CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 07/2015
Einbruchschutz im Urlaub

Urlaubszeit ist leider auch Einbruchszeit. Daher ist es gerade bei längerer Abwesenheit umso wichtiger, einige Sicherheitsaspekte zu beachten und Anwesenheit zu suggerieren. Aber auch außerhalb der Urlaubszeit sollten verschiedene Schutzmaßnahmen getroffen und vor allem Türen und Fenster entsprechend gesichert werden. Hier erfahren Sie, was Sie tun können, um Ihr Zuhause zu schützen!

In der Urlaubszeit haben Einbrecher Hochsaison, da es für sie nichts Verlockenderes gibt als ein leeres Haus. Bevor es in den langersehnten Urlaub geht, sollten Sie also einige Vorkehrungen treffen und dafür sorgen, dass Ihr Haus bewohnt aussieht. Überquellende Briefkästen – ein deutlicher Hinweis auf längere Abwesenheit – lassen sich vermeiden, wenn man Nachbarn oder Bekannte bittet, diese regelmäßig zu entleeren. Auch die Rollläden oder Jalousien sollten nicht permanent heruntergelassen sein, sondern hin und wieder von freundlichen Helfern hochgezogen werden, z. B. wenn sie sowieso mit dem Blumengießen beauftragt sind. Vermeiden Sie zudem unbedingt Abwesenheitsnotizen für den Postboten am Briefkasten – denn diese könnten nicht nur von ihm gelesen werden. Auch Anrufbeantworter oder soziale Netzwerke sind ungeeignet, um Anrufer bzw. Freunde über den genauen Abwesenheitszeitraum zu informieren.

Mehr Licht ins Dunkel

Ein weiterer Hinweis für Einbrecher, die ein Objekt meist über einen gewissen Zeitpunkt hinweg beobachten, ist ständige Dunkelheit am Abend. Mit der Hilfe von Zeitschaltuhren schaltet sich die Beleuchtung in verschiedenen Räumen automatisch ein und aus. Sie können dafür feste Zeiten definieren, noch besser sind hingegen Systeme, die mit einem Zufallsgenerator ausgestattet sind. Allerdings sollten aufmerksame Nachbarn, die über ihre Abwesenheit im Bilde sind, darüber informiert werden. Es gibt sogar TV-Simulatoren, die mit farbigen LEDs und zufälliger Leuchtreihenfolge und -dauer den Lichtschein eines laufenden Fernsehers simulieren und somit den Anschein erwecken, es wäre jemand Zuhause. Diese Attrappen eignen sich insbesondere für die oberen Stockwerke, da dort niemand durch einen schnellen Blick durchs Fenster deren Echtheit überprüfen kann.

Mehr Sicherheit – nicht nur im Urlaub

Zudem gibt es weitere bewährte Sicherheitsvorkehrungen, die nicht nur in der Urlaubszeit getroffen werden sollten. Da die meisten Einbrecher durchs Fenster kommen, sollten Sie Fenster mit Zusatzschlössern oder verschließbaren Griffen versehen. Eine weitere Schwachstelle sind Terrassen- und Balkontüren, die ebenfalls mit Zusatzschlössern gesichert werden können. Diese sollten natürlich auch an der Haustür nicht fehlen. Des Weiteren können Sie dort auch eine Türkette, ein Panzerriegelschloss und/oder eine Aushebesicherung sowie einen Schutzbeschlag anbringen.

Außerdem können Sie auf weitere Sicherheitstechnik wie Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern, Überwachungskameras oder Kamera-Attrappen sowie Alarmanlagen zurückgreifen. Es gibt mittlerweile auch vernetzte Sicherheitsprodukte für alle möglichen Einsatzbereiche, die mit Sensoren ausgestattet sind und über eine App mit dem Smartphone kommunizieren. Wird zum Beispiel während Ihrer Abwesenheit ein Fenster geöffnet, werden Sie darüber direkt auf Ihrem Smartphone informiert und können entsprechend handeln. Für das Aufbewahren von kleineren Wertgegenständen bieten sich Tresore an. Falls Sie keinen besitzen, sollten Sie die Wertgegenstände während Ihres Urlaubs in einem Bankschließfach oder bei Freunden deponieren.

Was tun im Ernstfall?

Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eingebrochen wird, heißt es erst einmal Ruhe bewahren – auch wenn es schwerfällt. Informieren Sie umgehend die Polizei und Ihre Versicherungsgesellschaft und verändern Sie zunächst nichts. Machen Sie am besten Fotos vom Zustand des Hauses oder der Wohnung, von den Beschädigungen und Einbruchsspuren. Sollten sich Kredit- oder Girokarten unter den gestohlenen Gegenständen befinden, sperren Sie diese sofort. Im Anschluss sollten Sie eine so genannte Stehlgutliste (idealerweise mit genauer Bezeichnung, Alter, Anschaffungsort und -preis) erstellen, die von der Polizei an die Hausratversicherung weitergeleitet wird. Diese erstattet sowohl die Kosten für etwaige Reparaturmaßnahmen, z. B. durch aufgebrochene Fenster und Türen oder Verwüstungsfolgen, und übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände. Deren Vorhandensein muss allerdings belegbar sein – sei es durch Kaufbelege, Fotos oder eidesstattliche Erklärungen von Personen, die Ihre Wohnung kennen.

Wenn Sie alle Vorkehrungen und Tipps beachten, steht einem sorgenfreien Urlaub im Normalfall aber nichts mehr im Wege. Machen Sie sich also nicht allzu viele Gedanken, sondern genießen Sie die schönste Zeit des Jahres!

Einbruchschutz im Urlaub

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