Ausgabe 08/2018
Umgang mit Geld früh lernen

Für Kinder ist es wichtig, den richtigen Umgang mit Geld bereits in jungen Jahren zu erlernen. Ein gutes Instrument hierzu ist ein regelmäßiges Taschengeld.

So viel Süßigkeiten kaufen, dass man davon Bauchweh bekommt oder doch erst mal das Sparschwein füttern? Vor dieser Entscheidung stehen Kinder, wenn sie durch Taschengeld oder Geldgeschenke erstmals über – wenn meist auch bescheidene - eigene finanzielle Mittel verfügen.

Taschengeld ist wichtig, damit Kinder schon früh lernen, mit Geld umzugehen. Sie können dann selbst entscheiden, was sie sich leisten können und möchten, und übernehmen schrittweise Verantwortung. Allgemein wird empfohlen, Kindern spätestens ab Schulbeginn Taschengeld zu geben. Eine Staffelung nach Alter ist hierbei sinnvoll.

Für kleine Kinder sinnvoll: das Sparschwein

Was es bedeutet zu sparen, lernen Kinder mithilfe des klassischen Sparschweins. In dem Moment, in dem sie ihr Taschengeld ins Sparschwein stecken, statt es sofort auszugeben, haben sie einen wichtigen Schritt zum verantwortungsvollen Umgang mit Geld gemacht. Denn sie haben gelernt, dass nicht alle Wünsche sofort befriedigt werden müssen und können, und dass man vielleicht auch auf einen größeren Wunsch hin sparen muss.

Aber wie hoch sollte das Taschengeld sein?

Gerade zu Beginn des neues Schuljahres stellen sich viele Eltern die Frage: Wie viel Budget sollte der Nachwuchs zur Verfügung haben? Die durchschnittliche Taschengeldhöhe liegt in diesem Jahr bei 3,50 Euro pro Woche, und damit insgesamt bei 15,17 Euro monatlich, zeigt die aktuelle forsa-Trendumfrage im Auftrag von CosmosDirekt*. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Eltern von Sechs- bis Neunjährigen in Deutschland geben an, ihren Kindern Taschengeld zur Verfügung zu stellen. Konkret bedeutet das: 21 Prozent bekommen bis zu zwei Euro pro Woche, 17 Prozent zwischen zwei und drei Euro und 15 Prozent sogar fünf Euro und mehr. Für 39 Prozent der Befragten trifft nichts davon zu: Sie geben kein Taschengeld. Nicole Canbaz, Vorsorge-Expertin bei CosmosDirekt empfiehlt Eltern den Umgang mit Geld so früh wie möglich zu vermitteln: „Selbst kleine Geldbeträge helfen unseren Jüngsten dabei, Schritt für Schritt zu lernen mit Geld verantwortungsvoll umzugehen. Dafür sollten Kinder ein regelmäßiges Taschengeld erhalten, über das sie frei verfügen können.“ Als Richtschnur können dabei die aktuellen Taschengeldempfehlungen der Jugendämter dienen.

Und woran sollte man sich orientieren?

Noten, Benehmen oder die Klassenstufe? Woran Eltern die Taschengeldhöhe für ihren Nachwuchs orientieren, kann sich von Familie zu Familie stark unterscheiden. Die absolute Nummer eins ist aber das Alter des Kindes. Mehr als zwei Drittel (71 Prozent) der deutschen Eltern mit Kindern im Alter von 6 bis 9 Jahren orientiert sich daran. Weitere Faktoren für die Taschengeldhöhe sind das Verhalten (16 Prozent), die Schulnoten (9 Prozent) und die Klassenstufe (9 Prozent).

Größere Beträge gehören nicht ins Sparschwein

Auch wenn das Sparschwein ein gutes Mittel ist, um den Umgang mit Geld und den Sinn des Sparens zu erlernen, sollten größere Beträge wie z. B. Geldgeschenke, nicht dort landen. Hier ist es besser, das Geld sinnvoll anzulegen, z. B. mit dem Kinder-SparPlan – und sich damit langfristig Renditechancen zu sichern.

* Repräsentative Trendumfrage „Taschengeld 2018“ des Meinungsforschungsinstituts forsa im Auftrag von CosmosDirekt. Von April bis Mai 2018 wurden in Deutschland 502 Eltern von Kindern zwischen sechs und neun Jahren befragt.

Umgang mit Geld früh lernen

Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann empfehlen Sie ihn gerne weiter!

Weitere Beiträge.
Einsatzhelfer im Notfall: Die Rettungskarte

Moderne Autos bieten den Insassen ein hohes Maß an Sicherheit. Doch nach einem schweren Unfall können verstärkte Bereiche in der Karosserie die Arbeit der Einsatzkräfte behindern. Die Rettungskarte gibt fahrzeugspezifische Informationen für die Rettungskräfte, wenn bei der Bergung von Verletzten jede Sekunde zählt.

Tipps für Sternegucker

Im August regnet es wieder Sternschnuppen, wenn der Perseiden-Schauer den Nachthimmel zum Leuchten bringt. Frühaufsteher und Nachteulen erwartet ein faszinierendes Spektakel.