Ausgabe 09/2017
Licht ins Dunkel bringen

Im Herbst schaffen Lampen, Leuchten und Strahler zu Hause eine gemütliche Atmosphäre. Doch die richtige Beleuchtung für Wohn-, Ess- oder Schlafzimmer will gut geplant sein.

Bald beginnt der Herbst, die Tage werden kürzer. Das bedeutet natürlich auch: Wir sind morgens und abends wieder auf mehr Licht angewiesen. Bei der Beleuchtung kommt es aber nicht nur darauf an, dass alle Räume möglichst hell ausgeleuchtet werden. Wichtig ist auch, die richtigen Leuchtmittel zu wählen sowie die passende Atmosphäre zu schaffen: angenehm genug, um frisch und munter in den Tag zu starten, eher gemütlich und behaglich für den Tagesausklang.

Mehr (und) indirektes Licht an dunklen Tagen

Gerade am frühen Abend, wenn draußen die Dämmerung einsetzt, brauchen wir mehr Lichtquellen als im Sommer. Empfehlenswert sind ein bis zwei zusätzliche Lampen, zum Beispiel am Esstisch oder in der Sitzecke im Wohnzimmer. In der Nähe von Sofa und Couch passt zum Beispiel ein Deckenfluter, der separat angeschlossen wird. Er strahlt sein Licht an die Zimmerdecke, von der es in den Raum gestreut wird. Oder Sie stellen kleine Leuchten mit Schirm auf, bringen LED-Streifen an Regalen an. So entsteht indirektes Licht. Das tut nicht nur unserer Stimmung gut, sondern auch den Augen.

Indirektes Licht strahlt zwar nicht ganz so hell wie eine direkte Beleuchtung. Allerdings blendet eine Lampe sehr stark, in deren Licht wir direkt hineinblicken (müssen). Daher ist es angeraten, Lampen mit Schirm zu verwenden – oder sie so anzubringen, dass man nicht unmittelbar ins Leuchtmittel hineinsieht. Um morgens und abends mehr Licht in die Küche zu bringen, kann man beispielsweise Unterschrankleuchten installieren. Sie werden unter die Hängeschränke oder Regale montiert. Dadurch erhellen sie den Arbeitsbereich und erhöhen – in Kombination mit der Deckenbeleuchtung – die Helligkeit in der Küche insgesamt.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Leuchtmittel

Wer indirekte Lichtquellen neu installieren will, greift immer häufiger zur LED-Technik. An die Stelle der klassischen Glühbirne waren zunächst Halogen-, dann Energiesparlampen getreten. In den vergangenen Jahren kletterten aber LEDs in der Beliebtheitsskala immer weiter nach oben. Welches Leuchtmittel Sie einsetzen sollten, hängt meist von der Umgebung ab: An Arbeitsplätzen brauchen Sie anderes Licht als im Wohnzimmer. Und jedes Leuchtmittel hat seine eigenen Vor- und Nachteile.

Bevor wir die einzelnen Leuchtmittel genauer vorstellen, sollten Sie ein paar Fachbegriffe kennen: Lumen (von lateinisch „lux“ für „Licht“) ist eine Einheit, die die Stärke des Lichtstroms ausdrückt und für die Helligkeit einer Lampe steht. Mit Lumen pro Watt gibt man die Lichtausbeute und damit die Effizienz einer Lampe an. Mit der Einheit Kelvin drückt man dagegen die Lichtfarbe bzw. die Farbtemperatur an: Ihr Wert zeigt an, ob weißes Licht eher als warm (niedriger Kelvin-Wert) oder kalt (hoher Kelvin-Wert) wahrgenommen wird. Die Einheit Lux – als Maß für die Helligkeit des Lichts auf einer bestimmten Fläche – spielt im Folgenden keine Rolle. Bei ihrer Berechnung sind nämlich auch immer konkrete Größen vor Ort wie der Abstand der beleuchteten Fläche zur Lampe und der Winkel des ausgestrahlten Lichts relevant.

  • Halogenlampen: Die Lichtentstehung funktioniert wie bei einer Glühbirne: ein Wolframdrahts wird unter Strom gesetzt und gibt dann Licht ab. Auch wenn Halogenlampen– wie Glühbirnen – immer noch mehr Wärme als Licht erzeugen, sind sie etwa 25 Prozent effizienter. Halogenlampen besitzen eine Brennleistung von rund 5.000 Betriebsstunden und halten damit rund 5-mal so lange wie konventionelle Glühbirnen. Allerdings liegt die Lichtleistung von Halogenlampen nur wenig darüber: Sie beträgt zwischen 15 bis 30 Lumen pro Watt. Die Lichtfarbe liegt bei weniger als 3.000 Kelvin, wodurch ein angenehm weißes Licht erzeugt wird. Halogenlampen dürfen Sie über den Hausmüll entsorgen.
  • Energiesparlampen: Bei diesen Lampen funktioniert der Leuchtprozess etwas komplizierter. Phase eins: Der Strom regt ein Gasgemisch an. Früher wurde Quecksilbergas verwendet, heute gibt es weniger gesundheitsschädliche Alternativen. Phase zwei: Das Gasgemisch sendet unsichtbares UV-Licht aus. Phase drei: Das UV-Licht trifft auf die Glasröhre, die von innen mit phosphorhaltigen Verbindungen beschichtet ist. Phase vier: Erst dieser Leuchtstoff sendet sichtbare Lichtwellen aus. Die Lebensdauer beträgt etwa 10.000 Betriebsstunden, die Lichtleistung übertrifft die einer normalen Glühbirne um bis zu 80 Prozent: Energiesparlampen leisten bis zu 55 Lumen pro Watt. Energiesparlampen sind zwar mittlerweile recht günstig, allerdings müssen sie als Sondermüll entsorgt werden. Im Fachhandel finden Sie entsprechende grüne Boxen für die kostenlose Abgabe. Die Lichtfarbe der Energiesparlampen hängt von der Leistung ab, das angebotene Spektrum reicht von hartem Tageslicht für Arbeitsplätze (6.000 Kelvin) bis zu weichem Weiß fürs Wohnzimmer (3.000 Kelvin). Lange Anlaufzeiten sind heutzutage kein Problem mehr.
  • LED-Lampen: LED steht für lichtemittierende Diode. Sie erzeugt sichtbares Licht mithilfe eines Halbleiters und Strom. LED-Lampen sind zwar teurer als Halogen- und Energiesparlampen. Allerdings stellen sie momentan die effizientesten Leuchtmittel dar, da LEDs die Lichtleistung einer Glühbirne um den Faktor 6 übertreffen (LEDs leisten bis zu 80 Lumen pro Watt) und keine Wärmeverluste verzeichnen. Die Lebensdauer liegt – abhängig von Modell und Leistung – zwischen 25.000 und 50.000 Betriebsstunden. Üblicherweise besitzen LED-Lampen eine kaltweiße Lichtfarbe (5.000 Kelvin), neueste Modelle können auch warmweißes Licht (unter 3.000 Kelvin) abgeben. Gebrauchte oder kaputte LED-Lampen gelten als Elektronikmüll. Sie müssen über die entsprechenden Sammelboxen (im Fachhandel und in Elektronikmärkten, in Supermärkten oder Drogerien) entsorgt werden.

Tipp: Sammelstellen in Ihrer Nähe finden Sie beispielsweise über Lightcycle, dem gemeinsamen Rücknahmesystem verschiedener Leuchtmittelhersteller.

Künstliches Licht durch natürliche Beleuchtung ergänzen

Eines sollten Sie nicht vergessen: Zu viel künstliches Licht ist auf Dauer wenig gesund. Wer am Abend noch das Wohnzimmer hell ausleuchtet, bringt seinen Hormonhaushalt durcheinander – und liegt dann um Mitternacht wach im Bett und kann nicht einschlafen. Am Abend sollte man daher die Leuchtintensität heruntersetzen. Das bedeutet: Lampen dimmen und diese durch natürliche Leuchtmittel ergänzen. Schließlich ist die dunkle Jahreszeit auch die Hochzeit von Kerzen, Kaminfeuer & Co. Wenn die Tage kürzer werden, sorgen sie ganz von selbst für eine gemütliche Atmosphäre und eine wohlige Stimmung.

So setzen Sie Ihr Zuhause ins richtige Licht

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