Ausgabe 08/2019
Sicher vor Hackern

Kaum jemand kommt heute ohne Facebook, Instagram oder andere Social-Media-Kanäle aus. Mit unseren Tipps machen Sie Ihr Benutzerkonto sicherer und schützen Ihre Privatsphäre.

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen

Ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung zum Beispiel bei einem Facebook-Konto aktiviert, braucht man für die Anmeldung neben dem Passwort auch noch einen Code. Dieser ist jedes Mal ein anderer und wird wie die mobile TAN beim Online-Banking auf das Smartphone des Nutzers gesendet. Dieser zusätzliche Schritt sorgt dafür, dass ein Benutzerkonto auch dann noch sicher ist, wenn das Passwort gestohlen wurde.

Wer seine mobile Telefonnummer nicht bei der Plattform hinterlegen möchte, kann oft auch auf andere Authentifizierungsmethoden zurückgreifen, beispielsweise auf den Google Authenticator. Dazu laden Sie die Google Authenticator-App für iOS oder Android auf Ihr Smartphone und aktivieren sie, indem Sie sich mit Ihrem Google-Konto unter „Konto einrichten“ anmelden. Anschließend fügen Sie die Plattformen hinzu, für die Sie eine doppelte Authentifizierung wünschen. Die App generiert dann bei jeder Anmeldung auf der Plattform einen individuellen Code, der neben dem Passwort für zusätzliche Sicherheit sorgt.

Starke Passwörter wählen

Ein einzelnes Wort wie „Buch“ oder eine Zahlenreihe wie „1234“ sind einfach zu merken – aber auch leicht zu erraten und somit unsichere Passwörter. Besser ist es, eine Folge aus Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen zu wählen. Auch Passwortphrasen erhöhen die Sicherheit. Das sind ganze Sätze oder Satzteile, die durch Versalien, Sonderzeichen und Zahlen modifiziert werden können und so ein sicheres Passwort bilden, das man sich trotzdem leicht merken kann. Ein Beispiel hierfür wäre: „Ich li3be BÜCHER!“. Bei solchen Phrasen sollte man immer bedenken, dass die Leerzeichen zwischen den Wörtern ebenfalls Teil des Passworts sind.

Auf E-Mails achten

Welche E-Mail man zur Anmeldung gebraucht und wie man mit eingehenden Mails von Social-Media-Plattformen umgeht, wirkt sich auf die digitale Privatsphäre und Sicherheit aus. Wer nicht möchte, dass Facebook oder ein anderer Anbieter die private Mailadresse kennt, sollte sich bei der Erstanmeldung mit einer eigens kreierten Mailadresse registrieren. Allerdings sollte deren Postfach dann regelmäßig geprüft werden: Facebook und andere Plattformen informieren ihre Nutzer oft per Mail über fehlgeschlagene Anmeldeversuche, die unbefugte Dritte durchgeführt haben könnten. Erhält man eine solche Nachricht, ist eine sofortige Änderung des Passwortes anzuraten.

Nur bekannte Kontakte annehmen

Kennt man eine Person nicht, sollte man deren Freundschaftsanfrage auf Facebook auch nicht annehmen. Leider kann man aber auch Kontakten, die man bereits bestätigt hat, nicht immer trauen. Schickt ein Freund eine für ihn oder sie ungewöhnlich formulierte oder in sonstiger Weise auffällige Nachricht, sollte man stutzig werden – ebenso, wenn sie nur aus einem Link besteht. Hier gilt: Lieber nicht klicken, sondern nachfragen, ob die Nachricht tatsächlich vom angegebenen Absender stammt.

Nicht überall angemeldet bleiben

Oft nutzt man seine Social-Media-Profile nicht nur von einem Gerät aus. Viele User sind nicht nur auf dem Laptop zu Hause angemeldet, sondern zusätzlich auf dem Büro-Computer, dem Smartphone und dem Tablet. Über die verwendeten Geräte sollte man stets den Überblick behalten und sich spätestens dann abmelden, wenn man das Gerät verleihen oder verkaufen möchte. Bei Facebook beispielsweise gibt es in den Sicherheitseinstellungen die Möglichkeit, sich anzeigen zu lassen, auf welchen Geräten man aktuell angemeldet ist. Dort kann man sich dann auch direkt von den gewünschten Geräten abmelden.

Privatsphäre-Einstellungen verbessern

Gelangt ein Hacker an persönliche Daten und nutzt diese für kriminelle Handlungen, gehört das zu den schlimmsten Verletzungen der Privatsphäre im Internet. Allerdings sammeln und verteilen auch die Social Media-Plattformen Daten ihrer Nutzer. Das kann und sollte man so gut es geht steuern und einschränken. Dazu gehört, dass man sich beispielsweise bei Musikstreaming-Diensten nicht mit dem Facebook-Konto registriert, denn so erlaubt man Facebook faktisch, auch außerhalb der eigenen Seiten persönliche Daten zu sammeln. Besonders wichtig sind auch die Einstellungen zur Privatsphäre bei Facebook selbst. Hier können Sie unter anderem entscheiden, wer Ihr Profil sehen kann, ob es über Google gefunden wird, und ob Facebook Sie über eine Gesichtserkennung auf Fotos verlinken darf. Auch die Social-Media-Profile bei anderen Anbietern sollten Sie hinsichtlich der Privatsphäre bestmöglich schützen.

Es gibt also eine ganze Reihe von Maßnahmen, die man ergreifen kann, um sein Benutzerkonto und somit die eigene Privatsphäre im Netz zu schützen. Oft haben bereits wenige Klicks eine große Wirkung. Auch wenn es sich vielleicht nicht immer um sensible Daten handelt, die Sie auf Ihren Social-Media-Accounts speichern: Die Informationen gehören Ihnen allein und Sie haben ein Recht darauf, zu bestimmen, wer zu ihnen Zugang hat.

Ob ein Konto gehackt wurde, erkennt man bei Facebook unter anderem daran, dass die E-Mail-Adresse in den persönlichen Daten geändert oder eine zweite hinzugefügt wurde. Beiträge, Freundschaftsanfragen und Nachrichten, die nicht von Ihnen stammen, aber von Ihrem Account verschickt wurden, sind ebenfalls ein Hinweis auf ein kompromittiertes Konto. Ist dies der Fall, sollten Sie unbedingt Ihr Passwort ändern und Facebook den Verdacht melden. Wenn man „facebook hacked“ googelt, findet man die eigens für diesen Fall eingerichtete Seite des Unternehmens.

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