Nur wenige Versicherungen sind Pflicht, manche jedoch dringend ratsam.
1. Krankenversicherung wählen
Die Kranken- und Pflegeversicherung ist Pflicht in Deutschland. Auszubildende müssen sich selbst darum kümmern. Mit rund 1,54 Millionen ist 2012 die Mehrheit der Azubis der gesetzlichen Krankenversicherung beigetreten2. Bei der Vielzahl der Angebote lohnt sich ein genauer Vergleich der Leistungen, denn diese variieren mitunter deutlich. Wer bislang über die Eltern privat krankenversichert war, kann dies auch während der Ausbildung bleiben: Dafür muss lediglich ein Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht gestellt werden.
2. Haftpflicht prüfen
Schäden, die im Beruf verursacht werden, sind meist über den Arbeitgeber abgedeckt. Wer anderen in der Freizeit einen Schaden zufügt, muss dafür zahlen – im schlimmsten Fall sein Leben lang. Daher ist eine private, freiwillige Haftpflichtversicherung unerlässlich. Üblicherweise sind Auszubildende bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres über die Familie haftpflichtversichert. In einigen Fällen endet der Schutz jedoch schon früher, zum Beispiel bei einer Heirat. Azubis sollten daher unbedingt prüfen, ob sie ausreichend versichert sind. Der Vertrag sollte mindestens eine Summe von fünf Millionen Euro abdecken.
3. Gegen Berufsunfähigkeit absichern
"Berufseinsteiger haben in den ersten fünf Jahren in der Regel keinen Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Daher ist gerade für sie die private Absicherung ratsam. Kostengünstige Einsteiger-Tarife sind für Azubis eine interessante Alternative", so Silke Barth, Expertin von CosmosDirekt. Durch die private Berufsunfähigkeitsversicherung lässt sich das finanzielle Risiko abfedern, wenn man durch Krankheit oder einen Unfall nicht mehr arbeiten kann. Und das tritt häufiger ein, als viele meinen. Rund jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland scheidet vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Gerade für Azubis drohen mit dem Job-Aus enorme finanzielle Schwierigkeiten.
4. Keine Zinsen verschenken und flexible Rücklagen schaffen
Die richtige Geldanlage zahlt sich aus: Wer als Azubi die Möglichkeit hat, etwas zurückzulegen und clever spart, kann sich seine Träume eher erfüllen – etwa ein eigenes Auto oder eine neue Wohnungseinrichtung. Deutlich höhere Zinsen als das Girokonto oder ein Sparbuch bietet zum Beispiel ein Konto der FlexiblenVorsorge. Als Faustformel gilt: Ungefähr drei Netto-Monatsgehälter sollten auf dem Konto verbleiben.
5. Früh für später vorsorgen
Zu Beginn der Ausbildung ist die Rente für die meisten noch Lichtjahre entfernt. Genau darin liegt eine Chance, gerade für Berufseinsteiger. Schon mit kleinen Beträgen können sie sich eine attraktive Rente ansparen. Wer riestert, profitiert zudem von staatlicher Förderung. Und die ist besonders für Berufseinsteiger attraktiv. Bis zu 154 Euro pro Jahr beträgt der maximale Zuschuss. Silke Barth: "Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres erhalten Sparer bei Vertragsabschluss darüber hinaus einmalig 200 Euro auf ihrem Riester-Konto gutgeschrieben."

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