Ausgabe 07/2018
Sicheres Smart Home

Mit Smart-Home-Systemen kann man sein Heim auf vielfältige Weise besser schützen. Die Vernetzung von Haussteuerung, Überwachung und Abschreckung erschwert Einbrechern ihr Vorhaben.

Von den Nachbarn unbemerkt schleichen sich die beiden Einbrecher auf das Grundstück. Mit dem Brecheisen versuchen sie, die Terrassentür aufzuhebeln – vergebens. Dann probieren sie es an einem Fenster. Tatsächlich gelingt es ihnen, dieses zu öffnen. Doch dann gehen im Inneren die Lichter an, die Rollos fahren herunter, ein Hund schlägt an. Erschrocken blicken sich die Ganoven um – und fliehen über den Zaun auf das Nachbargrundstück. Kurz darauf trifft die Polizei ein. Zwar sind die Täter weg, doch es gibt eine unbestechliche Zeugin: eine Kamera oberhalb der Terrassentür, die den Beamten ein gestochen scharfes Video des Tathergangs liefert.

Startersets mit grundlegenden Sicherheitskomponenten

Gerade beim Einbruchschutz kann ein Smart-Home-System seine Stärken voll ausspielen: Sensoren helfen, schon frühzeitig die Gefahr zu erkennen; die Verknüpfung mit Elementen wie der Beleuchtung dient der Vortäuschung von Anwesenheit; Sirenen und Lautsprecher schrecken Einbrecher ab. Zugleich hat man über die Smartphone-App immer die volle Kontrolle über das, was zu Hause gerade vor sich geht. Das System schickt nicht nur Bilder oder ein Live-Video, sondern lässt sich auch über das Smartphone steuern. So kann man es bei Bedarf auch umgehend wieder abstellen. Zum Beispiel, wenn man im Video sieht, dass lediglich der Nachbar beim Gießen im Garten einen Fehlalarm ausgelöst hat.

Wer ein Smart-Home-System einrichten möchte, muss nicht gleich auf ein High-Tech-Komplettpaket setzen. In der Regel kann man mit einem einfachen Starterset loslegen, das Türen- und Fensterkontakte beinhaltet. Diese registrieren, wenn jemand versucht, ins Haus einzudringen. Sie erhalten dann eine Push-Nachricht auf Ihr Smartphone und entscheiden, was zu tun ist: zum Beispiel gleich die Polizei zu informieren. Nach Bedarf und persönlichem Sicherheitsbedürfnis erweitern Sie das System und rüsten Bewegungsmelder nach, später vielleicht Überwachungskameras oder Luftgütemesser (sie erfassen den CO2-Gehalt der Luft, eine Veränderung deutet auf die Anwesenheit eines oder mehrerer Menschen hin). Wer keinen echten Wachhund besitzt, kann über einen Lautsprecher Gebell abspielen oder eine Sirene aufheulen lassen.

Smart Home ergänzt mechanischen Schutz

Der Grundgedanke des smarten Heims ist, dass alle Komponenten kabellos, per Bluetooth oder WLAN, miteinander kommunizieren und über eine Steuerungszentrale miteinander verbunden sind. Zudem werden Regeln festgelegt: Welche Aktion ist auszulösen, wenn ein Sensor eine Manipulation registriert? Geht nur das Licht an oder schaltet sich auch gleichzeitig die Überwachungskamera ein? Zudem lassen sich die Zeiten bestimmen, in denen das System aktiviert ist. Auch alle automatisch ablaufenden Vorgänge wie das Heben und Senken der Rollos lassen sich per App steuern, entweder zu einem festen Zeitpunkt oder zufällig innerhalb eines bestimmten Zeitfensters. Gerade dadurch kann man auf recht überzeugende Art seine Anwesenheit vortäuschen.

Doch bevor man sein Zuhause mit einer intelligenten Steuerungs- und Sicherheitstechnik ausrüstet, muss man noch eine grundlegende Frage beantworten: Wählt man ein geschlossenes System und legt sich damit auf einen bestimmten Anbieter fest – oder entscheidet man sich für eine Plattformlösung, an der mehrere Technologie-Entwickler beteiligt sind. Deren verschiedene Komponenten lassen sich beliebig miteinander kombinieren, weil sie über einen offenen Kommunikationsstandard miteinander vernetzt sind. Zu den gängigen Smart-Home-Standards gehören neben den beiden Platzhirschen ZigBee und Z-Wave auch einige kleinere, aber nicht weniger funktionsstarke Plattformen. Zu nennen wäre hier vor allem QIVICON, ein Standard, der von der Deutschen Telekom aus der Taufe gehoben wurde.

Intelligenter Brandschutz für ein sicheres Zuhause

Mit Smart Home wird das Heim nicht nur schlau, sondern auch sicher. Wenn Sie mehr zum Einbruchschutz mit Smart-Home-Features erfahren wollen, lesen Sie doch einfach unseren Ratgeber. Doch Sicherheit hört beim Einbruchschutz noch lange nicht auf: Auch Brandschutz spielt eine große Rolle. Während der klassische Rauchmelder nur durch ein lautes Piepen und ein blinkendes Warnlicht auf einen Brand aufmerksam macht, kann die vernetzte Variante deutlich mehr. Intelligente Rauchmelder lassen sich z. B. koppeln, sodass nicht nur ein Gerät piept, sondern alle Rauchmelder Alarm schlagen – auch über mehrere Etagen hinweg.

Die Rauchmelder können auch mit anderen Smart-Home-Elementen verknüpft werden. So schalten sie z. B. das Licht an, um die aus dem Schlaf hochgerissenen Bewohner sicher und auf direktem Weg aus der Wohnung bzw. dem Haus zu leiten. Zudem ist es möglich, dass die zentrale Steuerung bestimmte Rollläden hochfährt, z. B. vor der Terrassentür, wodurch diese schnell als zusätzlicher Fluchtweg offensteht. Wird dann noch die Außenbeleuchtung aktiviert, profitiert auch die Feuerwehr von der Extra-Beleuchtung und kann schneller mit den Löscharbeiten beginnen.

Mehr Komfort und weniger Energieverbrauch

Mit Smart Home haben Sie das gute Gefühl, dass Ihr Zuhause in sicheren Händen ist – sei es tagsüber, während Sie im Büro sind, sei es im Urlaub. Smart Home steigert aber nicht nur die Sicherheit, sondern erhöht auch den Komfort – und hilft Ihnen außerdem dabei, Energie zu sparen. Vernetzen Sie beispielsweise Heizkörper-Thermostat und Fensterkontakt miteinander, schaltet der Kontakt automatisch die Heizung aus, wenn Sie das Fenster öffnen. Zudem können Sie die Heizung jederzeit und von überall per App steuern und so z. B. im Winter die Wohnung eine halbe Stunde vor Ihrer Ankunft auf Wohlfühltemperatur bringen. Den ganzen Tag über werden Ihre Räume auf Sparflamme geheizt, um Energie zu sparen. Bei Ihrer Rückkehr aus dem Büro ist das Zuhause aber dennoch schon kuschelig warm.

Mehr Sicherheit, mehr Komfort, weniger Energie – mit Smart Home gelingt dies spielend leicht. Schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern und Bränden, schaffen Sie sich Ihre individuelle Wohlfühloase und senken Sie Ihre Ausgaben für Wärme und Licht. Noch mehr bares Geld sparen Sie, wenn Sie bei CosmosDirekt eine Hausratversicherung im Comfort-Tarif abschließen. Auf Wunsch schenken wir Ihnen ein Smart-Home-Gerät für den Einstieg ins sichere Zuhause. Sie haben die Wahl zwischen dem kostenlosen Home Control Starter Paket von devolo und einem Rabatt in Höhe von 50 Prozent auf einen intelligenten Rauch- und CO-Melder von Nest.

Der technische Fortschritt macht es möglich: Dank Smart Home sind Sie jederzeit mit Ihrem Zuhause verbunden – einfach per App über das Internet. Die intelligenten Geräte und die vernetzte Steuerung schützen es vor Gefahren und informieren Sie jederzeit über die aktuelle Lage. So lässt es sich viel entspannter urlauben. Wir wünschen eine gute Reise!

Bußgelder im Ausland

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