Ausgabe 07/2020

Der Sommerhitze trotzen

So schön sommerliche Temperaturen auch sind, ab einem gewissen Grad können sie zur Belastung werden. Es gibt aber Mittel und Wege, die Hitze etwas erträglicher zu machen.

Der Sommerhitze trotzen

42,6 Grad Celsius – dieser Hitzerekord wurde im Juli 2019 in Lingen aufgestellt1. Bei solch hohen Temperaturen kommen selbst Sonnenanbeter an ihre Grenzen. Die Gluthitze belastet den Körper, und das nicht nur tagsüber. Kühlt es auch in der Nacht nur leicht ab, ist der Schlaf wenig erholsam. Die Außentemperaturen können wir leider nicht beeinflussen. Maßnahmen wie richtiges Lüften und Trinken helfen aber dabei, gesund und mit einem kühlen Kopf durch den Sommer zu kommen.

Abkühlung der eigenen vier Wänden

Bei längeren Wärmeperioden steigen auch die Innentemperaturen. Dachgeschosswohnungen sind besonders betroffen. Gerade jetzt, wo im Zuge der Corona-Pandemie viele von zu Hause arbeiten, erschweren die Temperaturen aber nicht nur das Leben nach Feierabend, sondern auch das Arbeiten im Homeoffice. Am besten ist es, die warme Luft gar nicht erst in die Wohnung zu lassen.

Warme Luft aussperren

Richtiges Lüften ist eine einfache und effektive Maßnahme. Es trägt dazu bei, dass sich die Räume weniger schnell erhitzen. Die frühen Morgen- und späten Abendstunden eignen sich am besten. Um warme Innenluft heraus- und kühle Außenluft hereinzulassen, empfiehlt es sich, alle Fenster der Wohnung komplett zu öffnen. Denn Stoßlüften mit Durchzug ist am effektivsten. In der Nacht sorgen feuchte Bettlaken oder Handtücher für Abkühlung. Werden sie vor das Fenster gehängt, kühlt die Verdunstungswärme den Raum. Damit die warme Luft tagsüber draußen bleibt, sollten die Fenster geschlossen und mit hellen oder metallischen Rollos abgedunkelt werden. Sie reflektieren die Sonnenstrahlen. Noch wirkungsvoller ist ein außenliegender Sonnenschutz, zum Beispiel Rollläden oder Fensterläden. Da diese die Optik des Hauses verändern, ist vor der Montage jedoch die Erlaubnis des Vermieters einzuholen.

Betriebswärme elektrischer Geräte vermeiden

Elektrogeräte erzeugen während des Betriebs Wärme. Nicht auf alle Geräte kann man verzichten – gerade im Homeoffice. Werden Drucker, Monitore oder Musikanlage jedoch gerade nicht benötigt, sollten diese nicht im Stand-by-Modus belassen, sondern ausgeschaltet werden. Im Smart Home ist das besonders einfach. Sind die Geräte über ein Netzwerk miteinander verbunden, lassen sie sich einfach per App steuern.

Heizungseinstellungen anpassen

Eine Heizung soll die Raumtemperatur anheben. Sie ist aber auch dann eine Wärmequelle, wenn ihre Dienste nicht unbedingt benötigt werden. Im Idealfall stellt man sie in der warmen Jahreszeit komplett ab. Das geht aber nur, wenn sie nicht auch zur Warmwasserbereitung benötigt wird. In diesen Fällen steht aber in der Regel ein „Sommerbetrieb“ zur Verfügung. Positiver Nebeneffekt: Die Maßnahmen schützen nicht nur vor Wärme, sie sparen auch Energie.

Ventilatoren und Klimageräte

Ventilatoren kühlen zwar nicht die Raumluft herunter, aber der Luftzug, den sie verursachen, kühlt leicht. Die Geräte sind schon ab 20 Euro erhältlich. Hinzu kommen die Kosten für den Strom. Laut Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen liegen diese bei einem jährlichen Betrieb von rund 500 Stunden zwischen 5 und 10 Euro. Klimageräte sind sowohl in der Anschaffung als auch im Betrieb etwas teurer. Preise für mobile Geräte beginnen bei etwa 500 Euro. Die Stromkosten betragen bei einer vergleichbaren Nutzung pro Jahr 30 bis 100 Euro2.

Einen kühlen Kopf bewahren

Sommerliche Hitze ist für den Körper Schwerstarbeit. Zudem birgt auch die direkte Einwirkung der Sonnenstrahlen auf den Körper Gefahren. Um gesund durch die warme Jahreszeit zu kommen, empfiehlt es sich unter anderem, ausreichend zu trinken.

Richtig trinken und erfrischen

Um zu verhindern, dass die Körpertemperatur zu sehr steigt, produziert der Körper Schweiß. Dieser verdunstet auf der Haut, was einen kühlenden Effekt hat. Das ist aber nur möglich, wenn für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gesorgt wird. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, rund 1,5 Liter am Tag zu trinken. Bei großer Hitze dürfen es laut DGE auch 3 Liter und mehr sein. Ideale Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Früchte- und Kräutertees sowie Fruchtsaftschorlen. Von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, grünem und schwarzem Tee sowie gesüßten Erfrischungsgetränken wird abgeraten. Das gilt auch für Alkohol3, denn er entzieht dem Körper Flüssigkeit. Auch wenn es sich zunächst angenehm anfühlen mag, ist der Genuss eiskalter Getränke nicht zu empfehlen. Sie können den Magen-Darm-Trakt belasten. Zudem versucht der Körper die Kälte wieder auszugleichen und wärmt sich von innen her auf – nicht besonders effektiv, wenn man sich eigentlich abkühlen möchte. Das gilt übrigens auch für kalte Duschen. Besser ist es, lauwarmes Wasser zu trinken und lauwarm zu duschen. Möchte man sich trotzdem erfrischen, sind nasse Handtücher ideal. Auf den Schultern oder als Wadenwickel kühlen sie den Körper.

Schutz vor der Sonne

Mit der richtigen Kleidung kommt man auch bei hohen Temperaturen weniger stark ins Schwitzen. Baumwolle und Leinen sind atmungsaktiv und lassen Luft an den Körper. Lange Hosen und Oberbekleidung sowie Hüte reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung und bieten damit einen zusätzlichen Schutz. Auf Sonnencreme sollte trotzdem nicht verzichtet werden. Am effektivsten ist es jedoch, die pralle Sonne zu meiden. Wer nicht auf körperliche Aktivität verzichten möchte, sollte in den frühen Morgenstunden Sport treiben.

Kommen Sie gut durch die heißen Tage!

1 Deutscher Wetterdienst: https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2019/20190830_deutschlandwetter_sommer2019.pdf?__blob=publicationFile&v=2

2 Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/energetische-sanierung/hitzeschutz-im-sommer-einfache-tipps-fuer-zu-hause-27952

3 Deutsche Gesellschaft für Ernährung:
https://www.dge.de/presse/pm/die-besten-durstloescher-im-sommer/

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