CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 06/2015
Mit dem Auto ins Ausland

Ob mit dem eigenen Auto oder einem Leihwagen – wer einen Urlaub im Ausland plant, sollte im Vorfeld einige Dinge beachten. Denn dort gelten oft andere Verkehrsregeln, Promillegrenzen, Tempolimits und Vorschriften für die Fahrzeugausrüstung. Lesen Sie hier, wie Sie Ihre Reise ohne Bußgelder genießen können und worauf Sie bei der Buchung eines Mietwagens achten sollten.

Auch in diesem Jahr zieht es wieder viele Urlauber mit dem eigenen Wagen ins europäische Ausland. Hoch im Kurs stehen bei den Deutschen vor allem Italien, Spanien, Frankreich und Kroatien, aber auch Österreich und die Schweiz erfreuen sich großer Beliebtheit. Doch egal, wohin Sie mit dem Auto fahren möchten – informieren Sie sich noch vor Reisebeginn über die geltenden Vorschriften und Regeln Ihres Reiselandes. Und überprüfen Sie vor der Abfahrt, ob Ihre Fahrzeugausrüstung auch die in Ihrem Urlaubsland gestellten Anforderungen erfüllt.

Alles an Bord?

Warndreieck und Erste-Hilfe-Kasten sind in Deutschland ohnehin selbstverständlich, seit letztem Jahr gehört auch eine Warnweste verpflichtend hinzu. In der Schweiz muss das Warndreieck allerdings statt im Kofferraum griffbereit in der Fahrgastzelle bereitliegen und in der Türkei werden sogar gleich zwei Warndreiecke vorgeschrieben. In einigen europäischen Ländern wird zudem das Mitführen eines Feuerlöschers (u.a. in Belgien, Dänemark), eines Abschleppseils (u.a. in Bosnien-Herzegowina & Serbien) oder von Ersatzglühlampen für die Scheinwerfer (in Bosnien-Herzegowina, Serbien & Kroatien) verlangt. Umgekehrt kann das Mitführen von vollen Reservekanistern verboten sein (in Griechenland, Luxemburg, Bulgarien, Kroatien, Ungarn & Rumänien).

Was die Papiere betrifft, empfiehlt es sich, einen zweisprachigen europäischen Unfallbericht (in Deutsch und der Sprache des Urlaubslandes), die Grüne Versicherungskarte und (sofern vorhanden) den Schutzbrief dabeizuhaben. Mit der Grünen Karte wird eine Kfz-Haftpflichtversicherung nachgewiesen, die im gesamten geografischen Europa Gültigkeit besitzt und somit im Falle eines selbst verschuldeten Unfalls für die Schäden anderer Verkehrsteilnehmer aufkommt. Der optional erhältliche Schutzbrief-Service garantiert zudem rund um die Uhr schnelle Hilfe, sowohl im In- als auch im Ausland. Er übernimmt die Kosten für Sofort-Hilfe bei Unfall, Panne, Diebstahl, Totalschaden oder Krankheit des Fahrers und enthält zusätzliche Service-Leistungen, wie z. B. einen medizinisch notwendigen Rücktransport oder einen Mietwagen.

Andere Länder, andere Sitten – auch auf der Straße

Auch in puncto Verkehrsregeln, Promillegrenzen und Geschwindigkeitsbegrenzung gibt es gravierende Unterschiede, ebenso in der Höhe der Bußgelder bei Missachtung. In vielen europäischen Ländern ist beispielsweise das Fahren mit Tagfahrlicht Vorschrift und in Kroatien, Rumänien, der Slowakei und Ungarn gilt eine strikte Promillegrenze von 0,0. Während das Telefonieren fast überall nur mit Freisprechanlage bzw. Headset erlaubt ist, sind in Spanien sogar Kopf- oder Ohrhörer beim Telefonieren verboten.
Denken Sie auch daran, dass inzwischen auf vielen Autobahnen und Schnellstraßen sowie für Pass-Straßen und Tunnel Straßenbenutzungsgebühren erhoben werden. Mautgebühren können an den Mautstellen sowohl bar als auch mit Kreditkarte bezahlt werden. Sie haben aber auch die Möglichkeit, für einige Länder Ihre Vignette vorab online zu bestellen und sich zuschicken zu lassen. Falls Sie einen Urlaub in Österreich, Slowenien, Tschechien oder der Schweiz planen, können Sie auch das Videomaut-System nutzen und ein Ticket für bestimmte Strecken erwerben. Beim Kauf eines Videomauttickets, z. B. über die Website der Betreibergesellschaft ASFINAG, wird Ihr Kfz-Zeichen erfasst und bei Einfahrt an der Mautstelle identifiziert. Sie können dort eine extra eingerichtete Spur nutzen und müssen sich nicht mehr anstellen.

Mit dem Mietwagen unterwegs

Auch wer sich im Ausland einen Mietwagen leihen möchten, sollte sich im Vorfeld über die im Urlaubsland geltenden Bestimmungen informieren, zum Beispiel, was das Mindestalter und den benötigten Führerschein betrifft. Wenn Sie einen nationalen Führerschein eines EU-Mitgliedslandes besitzen, dann ist dieser Führerschein in allen Ländern der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) gültig. Für die Fahrzeuganmietung außerhalb Europas oder in einem europäischen Land, das weder Mitglied der EU ist noch zum EWR gehört, ist das Mitführen eines internationalen Führerscheins erforderlich oder zumindest empfehlenswert. Diese werden von der Fahrerlaubnisbehörde ausgestellt und können beim jeweiligen Landratsamt, Bürgeramt bzw. der Stadtverwaltung beantragt werden.

In der Regel ist es günstiger, den Mietwagen über Internetportale frühzeitig von Deutschland aus zu buchen, da Sie so von Frühbucher-Rabatten profitieren und zudem die Bedingungen in Ruhe studieren können. Welche Ausstattung ist inklusive, welche Leistungen werden geboten, welche Tankregelung wird vereinbart, gibt es eine Kilometerbegrenzung, aber vor allem: welche Versicherungen gehören dazu und wie hoch ist die Selbstbeteiligung? Empfehlenswert ist eine Diebstahlschutz- und Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung, zumal der Aufpreis von durchschnittlich 12 % gegenüber Angeboten ohne Selbstbeteiligung relativ gering ist. Die genauen Preise variieren dabei von Land zu Land, wobei Sie in der Schweiz Angebote ohne Selbstbeteiligung schon zu einem Aufpreis von nur 3,7 % erhalten. Zudem sollten Sie darauf achten, dass in Ihrem Kfz-Haftpflichtversicherungsschutz die sogenannte Mallorca-Police enthalten ist, die Schäden, die Sie als Fahrer eines Mietwagens im geografischen Europa verursachen, abdeckt. Überprüfen Sie also am besten vor der Abreise, ob Ihre bestehende Kfz-Haftpflichtversicherung über diese Police verfügt.

Wir wünschen Ihnen eine gute Fahrt und einen erholsamen Urlaub!

Mit dem Auto ins Ausland

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