CosmosDirekt - Die Versicherung.
Ausgabe 08/2015
Wenn’s blitzt & kracht

Riesige Hagelkörner, sintflutartiger Regen, Blitze und Sturm – jeden Sommer entstehen große Schäden durch Hitzegewitter und Unwetter. Wir sagen Ihnen, wie Sie Ihr Hab und Gut schützen können.

In den Sommermonaten braut sich an heißen Tagen oft einiges zusammen – und entlädt sich in teils heftigen Hitzegewittern mit unwetterartigen Niederschlägen, Sturmböen und einer wahren Flut an Blitzen. Regelmäßig werden Häuser abgedeckt, Keller überflutet, Autos von golfballgroßen Hagelkörnern schwer beschädigt und Dächer durch Blitzeinschläge in Brand gesetzt. Bevor wir Ihnen sagen, welche Versicherung im Schadensfall greift, gehen wir der Frage der nach, wie es überhaupt zu solchen Unwettern aus quasi heiterem Himmel kommen kann.

So entsteht ein Hitzegewitter

Wenn es sehr heiß ist, verdunstet viel Wasser und steigt als Wasserdampf mit der warmen Luft nach oben, wo kilometerhohe Gewittertürme in Form von sogenannten Cumulonimbuswolken entstehen können. Die Vorboten dieser Schauer- und Gewitterwolken sind die auch als „Schäfchenwolken“ bekannten harmlosen Cumuluswolken, die durch hohe Luftfeuchtigkeit und lokal begrenzten Aufwind entstehen. Die aufsteigenden Luftmassen dehnen sich aus und kühlen sich ab. Je höher sie steigen, desto kühler wird es, sodass der Wasserdampf kondensiert. Ist die Luftfeuchtigkeit hoch genug und gelangt der Wasserdampf in Temperaturbereiche, die zu einer Vereisung führen, wird aus der Cumulus- eine Cumulonimbuswolke, die Niederschlag in Form von Regen oder gar Hagel mit sich bringen kann.

Zudem laden sich die Tröpfchen und Kristalle im Wolkeninneren durch die starke Zirkulation von warmen und kalten Luftströmen elektrisch auf und es entstehen Spannungsunterschiede. Während sich in der oberen Wolkenhälfte, wegen ihrer Form auch Amboss genannt, Eiskristalle positiv aufladen, häufen sich an der Wolkenbasis negativ geladene Tropfen. Hat die Aufladung innerhalb der Wolke eine bestimmte Größe erreicht, kommt es zum elektrischen Ausgleich der positiven und negativen Teilchen, der mit einem gigantischen Kurzschluss vergleichbar ist. Der Blitz kann sich innerhalb der Wolke oder auch zwischen Wolke und Boden entladen. An einem besonders aktiven Gewittertag treffen bis zu 100.000 Blitze die Erde – mit teils erheblichen Folgeschäden.

Schäden durch Blitze und Unwetter

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV verzeichneten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer 2013 340.000 Blitz- und Überspannungsschäden, die sich auf insgesamt 280 Millionen Euro beliefen.

Dabei ist die Anzahl der Schäden, die durch direkte Blitzeinschläge entstehen, vergleichsweise gering. Häufiger sind die indirekten Überspannungsschäden, die elektrische sowie elektronische Geräte beschädigen und 2013 mit 80 Prozent den größten Anteil ausmachten. Durch Sturm und Hagel entstand 2013 laut GDV insgesamt ein Schadenaufwand in Höhe von 2,34 Milliarden Euro – ein Rekord, der auf die beiden Orkane Christian und Xaver zurückzuführen ist.

Welche Versicherung springt bei welchen Schäden ein?

Welche Versicherung im Schadensfall greift, hängt sowohl vom Schaden als auch vom beschädigten Objekt sowie der Ursache ab. Wenn durch Überspannungsschäden elektrische und elektronische Geräte zerstört werden, springt die Hausratversicherung ein, die für Schäden am Inventar aufkommt. Wird hingegen das Dach durch einen Blitzeinschlag in Brand gesetzt oder werden das Dach, die Fenster oder die Fassade durch die Folgen eines Sturms beschädigt, ersetzt die Wohngebäudeversicherung den Schaden. Allerdings sind Sturmschäden erst ab Windstärke acht abgesichert. Kommt es durch Starkregen zu Überschwemmungen, muss die Versicherungspolice auch Elementarschäden mit einschließen. Die entsprechende Zusatzleistung ist häufig gegen einen geringen Mehrbeitrag erhältlich, so auch bei CosmosDirekt. Sollte Ihr Auto durch Hagelkörner, umstürzende Bäume, abbrechende Äste oder umherfliegende Gegenstände in Mitleidenschaft gezogen werden, ist dies ein Fall für die Kfz-Teilkasko-Versicherung.

Übrigens: Sich selbst schützen Sie im Freien während eines Gewitters am besten, wenn Sie eine Mulde aufsuchen und dort in die Hocke gehen. Das alte Sprichwort „Buchen sollst du suchen, Eichen sollst du weichen“ ist kein guter Ratschlag, da es dem Blitz herzlich egal ist, um welche Baumart es sich handelt.

Wenn’s blitzt & kracht

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