CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 07/2014
Einmal Vorsorgen, bitte!

Wer im Alter gut versorgt sein möchte, sollte früh mit dem Sparen beginnen. CosmosDirekt gibt Tipps, wie Vorsorge-Neulinge passende Angebote finden.

Mehr als 15 Millionen 65- bis 85-Jährige gibt es heute in Deutschland. Für den Großteil von ihnen (96 Prozent) stellen Rentenbezüge aus Erwerbsarbeit – also beispielsweise die staatliche Rente oder betriebliche Altersversorgung – eine wichtige Einkommensquelle dar. 27 Prozent leben von Geld aus privaten Altersvorsorgeprodukten, so die Generali Altersstudie 2013.1 Zum Vergleich: Unter den 45- bis 64-Jährigen rechnen deutlich mehr mit Rentenbezügen aus privater versicherungsbasierter Vorsorge (64 Prozent), bei den 30- bis 44-Jährigen sind es sogar 69 Prozent.2

„Für heutige Rentner hat private Vorsorge eine untergeordnete Rolle gespielt. Nachkommende Generationen hingegen wissen, dass sie sich nicht allein auf den Staat verlassen können. Sie nehmen ihre Altersabsicherung selbst in die Hand“, kommentiert Silke Barth, Vorsorgeexpertin von CosmosDirekt. Doch viele junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren sind in Sachen Vorsorge noch nicht durchgestartet: Nur 50 Prozent von ihnen erwarten Alterseinkünfte aus privaten Vorsorgeprodukten – sicher auch, weil viele noch nicht erwerbstätig sind und die Rentenzeit weit weg ist.1

Früh übt sich, wer ein (Spar-)Meister werden will
Doch auch wenn mit 20 Jahren die eigene Altersvorsorge nicht besonders spannend erscheint, empfiehlt Silke Barth: „Wer sich früh mit der Absicherung beschäftigt und regelmäßig kleine Beträge spart, baut bis zur Rentenzeit ein attraktives Finanzpolster auf. Junge Menschen sollten diese Chance nutzen.“ CosmosDirekt gibt fünf Tipps, wie Vorsorge-Neulinge in die private Vorsorge einsteigen.

1. Voraussichtliche Rentenhöhe checken. Wie hoch die eigene gesetzliche Rentenleistung nach heutiger Hochrechnung im Alter sein wird, können gerade junge Menschen, die noch keine Renteninformation erhalten, nicht einschätzen. Einen ersten Eindruck gibt folgende Beispielrechnung: Wer fünf Jahre ein Durchschnittsgehalt verdient, bekäme nach heutigem Stand gerade einmal 143,04 Euro Rente pro Monat. Arbeitet man 42 Jahre für das Durchschnittsgehalt, läge die Rente bei monatlich 1.201,62 Euro – abzüglich Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.3

2. Bedarf und Sparbetrag festlegen. Wie viel Geld benötige ich im Alter zusätzlich zur gesetzlichen Rente? Die Höhe dieses Betrags muss jeder individuell für sich festlegen. Das aktuelle Nettogehalt liefert hierfür Anhaltspunkte. Im Idealfall ist die spätere Rente in etwa gleich hoch. Im nächsten Schritt gilt es zu klären, wie viel Geld man monatlich sparen kann, um dann einen Betrag festzulegen.

3. Eigene Ansprüche definieren. Aus dem großen Angebot an privaten Vorsorgeprodukten das Passende heraus zu suchen, ist nicht leicht. Einige Leitfragen können bei der Entscheidung helfen:

  • Möchte ich lieber regelmäßig sparen oder nach Belieben mal mehr, mal weniger einzahlen?
  • Soll die Auszahlung nur als monatliche Rente möglich sein oder möchte ich mir die Option auf eine Einmalauszahlung offen halten?
  • Wie wichtig ist mir Flexibilität bei der Beitragszahlung bzw. dem Auszahlungsbeginn?
  • Soll das Geld im Notfall ohne Verluste auch vorher verfügbar sein?
  • Bin ich eher sicherheitsorientiert und bevorzuge garantierte Zinsen oder kommen auch fondsbasierte Produkte, die die Chancen der Kapitalmärkte nutzen, in Frage?
  • Möchte ich, dass der Staat mich beim Aufbau der privaten Vorsorge unterstützt?

4. Passende Angebote finden. Weiß man, was für einen persönlich in Sachen Altersvorsorge wichtig ist, fällt auch die Suche nach passenden Produkten deutlich leichter. Möchte man einen staatlich geförderten Altersvorsorgevertrag abschließen, kommen beispielsweise nur die Riester- und die Basisrente sowie eine betriebliche Altersversorgung in Frage. Hilfestellung bei der Auswahl des passenden Anbieters liefern zum Beispiel neutrale Quellen wie Stiftung Warentest.

5. Immer am Ball bleiben. Ist der Vorsorgevertrag abgeschlossen, darf man ruhig erst einmal durchatmen. Allerdings sollte regelmäßig überprüft werden, ob der Vorsorgeplan noch dem Lebensstandard entspricht. Besteht beispielsweise eine Riester-Versicherung und das Einkommen steigt, sollten auch die Beiträge aufgestockt werden, um keine staatliche Förderung zu verschenken.

1 www.generali-altersstudie.de; Generali Zukunftsfonds (Hrsg.) und Institut für Demoskopie Allensbach: Generali Altersstudie 2013. Wie ältere Menschen leben, denken und sich engagieren. Fischer Taschenbuch Verlag, Dezember 2012, Seite 81ff
2 Rentenbezüge aus Erwerbsarbeit: staatliche Rente, Beamtenpension, betriebliche Altersversorgung, Zusatzversorgung für den öffentlichen Dienst, Rente aus berufsständigem Versorgungswerk; Rentenbezüge aus versicherungsbasierten Altersvorsorgeprodukten: Rente oder Kapitalauszahlung aus einer Lebensversicherung, private Rentenversicherung, Riester-Rente.
3 42 Jahre Erwerbsarbeit mit Durchschnittsgehalt (2013: 34.071 Euro) bringen 42 Entgeltpunkte. Diese werden mit dem aktuellen Rentenwert (28,61 Euro, alte Bundesländer) multipliziert. Fünf Jahre ergeben dementsprechend fünf Entgeltpunkte.

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