Ausgabe 06/2017
Mit dem Auto ins Ausland

Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm der nächste Urlaub. Wer mit dem eigenen Auto ins Ausland fährt, sollte sich gut auf die große Fahrt vorbereiten und an einiges denken.

Ob in den sonnigen Süden oder den hohen Norden: Gerade im Sommer hat man auf dem Weg zum Ferienort oft das Gefühl, dass man auf den Straßen mehr steht als fährt. Bevor es losgeht, sollten Sie sich dennoch unbedingt mit den Verkehrsregeln auseinandersetzen, die in den Transitländern sowie dem Zielland gelten. Bei den Promille- und den Höchstgeschwindigkeitsgrenzen gibt es gravierende Unterschiede, ebenso bei den Strafen: Wer zum Beispiel in Norwegen auf der Autobahn das Tempolimit von 100 km/h überschreitet, muss mit einem Strafgeld von bis zu 544 Euro rechnen. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) bietet auf seiner Website eine praktische Übersicht über Tempolimits samt Strafen. Der ADAC listet die Promillegrenzen in Europa auf.

Was noch ins Reisegepäck gehört

Beim Kofferpacken für den Badeurlaub sollte man nicht nur an T-Shirts, Shorts und Sonnencrème denken, sondern zum Beispiel auch an Warnwesten. Während in Deutschland lediglich eine Weste pro Auto vorgeschrieben ist, muss man in Bulgarien oder Österreich für jeden Insassen eine eigene Warnweste mitführen.

Auch mit etwas Bargeld in Landeswährung sollte man sich eindecken. Denn nicht alle Mautstellen akzeptieren Euro oder Kreditkarten. In der Schweiz zahlt man mit Franken, in Bulgarien mit Lewa, in Kroatien mit Kuna. Für Österreich, Frankreich oder Italien muss man kein Geld umtauschen: Hier gilt selbstverständlich auch der Euro.

Auch bei Ersatzglühbirnen, Feuerlöschern und vielen weiteren Punkten gibt es jeweils nationale Besonderheiten. Eine genaue Kenntnis der Gesetze und Bestimmungen vor Ort ist daher in jedem Fall unerlässlich. Für rund 30 Reiseländer von Belgien bis Ungarn finden Sie bei Autobild eine Übersicht der wichtigsten Verkehrsregeln.

Empfehlenswert ist zudem, eine helle Taschenlampe einzupacken. Zwar sorgen auch moderne Smartphones im Notfall für eine gute Beleuchtung, doch die Benutzung der Lampe entzieht dem Akku ordentlich Leistung. Mit einer separaten Taschenlampe ist man daher vom Akkustand seines Telefons unabhängig. Als besonders praktisch erweisen sich Stirnlampen: So hat man bei Reparaturen beide Hände frei und es muss auf der nächtlichen Autobahn auch niemand dabeistehen, um die Taschenlampe zu halten. Für schnelle Reparaturmaßnahmen bei kleineren Pannen können sich Isolierband, ein Stück Draht und ein Seil als hilfreich erweisen. So lassen sich eine klappernde Stoßstange oder ein loses Auspuffrohr auf die Schnelle behelfsmäßig selbst flicken.

Diese Papiere sollten Sie auf jeden Fall mitnehmen

Neben dem Personalausweis, Führerschein und der Zulassungsbescheinigung Teil 1 (früher Fahrzeugschein) sollte man im Ausland die Grüne Versicherungskarte mit sich führen. Dies ist zwar nur in Serbien und der Türkei vorgeschrieben, allerdings auch in allen anderen Ländern von Vorteil. Denn mit der Versicherungskarte kann man bei einem Unfall schnell nachweisen, dass der vorgeschriebene Versicherungsschutz besteht. Ebenfalls sollten Sie sich vor der Reise einen Europäischen Unfallbericht ausdrucken. Falls es zu einem Crash kommt, nutzen Sie dieses Formular zur Aufnahme des Unfallhergangs. Erfasst werden darauf nicht nur die Namen aller Beteiligten, es gibt auch Platz für ein ausführliches Unfallprotokoll. Den Europäischen Unfallbericht können Sie hier downloaden. Drucken Sie ihn am besten zweimal aus – ein Exemplar für sich und eines für die Gegenseite.

Pannen- und Unfallhilfe der Kfz-Versicherung

Wer im Ausland mit dem Auto liegen bleibt, braucht eine schnelle Pannen- und Unfallhilfe. Diese bietet der Kfz-Schutzbrief, ein Zusatzbaustein zur Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung. Kann das Auto nicht mehr fahren – weil beispielsweise ein Reifen geplatzt ist oder weil Sie einen Unfall hatten – organisiert die Versicherung ein Unternehmen, das Ihr Auto abschleppt, sowie einen Mietwagen. Bei schweren Erkrankungen oder bei Verletzungen im Urlaub zahlt die Versicherung zudem den Krankenrücktransport nach Hause. Die Absicherung ist kurzfristig möglich: Auch wer also erst wenige Wochen vor der großen Fahrt feststellt, dass er noch einen Kfz-Schutzbrief benötigt, kann diesen bei seiner Versicherung in der Regel noch schnell abschließen.

Ein Tipp zum Schluss:

Wenn Sie eine lange Tour in den Urlaub unternehmen, empfiehlt es sich, wenn sich mehrere Fahrer regelmäßig abwechseln. Doch dann sollten Sie zuvor überprüfen, ob die jeweiligen Personen auch in Ihrer Kfz-Versicherung eingeschlossen sind. Oft wurden nämlich nur der Versicherungsnehmer und sein Lebenspartner abgesichert. Bei CosmosDirekt können Sie für vier Wochen einen weiteren Fahrer kostenlos in Ihren Vertrag einschließen.

Mit dem Auto ins Ausland

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