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Ausgabe 09/2015
Achtung, Urheberrecht!

In den sozialen Netzwerken werden eifrig Fotos, Musik, Texte und Videos gepostet, die oft urheberrechtlich geschützt sind. Hier erfahren Sie, wann Sie mit rechtlichen Folgen rechnen müssen.

Jeder macht es, keiner denkt groß darüber nach: Täglich werden Unmengen fremder Texte, Bilder, Links, Songs und Videos auf Facebook, Twitter, Instagram und YouTube hochgeladen und mit anderen geteilt. Rein faktisch gesehen ist das Teilen und Posten von Inhalten Dritter in sozialen Netzwerken jedoch eine Urheberrechtsverletzung. Das Urheberrecht regelt die Rechte eines Urhebers an seinem Werk und soll vor Diebstahl oder unerlaubter Vervielfältigung geistigen Eigentums schützen.

Rechtliche Grauzone

Bislang kam es jedoch noch zu keiner Abmahnwelle, auch wenn ein Facebook-Profil im juristischen Sinne durchschnittlich einen geschätzten Abmahnwert von 10.000 Euro besitzt. Das liegt unter anderem daran, dass das Urheberrecht aus einer Zeit stammt, in der das Internet und soziale Netzwerke noch Zukunftsmusik waren und die Rechtslage daher teilweise nicht eindeutig geklärt ist. Grundsätzlich gilt: Was man selbst gemacht hat, kann man nutzen wie man möchte, solange man damit nicht in die Rechte anderer, wie zum Beispiel die Persönlichkeitsrechte, eingreift oder diese verletzt. Auch wenn Sie eine Genehmigung zur Veröffentlichung haben, droht keine Gefahr. Allerdings kann auch selbst produziertes Material Urheberrechte verletzen, zum Beispiel in Form von Foto-Collagen oder Video-Remixen, die auf Inhalten anderer basieren.

Im Zweifelsfall auf Nummer sicher gehen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte das Hochladen und Teilen von nicht selbst erstellten Inhalten vermeiden. Das Posten von Links, die auf Inhalte Dritter verweisen, ist hingegen grundsätzlich erlaubt, allerdings sollte dabei vorsichtshalber auf das kleine Vorschaubild verzichtet werden. Das Anlegen eines Profils unter einem Pseudonym schützt übrigens nicht vor strafrechtlicher Verfolgung, da jeder Nutzer durch die IP-Adresse des Computers ausfindig gemacht werden kann. Erhält man eine Abmahnung, sollte man sich dringend rechtlich beraten lassen und das Schreiben auf keinen Fall ignorieren.

Medienkompetenz für Kinder

Eltern sollten unbedingt auch ihre Kinder auf diese Problematik hinweisen und sie entsprechend sensibilisieren. Das gilt allerdings auch für das Hochladen selbst produzierter Inhalte. Gerade Jugendliche gehen oftmals sehr unbekümmert und freizügig mit ihren Daten um – und sind daher schnell Gefahren durch Cybermobbing oder durch Pädophile, die unter falschen Angaben den Kontakt suchen, ausgesetzt. Oft ist sich der Nachwuchs auch gar nicht bewusst, dass sich einmal preisgegebene Daten praktisch nicht mehr löschen lassen. Eltern sollten sich also umfassend über die Gefahren und Risiken informieren, ihre Kinder darüber aufklären und beispielsweise die Privatsphäre-Einstellungen von Profilen gemeinsam vornehmen.

Hier finden Sie umfassende Informationen darüber, wie Sie Ihre Kinder schützen können:
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Klicksafe.de
Chatten-ohne-Risiko.net
Surfen-ohne-Risiko.net

Das Urheberrecht in sozialen Medien

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