Ausgabe 08/2017
Volksleiden Berufsunfähigkeit

Ob Unfall oder Erkrankung, ob Depression oder Burnout – rund jeder vierte Deutsche muss seinen Job vor dem Rentenalter aufgeben. Ein Berufsunfähigkeits-Schutz federt zumindest die finanziellen Folgen ab.

Berufsunfähigkeit? Davon sind doch nur Dachdecker, Gerüstbauer und andere Handwerker betroffen – so das Klischee. Die Realität sieht anders aus: Jeder kann in die Situation geraten, seinen Beruf nicht mehr ausüben zu können – auch alle, die in einem Bürojob arbeiten. Längst sind die klassischen Ursachen für eine Berufsunfähigkeit, zum Beispiel Bandscheibenvorfälle oder Hüftarthrosen, ins Mittelfeld der Rangliste gerutscht. Weitaus häufiger sind langjährige Depressionen oder ein Burnout für eine Berufsunfähigkeit (BU) verantwortlich: Fast jeder dritte Leistungsfall der Berufsunfähigkeitsversicherung ist mittlerweile auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen.

Allerdings ist der staatliche Schutz für alle, die dann nicht mehr arbeiten können, sehr beschränkt. Vor allem für alle Jahrgänge, die 1961 und danach geboren wurden. Für sie gilt: Nur wer weniger als drei Stunden pro Tag arbeitsfähig ist, erhält die volle Erwerbsminderungsrente. Und die beträgt durchschnittlich 719 Euro. Finanzielle Absicherung bietet nur ein privater Berufsunfähigkeits-Schutz. Je eher Arbeitnehmer eine Police abschließen, desto besser. Dadurch bleiben auf lange Sicht die Beiträge niedrig, Vorerkrankungen spielen noch kaum eine Rolle – und trotzdem sichert im Fall des Falles die Berufsunfähigkeitsversicherung die eigene Existenz. Wer nämlich seinen Job aus gesundheitlichen Gründen aufgeben muss, findet in der Regel keine gleichwertige Stelle, die ihm ein Einkommen in der gewohnten Höhe garantiert. Der Chirurg, der nicht mehr operieren kann, und nun als medizinischer Gutachter für sein Krankenhaus arbeitet? Ein Ausnahmefall.

Individueller Schutz durch Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen will, muss einiges beachten. Der Schutz wird von der Versicherung individuell auf die Situation des Versicherungsnehmers abgestimmt. Das bedeutet: Alter, Beruf, Hobbys und der momentane Gesundheitszustand fließen in die Risikokalkulation ein. Wer dem Zigarettenkonsum frönt, muss mehr zahlen als ein Nichtraucher. Auch bei bestimmten Extremsportarten wird ein Aufschlag fällig. Und manche Vorerkrankungen wie Allergien, Rückenleiden oder psychotherapeutische Behandlungen in den zurückliegenden Jahren können vom Versicherer als Ursache für eine Berufsunfähigkeit ausgeschlossen werden.

Entsprechend den Konditionen steht dann am Ende ein Preis. Der monatliche Beitrag wird aber doppelt angegeben: einmal als Brutto-(oder Tarif-)Beitrag, einmal als Netto-(oder Zahl-)Beitrag. Da die Versicherer die erwirtschafteten Überschüsse mit den Brutto-Beiträgen verrechnen, die gemäß den Tarifleistungen zu zahlen wären, fallen die Netto-Beiträge in der Regel niedriger aus. Der Versicherungsnehmer zahlt in diesem Fall also weniger als kalkuliert. Allerdings kann sich der Netto-Beitrag von Jahr zu Jahr ändern, je nach der Gewinnsituation des Versicherers. Er kann jedoch den Brutto-Beitrag nicht übersteigen. Dieser stellt die Obergrenze dar. Doch unsere Experten setzen alles daran, Beitragsanpassungen zu vermeiden. Seit dem Bestehen von CosmosDirekt haben wir daher in bereits abgeschlossenen Verträgen zur Berufsunfähigkeit noch nie den Netto-Beitrag angehoben.

75 Prozent des Nettohaushaltseinkommens absichern

Bleibt noch die Frage nach der monatlichen Summe, die abgesichert werden soll. Deren Höhe sollte ausreichen, um alle laufenden Ausgaben zu decken. Dabei sind Kosten für die Familie, Wohnung oder das Haus, für die Altersvorsorge und sonstige Versicherungen zu berücksichtigen. Als Überschlagsformel empfehlen unsere Versicherungsexperten, etwa 75 Prozent Ihres derzeitigen Haushaltsnettoeinkommens abzusichern. Freiberufler und Selbstständige sollten ihre jährlichen Ausgaben detailliert auflisten und auf zwölf Monate umrechnen. Falls Einnahmen aus Vermietungen oder größeren Kapitalanlagen bestehen, sollten diese auch berücksichtigt werden.

Beim Ausfüllen des Antrags sollten Sie alle Fragen zum Gesundheitszustand unbedingt wahrheitsgemäß beantworten. In der Regel fragt der Versicherer ambulante Behandlungen der vergangenen fünf Jahre ab, bei Krankenhausaufenthalten sind es zehn Jahre. Und vereinbaren Sie bei Ihrem Berufsunfähigkeits-Schutz unbedingt eine Nachversicherungsgarantie und eine Beitragsdynamik. Durch die Nachversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung können Sie zu bestimmten Anlässen wie Hochzeit oder der Geburt eines Kindes die BU-Rente erhöhen. Und mit der Dynamik steigen Beitrag und Rente jährlich um einen vereinbarten Prozentsatz. So können Sie auch in 20 oder 30 Jahren noch Ihren – dann hoffentlich weiter gestiegenen – Lebensstandard halten.

So wichtig ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung

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