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Ausgabe 09/2015
O'zapft is!

O'zapft is! Mit diesem Ausruf wird auch in diesem Jahr wieder das Münchner Oktoberfest eröffnet. Wenn der Oberbürgermeister Dieter Reiter am 19. September mittags das erste Fass Wiesnbier angezapft hat, beginnt das größte Volksfest der Welt zum 182. Mal. Und Einheimische wie Touristen aus aller Welt strömen in Scharen auf die Wiesn, um 16 Tage lang ausgelassen zu feiern. Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten und einige Sicherheitshinweise zusammengestellt, damit die Wiesn-Gaudi ungetrübt bleibt.

Was 1810 anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Theresa mit einem Pferderennen begann, entwickelte sich im Laufe der Zeit zum Volksfest der Superlative. Im letzten Jahr zog es 6,3 Millionen Besucher auf die Wiesn, die 6,5 Millionen Maß Bier tranken und 116 Ochsen, 59.000 Schweinshaxen und 510.000 Hendl verzehrten. Viele Festzelte, unzählige traditionelle und hochmoderne Fahrgeschäfte, Schaubuden und Stände sorgen für Unterhaltung und das leibliche Wohl – was allerdings gerade für Familien schnell ein recht teures Vergnügen werden kann. Diverse Fahrgeschäfte und Imbissbuden bieten jedoch am Familientag jeden Dienstag von 12 bis 18 Uhr Sonderpreise für Groß und Klein.

Wer’s lieber etwas ruhiger und beschaulicher mag, ist mit einem Besuch der immer beliebter werdenden „Oiden Wiesn“ gut beraten. Das historische Oktoberfest wurde 2010 anlässlich des 200-jährigen Jubiläums am Südende der Theresienwiese ins Leben gerufen und findet abwechselnd mit dem Zentral-Landwirtschaftsfest statt, dem die Oide Wiesn alle vier Jahre weichen muss. Der Eintritt für das Areal mit historischen Fahrgeschäften, nostalgischen Festzelten und anderen Attraktionen beträgt drei Euro.

Schunkeln und schlemmen

14 große und 21 kleine Zelte mit unterschiedlichem Charme und Charakter stellen die Besucher vor die Qual der Wahl. Das Spektrum reicht von traditionellen Zelten (Schützen-Festzelt, Augustiner-Festhalle, Armbrustschützenzelt, Winzerer Fähndl, Löwenbräu-Festhalle) und Zelten fürs jüngere Publikum (Hacker-Festzelt, Schottenhamel, Bräurosl) über Zelte mit besonderem Angebot (Fischer-Vroni, Ochsenbraterei, Weinzelt) bis hin zu Promi-Zelten (Käfers Wiesn-Schänke, Marstall, ehemals Hippodrom). Das Hofbräu-Festzelt ist mit seinen insgesamt knapp 10.000 Sitzplätzen das größte Bierzelt, das kleinste Zelt ist der Glöckle Wirt mit 98 Sitzplätzen.

Allerdings steht man am Abend und an den Wochenenden auch schon vormittags wegen Überfüllung schnell vor verschlossener Tür. Daher empfiehlt es sich, im Vorfeld einen Tisch zu reservieren oder sehr frühzeitig da zu sein, um ins berühmte „Prosit der Gemütlichkeit“ mit seinem „Oans, zwoa – Gsuffa“ einstimmen zu können.

Wiesn ohne Reue

Im großen Gedränge kann es allerdings schnell passieren, dass man jemanden unabsichtlich in Mitleidenschaft zieht – zum Beispiel, wenn auf den Bänken getanzt wird und man das Gleichgewicht verliert oder von anderen Feiernden geschubst wird. Die Richter verurteilten eine Münchenerin, die beim Schunkeln von der Sitzbank fiel und dabei einen anderen Besucher verletzte, zu einem Schmerzensgeld von 500 Euro. In solchen Fällen springt die private Haftpflichtversicherung ein, die für Personen-, Sach- und Vermögensschäden aufkommt, die Sie verursachen.

Die Schattenseiten der Wiesn

Bei einem Volksfest derartigen Ausmaßes bleiben allerdings auch Straf- und Gewalttaten leider nicht aus. Vor allem Taschendiebe haben im Getümmel leichtes Spiel. Wertsachen sollten daher in verschlossenen Taschen am Körper getragen, Taschen und Rucksäcke nicht aus den Augen gelassen werden. Vor allem Besucher, die zu tief in den Maßkrug geschaut haben, sind leichte und daher sehr willkommene Opfer. Da das spezielle Oktoberfestbier aufgrund seiner höheren Stammwürze von mindestens 13,6 Prozent und einem Alkoholgehalt von etwa sechs Prozent stärker ist als normales Bier, wird es oft unterschätzt. Man sollte beim Konsum also vorsichtig sein und rechtzeitig auf nichtalkoholische Getränke umsteigen.

Auch Straftaten wie sexuelle Übergriffe und die hochgefährlichen Maßkrugschlägereien sind häufig auf erhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen. Trifft man auf aggressive Betrunkene, rät die Polizei, einer Konfrontation auszuweichen und sich nicht provozieren zu lassen, sondern Hilfe zu holen. Es gibt sehr viele Ordner in den Zelten und auch außerhalb der Festwiese viele Streifen der Münchener Polizei. Im Rahmen der Aktion „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ wurde zudem die kostenlose Anlaufstelle, der Security Point, installiert, an dem geschulte Fachfrauen professionelle Unterstützung und Beratung bieten und bei Bedarf auch den Heimweg organisieren.

Weitere hilfreiche Informationen rund um die Wiesn und Ihre Sicherheit finden Sie hier:
Oktoberfest.de
Oktoberfest.info
München.de

O'zapft is!

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