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Ausgabe 07/2016
Sicher surfen & shoppen

Wer Online-Banking nutzt und im Internet einkauft, erhält von den entsprechenden Unternehmen oftmals auch E-Mails. Doch aufgepasst: Kriminelle tarnen sich als Bank, Bezahldienst, Online-Aktionshaus oder elektronischer Versandhandel und versenden sogenannte Phishing-Mails, um an sensible Daten wie Passwörter zu gelangen. Dabei gehen Sie immer raffinierter vor, so dass es oft schwierig ist, Phishing-Mails von echten Mails zu unterscheiden. Hier erfahren Sie mehr über wichtige Sicherheitsvorkehrungen für sich und Ihre Kinder bei der Internetnutzung und was Sie tun können, wenn Ihr Konto gehackt wurde!

Phishing-Mails – das Angeln nach Daten

Phishing-Mails (Kunstwort, angelehnt an „fishing“ = „fischen“ und die ph-Schreibung als häufig verwendete Verfremdung im Hacker-Jargon für „f“) sind betrügerische E-Mails, die mit dem Ziel versendet werden, an persönliche Daten zu gelangen, um diese zu missbrauchen. In den meisten Fällen werden die Empfänger dazu aufgefordert, auf einen Link zu klicken, der sie auf eine gefälschte Webseite leitet, um dort ihre Zugangsdaten einzugeben, oder eine angehängte Datei mit einer Schadsoftware zu öffnen. Dabei spielen die Betrüger mit den Ängsten der Menschen und informieren im Namen eines Bezahldienstes, einer Bank, einem Kreditkartenanbieter oder eines Online-Shops über verdächtige bzw. außergewöhnliche Transaktionen oder Bestellungen über das Benutzerkonto. Der „Kunde“ wird dazu aufgefordert, sich über eine gefälschte Webseite zu verifizieren und seine Daten einzugeben, um diese vermeintlichen Transaktionen oder Bestellungen überprüfen und gegebenenfalls rückgängig machen zu können. Manchmal wird auch eine Frist angegeben, die zu schnellem, unbedachtem Handeln verleiten soll. In anderen Fällen werden Dateien für angebliche Sicherheitszertifikate angehängt oder über gefälschte Webseiten zur Verfügung gestellt, die beim Öffnen einen Trojaner auf dem Computer installieren, der diesen ausspäht.

Was tun bei verdächtigen E-Mails?

Oft ist es relativ einfach, diese Betrugsversuche zu erkennen – sei es durch zahlreiche Grammatik- oder Orthografie-Fehler, die daher rühren, dass die Mail nicht in Deutsch verfasst und von einem Computerprogramm übersetzt wurde, oder eine nicht-personalisierte Anrede wie „Sehr geehrter Kunde“. Allerdings lassen sich viele Phishing-Mails heutzutage nicht mehr ohne Weiteres als solche entlarven. Wenn Sie eine verdächtige E-Mail erhalten, geben Sie auf gar keinen Fall irgendwelche persönlichen Daten ein und öffnen Sie niemals eine angehängte Datei. Überprüfen Sie die Absenderadresse und das Impressum und informieren Sie sich über aktuelle Phishing-Versuche, z.B. über den Phishing-Radar der Verbraucherzentrale. Auch die URL einer Webseite kann Hinweise liefern: Kreditkartenanbieter, Banken und Online-Shops nutzen eine SSL-gesicherte Verbindung und übertragen Ihre Daten verschlüsselt. Diese erkennen Sie an Symbolen wie einem Vorhängeschloss im Browser oder am „https“ vor der Internetadresse.

Antworten Sie nicht auf die Mail und nutzen Sie auch keinesfalls die dort angegebenen Kontaktdaten, sondern recherchieren Sie Ihre Kontaktmöglichkeiten auf der echten Website des Anbieters und wenden Sie sich direkt an das Unternehmen. Sie können die E-Mail vor dem Löschen auch an die Verbraucherzentrale (Phishing@verbraucherzentrale.nrw) und den echten Anbieter weiterleiten, um diese über den Betrugsversuch zu informieren. Einige Unternehmen wie zum Beispiel PayPal stellen hierfür spezielle E-Mail-Adressen zur Verfügung (spoof@paypal.com).

Wenn Sie den Betrügern ins Netz gegangen sind

Sind Sie auf eine Phishing-Mail hereingefallen und haben ein Schadprogramm installiert oder Zugangsdaten preisgegeben, oder wenn Ihr Konto wurde auf andere Art gehackt wurde, sollten Sie umgehend handeln. Informieren Sie das Unternehmen, das die Betrüger nachgeahmt haben, lassen Sie die betroffenen Kreditkarten/Konten sperren, ändern Sie Ihre Zugangsdaten, überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und stellen Sie Strafanzeige bei der Polizei. Haben Sie ein Schadprogramm installiert, führen Sie zusätzlich einen Online-Scan durch und informieren Sie sich über weitere zu ergreifende Maßnahmen, zum Beispiel auf der Seite des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik. Weitere Informationen zum Thema „Sicherheit im Internet“ erhalten Sie auch in unserem Online-Ratgeber.

Generelle Schutzmaßnahmen

Als generelle Schutzmaßnahme sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Antivirensoftware auf dem neuesten Stand ist und Ihre Passwörter stets die Mindestanforderungen erfüllen. Kombinieren Sie am besten Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig und speichern Sie diese nicht unverschlüsselt auf Ihrem Computer. Eltern sollten zudem nicht nur aus Sicherheitsgründen darauf achten, dass auf für Kinder zugänglichen Geräten eine Jugendschutzsoftware installiert ist. Diese lässt Ihre Kinder nur auf geprüfte Internetseiten zugreifen und nutzt verschiedene Filter und teilweise auch Zeitlimits, die Sie selbst bestimmen können. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter http://www.sicher-online-gehen.de/.

Sie sehen, mit den entsprechenden Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen können Sie die Freiheiten und Vorteile von Online-Banking, -Shopping und Co. unbeschwert genießen!

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