CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 08/2014
Sicher Radfahren

Spätestens wenn es wieder wärmer wird, ersetzt das Fahrrad für viele das Auto. Wie Fahrradfahrer möglichst gut vorbereitet und für den Ernstfall finanziell abgesichert sind, erklärt CosmosDirekt.

Rund zehn Prozent aller Wege legen die Deutschen mit dem Fahrrad zurück.1 Vor allem für Einkäufe und Erledigungen (62 Prozent) oder Ausflüge (59 Prozent) treten Radfahrer kräftig in die Pedale. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) schwingt sich auch für den Weg zur Arbeits- oder Ausbildungsstätte auf den Sattel.2 CosmosDirekt gibt Fahrradfahrern Tipps, wie sie möglichst sicher fahren und sich für den Fall der Fälle schützen.

Den richtigen Weg nutzen

Gibt es einen gekennzeichneten Radweg, müssen Radler diesen auch benutzen. Ansonsten teilen sie sich mit den Autofahrern die Fahrbahn. Viele empfinden das als einen lästigen Unsicherheitsfaktor: Wie eine forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt jetzt ergab, fühlen sich 49 Prozent der Radfahrer im Straßenverkehr am meisten durch fehlende Infrastruktur gestört.3 Kinder dagegen fahren bis zum 8. Lebensjahr mit dem Rad auf dem Gehweg richtig und können bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres zwischen Gehweg und Fahrbahn wählen. Auch Erwachsene sollten über Sonderregeln Bescheid wissen: Das Zusatzzeichen „Radfahrer frei“ erlaubt, den Gehweg zu nutzen oder in einer Einbahnstraße in Gegenrichtung zu fahren. Übrigens: Nutzen Radfahrer beispielsweise Fußgängerüberwege oder -ampeln mit fehlendem Radstreifen, ohne zuvor abzusteigen, trifft sie bei einem Zusammenstoß mit einem Kfz möglicherweise eine Mithaftung.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) befolgen

Auch auf dem Sattel können Verstöße gegen die StVO Geldstrafen und Punkte in Flensburg nach sich ziehen. Teuer zu stehen kommt beispielsweise das Missachten roter Ampeln – abhängig von der Länge der Rotphase zwischen 45 und 100 Euro. Spitzenreiter im Bußgeldkatalog und kein Kavaliersdelikt: Alkohol „am Lenker“. Schlimmstenfalls kann der Führerschein entzogen werden und man riskiert seinen Versicherungsschutz in der Unfallversicherung.

Wichtiger Begleiter: der Helm

Das Tragen des Fahrradhelms ist in Deutschland noch nicht gesetzlich vorgeschrieben. Obwohl Fahrradhelmhersteller inzwischen unauffällige und leichte Modelle mit hohem Tragekomfort anbieten, ist mehr als die Hälfte der deutschen Radfahrer (51 Prozent) heute noch helmlos unterwegs. Nur 15 Prozent fahren immer mit Helm.4 „Dabei kann ein Fahrradhelm vor schwerwiegenden Kopfverletzungen schützen“, sagt Bernd Kaiser, Versicherungsexperte bei CosmosDirekt.

Den richtigen Schutz wählen – schon vor der Abfahrt

Auf die gesetzliche Unfallversicherung können im Falle eines Unfalls nur die Radfahrer zählen, die gerade auf dem direkten Weg von oder zur Arbeit, zur Schule oder zur Kita waren. Gerade für Freizeitradler ist deshalb eine private Unfallversicherung sinnvoll: Bleiben nach einem Sturz dauerhaft gesundheitliche Beeinträchtigungen, kann dies finanziell zu einer enormen Belastung werden. Auch die private Haftpflichtversicherung ist für Radfahrer immer empfehlenswert.
Wer einen Unfall verursacht und dabei einem Dritten einen Schaden zufügt, kann schnell mit erheblichen Schadenersatzansprüchen konfrontiert werden. Eine Absicherung ist daher für jeden Fahrradfahrer unverzichtbar.

1 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Fahrradverkehr

2 Fahrrad-Monitor Deutschland, 2013

3 Repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von CosmosDirekt unter 1.002 Fahrradfahrern ab 18 Jahren, 2014

4 Fahrrad-Monitor Deutschland 2013

Fahrrad fahren

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