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Apps sicher nutzen

Apps sicher nutzen:

Mehr Sicherheit ist dringend erforderlich

Apps, die ihre Nutzer insgeheim ausspionieren, Kinder in Abofallen locken oder teure Premium-SMS verschicken: Nie war bei dem Smartphone das Thema Sicherheit drängender als jetzt. Doch wie identifiziert man versteckte Kostenfallen und Fake-Apps?

Im folgenden Artikel erklärt CosmosDirekt, was sichere Apps ausmacht und worauf Sie bei der Datenfreigabe achten müssen.


Woran erkenne ich sichere Apps?

Ob Android, Windows oder iOS – für jedes Betriebssystem sind nützliche, unterhaltsame oder einfach skurrile Zusatzprogramme erhältlich. Der Google Play Store enthält mehr als 1,3 Mio., der Apple Store rund 1,2 Mio. und der Windows Phone Store rund 300.000 herunterladbare Anwendungen.

Anzahl der angebotenen Apps in den Top App-Stores im Jahr 2014

Quelle: http://www.t3.com/news/microsoft-says-windows-phone-now-touts-300000-apps

Doch nicht alle Programme halten das, was sie versprechen. Ganz im Gegenteil: Anstatt sinnvolle Funktionen bereitzustellen, schleusen bösartige Apps Viren und Malware auf das Smartphone. Auch die Sicherheit Ihrer Daten ist in Gefahr, wenn scheinbar harmlose Programme sich für Ihr Telefon­buch oder den GPS-Sensor interessieren – und solche Informationen an Kriminelle übermitteln. Andere Apps erscheinen auf den ersten Blick gratis zu sein, locken Sie aber in eine Kostenfalle, indem sie heimlich Premium-SMS verschicken oder Sie zu einem teuren In-App-Kauf verleiten.

Wie der Erfolg von WhatsApp und Co. zeigt: Der übermäßige Datenhunger einer App muss dem Erfolg nicht im Wege stehen. Anderseits versuchen die App-Store-Betreiber zumindest, Apps mit Schadsoftware vom Download auszuschließen. Die Kriterien, die dabei zugrunde gelegt werden, sind durchaus umstritten. Apple prüft jede neue App nur darauf, ob sie funktioniert und bestimmten inhaltlichen Mindestanforderungen entspricht, also beispielsweise keine eindeutig sexuellen Inhalte enthält. Im Google Play Store und im Windows Phone Store wird lediglich kontrolliert, ob die App Schadsoftware enthält. Unsichere oder gar betrügerische Apps gelangen hier ohne großen Widerstand in App-Stores.


Mit diesen Tipps erkennen Sie unsichere Apps

Um festzustellen, ob eine App tatsächlich sicher ist oder dies nur vorgibt, bedarf keinem großen technischen Fachwissens. Auch als IT-Laie können Sie sich weitestgehend schützen, wenn Sie sich an ein paar einfache Regeln halten:

Apps mit Schadsoftware werden oft gleichzeitig in mehreren Sprachen veröffentlicht. Da der jeweilige Text von einem Programm übersetzt wird, häufen sich in solchen Beschreibungstexten falsche Formulierungen und Grammatik-Fehler. Derartige Apps sollten Sie auf keinen Fall herunterladen. Aber Vorsicht: Versierte Kriminelle achten verstärkt auf Rechtschreibung. Eine orthographisch korrekte App-Beschreibung ist kein hundertprozentiger Schutz. Achten Sie auch darauf, ob die App tatsächlich vom entsprechenden Hersteller stammt. Einige Apps gaukeln dies nur vor und verwenden einen bekannten App-Namen. Erst die Herstellerinformation zeigt, ob die App von einem vertrauenswürdigen Anbieter hochgeladen wurde.

Zweifelhafte Apps lassen sich häufig durch schlechte Bewertungen und Kritik in der Kommentarsektion erkennen. Lesen Sie daher immer mehrere Kommentare und nicht nur die neuesten. Auf Ihrem Smartphone sollten Sie zu Ihrer Sicherheit nur solche Apps installieren, die ein realistisches Bild der Anforderungen und Funktionen zeichnen.

Einige Hersteller achten bereits darauf, ihre Apps von unabhängigen Prüfinstituten wie dem TÜV Rheinland zertifizieren zu lassen. Weist eine App das entsprechende Prüfsiegel auf, beispielsweise „Check your App“, handelt es sich um eine sichere App. Sie stammt dann von einem seriösen Anbieter, Datenschutzbedenken bestehen nicht. Auf Checkyourapp können Sie sich gezielt über bereits geprüfte Apps informieren.

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Eine Taschenlampen-App die auf Ihr Telefonbuch und Ihre Bilder zugreifen möchte? In den App-Stores leider Alltag. Kleine Gratis-Spiele sind oft bekannte Beispiele für unseriöse Apps. Seien Sie also auf der Hut vor Gratis-Spielen, die mehr Zugriffsrechte einfordern, als sie wirklich benötigen.

Im Google Play Store, im Apple App Store, im Windows Phone Store und in der Blackberry World werden die Apps vor dem Hochladen auf Schadsoftware überprüft. Allerdings geschieht dies automatisiert und kann mit entsprechenden Kenntnissen umgangen werden. Gerade bei Android sind jedoch auch alternative Downloadquellen weitverbreitet, da ein alternativer Download hier möglich ist. So gibt es kleinere App-Stores und Plattformen, die ebenfalls Apps anbieten. Diese verzichten aber in den meisten Fällen komplett auf eine Überprüfung. Apps sollten also nur von sicheren Quellen heruntergeladen werden.


Je alltäglicher das Smartphone, desto wichtiger die Sicherheit

Google Maps, Facebook, Youtube – das sind laut GlobalWebIndex die drei meistgenutzten Apps weltweit. In Deutschland dominieren Web-, News- und Foto-Apps die Rangliste, wie eine Umfrage von Tomorrow Focus Media ergab.

Meistgenutzte Apps Weltweit 2013

Quellen:
http://blog.globalwebindex.net/mobile-app-usage
http://techcrunch.com/2014/09/09/itunes-app-store-reaches-1-3-million-mobile-applications

Die Prognose für die nächsten Jahre ist positiv: Der Download mobiler Apps wird kontinuierlich steigen, im Jahr 2017 laden Nutzer weltweit voraussichtlich rund 270 Milliarden Apps auf Smartphones und Tablets. Zum Vergleich: 2011 waren es etwa 25 Milliarden Apps. Da der App-Markt derart rasant wächst, nehmen auch die Gefahren für Smartphones und Tablets zu.

Downloads von kostenlosen vs. kostenpflichtigen mobilen Apps weltweit 2011 bis 2017

Quelle: http://www.gartner.com/newsroom/id/2592315

Nutzer von Androidphones sind besonders gefährdet. Laut dem Antivirus-Software-Unternehmen McAfee versteckt sich hinter jeder achten App im Google Play Store eine Schadsoftware. Die Sicherheits-Experten warnen insbesondere vor Fake-Apps, die bekannte Produkte imitieren, insgeheim aber die Geräte ausspähen. In den USA laufen bereits 40 % aller Diebstähle über das Smartphone. Lediglich 44 % der Nutzer, so McAfee, würden ein Passwort verwenden, um ihr Smartphone zu entsperren. Ein Blick in die Zukunft: Mit der zunehmenden Verbreitung von smarten Uhren, Heimvernetzung und Cloud Computing entstehen ganz neue Herausforderungen. Es reicht nicht mehr aus, PC und Smartphone zu schützen – die Sicherheit der übrigen internetfähigen Geräte muss dann ebenfalls gewährleistet werden.

Entwicklung der Verluste von Datensätzen weltweit pro Monat im Jahr 2014

Quelle: http://www.breachlevelindex.com/#sthash.zzlVIlyM.cbLOwJWF.dpbs


In-App-Käufe: Worauf müssen Sie achten?

Kaum ein Begriff ist bei App-Nutzern so umstritten wie In-App-Käufe. Gemeint ist damit, dass die Grundversion eines Programms entweder sehr günstig oder gar kostenlos heruntergeladen werden kann. Alle weiteren Funktionen, beispielsweise ein Zusatz-Tool für die Bildbearbeitung oder ein neues Level in der Spiele-App, müssen hinzugekauft werden. Dies passiert nicht im App-Store, sondern direkt in der App – daher der Name. Für die Hersteller sind diese sogenannten Freemium-Apps sehr lukrativ. Im Google Play Store sorgen In-App-Käufe bereits für 98 Prozent des Umsatzes. Zum Problem wird der In-App-Kauf allerdings nur, wenn die Funktion missbraucht wird.

Wie werden In-App-Käufe getätigt?

Ein In-App-Kauf wird entweder über das verfügbare Guthaben im App-Store oder die hinterlegte Konto-Verbindung beziehungsweise Kreditkarte abgewickelt. In-App-Käufe sind sowohl bei kostenpflichtigen als auch bei kostenlosen Apps möglich. Ein Freemium-Game zeigt beispielsweise im Spielverlauf an, ob ein In-App-Kauf möglich ist. Modular aufgebaute Tools weisen zentral darauf hin, an welchen Stellen sie sich erweitern lassen. Der User bestätigt den Kauf innerhalb der App, die Abrechnung verläuft dann im Hintergrund – in einer echten Währung, also in Euro oder US-Dollar.

In-App-Käufe sind nicht ohne Grund so umstritten: In vielen Fällen wird versucht, den Nutzern soviel Geld wie möglich abzunehmen. Extraleistungen wie neue Spielfiguren oder Ausrüstungsgegenstände werden im Spiel massiv beworben, nicht immer ist ersichtlich, was man für die virtuelle Ressource in einer echten Währung ausgeben muss. Schnell übersteigen die Kosten eines Freemium-Spiels die eines vollständigen Konsolen-Titels.

Unter "free to play" werden aber auch Angebote offeriert, bei denen nur die Installation kostenlos ist. Für alles weitere muss der Nutzer bezahlen. Mit einem In-App-Kauf ist es dann möglich, Zwangspausen zu vermeiden und den Spielverlauf erheblich zu beschleunigen oder zusätzliche Inhalte freizuschalten. Negativ-Beispiele sind solche Spiele, die sich ohne In-App-Käufe gar nicht erst beenden lassen.

Im Google Play Store und im Apple App Store wurden Kunden bislang nur sehr dezent auf das Vorhandensein von In-App-Käufen hingewiesen. Im Windows Phone Store fehlt der Hinweis gleich ganz. Nutzer des Google Play Stores erfahren erst nach der Installation, welche Zusatzinhalte kostenpflichtig sind, bei Apple kann man sich zumindest vor der Installation über die angebotenen Pakete informieren. Eine Verbesserung ist in Sicht: Der Google Play Store schreibt App-Entwicklern nun vor, dass sie die Preisspanne aller verfügbaren Kauf-Optionen angeben müssen. Zudem werden Freemium-Apps aus der Kostenlossektion verbannt.

Bei iOS-Geräten lassen sich mittlerweile In-App-Käufe gezielt deaktivieren. Das geht zwar im Google Play Store nicht, allerdings kann man einstellen, dass jeder In-App-Kauf mit einer PIN bestätigt werden muss. Vergleichbares ist im Apple App Store möglich. Das Problem hierbei: Wenn Sie das Passwort eingeben, ist es 15 Minuten lang gültig.

Kinder gehören zu den bevorzugten Opfern von unseriösen In-App-Angeboten. Mit Gratis-Spielen werden sie zunächst angelockt, dann nehmen die Hersteller sie, beziehungsweise ihre Eltern aus. Für viel Geld kann man virtuelle Güter wie magische Zaubertränke, Extraleben oder sehr buntglänzende „Schlumpfbeeren“ kaufen. Kinder werden durch diese optisch meist sehr auffälligen Gegenstände zum Klick gelenkt. Wie Sie Ihre Kinder vor solchen Fällen schützen, erfahren Sie weiter unten.


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Apps sicher nutzen: Datenfreigabe in Apps

Datenfreigabe an Apps: Was wird weitergegeben?

In vielen Fällen müssen Apps auf bestimmten Daten zugreifen, um ihre Funktion bereitstellen zu können. Eine Navigations-App ohne Zugriffsrechte auf den GPS-Sensor kann den Nutzer nicht ans richtige Ziel führen. Ebenso eine Finanz-App, die Zugriff z. B. zu Ihrer Kamera benötigt. Um einen Überweisungsbeleg für eine Transaktion fotografieren zu können, braucht eine solche App die Zugriffsberechtigung. Anders hingegen eine Taschenlampen-App, die Zugriff auf Ihr Telefonbuch möchte. Diese Zugriffsrechte machen offensichtlich wenig Sinn.

Android-Apps können sich mehr als 160 Zugriffsrechte gewähren lassen. Bei iOS-Apps gibt es nur Berechtigungen für:

  • Standort
  • Kontakte, Kalender und Erinnerungen
  • Bilder
  • Bluetooth
  • Facebook und Twitter

Wie überprüfe ich die Datenfreigabe richtig

Um sich ein Bild von der Situation auf Ihrem Smartphone zu verschaffen, öffnen Android-Nutzer den Menüpunkt "Einstellungen". Beim Namen der entsprechenden App klicken Sie auf "Berechtigungen". Eine individuelle Anpassungen bislang gesperrter Zugriffsrechte oder erteilte Genehmigungen wieder zurücknehmen, können Sie leider nicht.

User mit iOS-Geräten aktivieren die Einstellungs-App und tippen auf "Datenschutz". An dieser Stelle haben Sie auch die Möglichkeit, bestehende Zugriffsrechte zu deaktivieren oder neue hinzuzufügen.

Bereits vor der Installation einer App können Sie überprüfen, welche Sicherheit diese bietet und welche Zugriffsrechte verlangt werden. Dafür müssen Sie im Google Play Store auf "Installieren" tippen. Anschließend öffnet sich ein Fenster mit den entsprechenden Angaben. Erst wenn Sie hier auf "Akzeptieren / Herunterladen" tippen, beginnt der Download. Doch im Gegensatz zum Apple App Store, wo Sie selektiv vorgehen dürfen, können Sie im Google Play Store nur allen Berechtigungen auf einmal zustimmen. Das heißt: Wenn die App in zu viele persönliche Daten einsehen möchte, kann diese auch nicht genutzt werden.


Gehackte Apps: Datenschnüffler und Virenschleuder

Das Hacken von Apps ist nicht nur auf Android-Geräten verbreitet. Der erste Virus auf dem iPhone, der mittels einer App verbreitet wurde, stammt aus dem Jahr 2009 und heißt „iKee“: Statt eines Hintergrundbildes sahen die betroffenen Smartphone-Nutzer ein Bild des britischen Sängers Rick Astley. Dazu erschien eine Textzeile, die auf Astleys größten Hit anspielte: „iKee is never gonna give you up!“ Seitdem häufen sich die Hacker-Angriffe auf Smartphones aller Betriebssysteme, insbesondere auf Android-Geräte und das Windows Phone. Aber auch Blackberry-, Linux- und eben iOS-Geräte sind immer wieder betroffen.

Aufgrund der hohen Verbreitung von Smartphones sind Kriminelle seit einigen Jahren verstärkt dazu übergegangen, Apps zu hacken. Das geheime Ausspionieren der Nutzer und ihres Surfverhaltens stellt dabei nur die Spitze des Eisbergs dar. In den meisten Cybercrime-Fällen geht es darum, Trojaner, Viren und andere Schadsoftware aufs Smartphone einzuschleusen, um anschließend Kreditkarten- und Bankkonten zu plündern.

Die Folgen eines App-Hack können für die Opfer enorm sein:

  • Diebstahl der Identität
  • Verlust aller Daten
  • Hoher finanzieller Schaden

Tipp

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Beispiele für Apps, die man bereits hacken konnte

Apps, deren Sicherheit angegriffen wurde, gibt es viele: Kriminelle verschafften sich Zugang zu Foto-Apps, die Bilder verschicken, und veröffentlichten die oft intimen Fotos im Internet. Ein großes Problem für Nutzer ist auch, wenn ihre Apps für soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook gehackt werden. Kriminelle versenden dann Spam unter dem Opfernamen oder kaufen teure Facebook-Spiele. Daher lassen Unternehmen ihre Apps gezielt von Sicherheitsexperten und versierten Hackern angreifen. So können sie Schwachstellen beheben, bevor Kriminelle diese ausnutzen.

Beispiel 1
Im Rahmen eines Wettbewerbs gelang es chinesischen Studenten, in die App des E-Autobauers Tesla einzudringen. Die beiden Studenten konnten einige Funktionen im Model S übernehmen. Mit der App lassen sich unter anderem die Türen öffnen und schließen beziehungsweise Licht und Hupe betätigen. Aber man kann dank der App das luxuriöse Elektroauto auch genau lokalisieren – was Dieben die Arbeit sehr erleichtern würde.

Beispiel 2
Sicherheits-Experten zweier US-amerikanischer Universitäten konnten sich unbemerkten Zugang zur Gmail-App verschaffen. Dafür nutzten sie eine Sicherheitslücke im Android-Betriebssystem aus. Wie die Forscher publik machten, schleusten sie über eine Hintergrundbild-App die Schadsoftware in das System ein. Damit waren sie in der Lage, die Anmeldedaten des E-Mail-Dienstes auszulesen.

Der Hack solcher und ähnlicher Apps, die auf Android-Geräten installiert sind, nimmt kontinuierlich zu. Aber auch iOS-Nutzer sollten sich nicht zu sicher wähnen, vor allem nach einem sogenannten Jailbreak, dem nicht-autorisierten Entfernen von Nutzungsbeschränkungen. Damit lassen sich zwar bestimmte Einschränkungen umgehen, doch auch das Abschirmkonzept von Apple bei der Installation von Apps entfällt. Die Sicherheit kann nicht mehr gewährleistet werden, da die Überprüfung der Code-Signatur ausgehebelt wird.

Wie schützt man sich vor gehackten Apps?

Mit folgenden Tipps können Sie relativ schnell und einfach bei Ihrem Smartphone und/oder Tablet die Sicherheit Ihrer Daten erhöhen:

  • Betriebssystem: Halten Sie Ihr Betriebssystem immer aktuell, Updates sollten am besten automatisch installiert werden. Nur so können Sie sicherstellen, dass akute Sicherheitslücken auch umgehend geschlossen werden.
  • Apps: Wie für das Betriebssystem gilt auch für jede App: bestmögliche Sicherheit gegenüber Viren und Co. bietet nur die neueste Version.
  • Anti-Virus-Programme: Rüsten Sie Ihr Smartphone/Tablet mit einem Sicherheitsprogramm aus. Viele Hersteller haben mittlerweile Versionen für mobilfähige Geräte im Programm. Die Sicherheits-Apps erkennen Schadsoftware, bereinigen bestehende Infizierungen und warnen vor Bedrohungen.
  • Ortungsdienst: Aktivieren Sie die Funktion nur, wenn Sie diese unbedingt brauchen, beispielsweise, wenn Sie die Navigations-App starten. Ansonsten braucht niemand zu wissen, wo Sie gerade sind.
  • Bluetooth: Aktivieren Sie die Funktion nur, wenn Sie Daten mit einem anderen Gerät austauschen möchten. Ansonsten können Hacker an öffentlichen Plätzen wie Cafés leicht auf Ihr Smartphone zugreifen. Die Sicherheit der Datenverbindung gilt als riskant.
  • WLAN: Nutzen Sie keine unbekannten WLAN-Netze, um im Internet zu surfen. Kriminelle sind in der Lage, über solche Netzwerke unbemerkt Trojaner zu installieren, die Ihre Daten ausspähen.
  • Datenverkehr: Trojaner senden und empfangen große Datenmengen. Überprüfen Sie daher, wie groß Ihr Datenverbrauch ist, wenn alle Apps geschlossen sind. Wird weiterhin ein hoher Transfer angezeigt, wurde das Smartphone womöglich von einem Trojaner infiziert.
  • Online-Banking: Sorgen Sie mittels zusätzlichen sehr günstigen Versicherungen für die nötige Absicherung. Tipp: Unseren Finanz-Schutz gibt es bereits für 7,90 Euro pro Jahr. Er sichert sie sogar bei grober Fahrlässigkeit.
  • MMS: Öffnen Sie keine MMS von unbekannten oder dubiosen Absendern.
  • Werbebanner: Klicken Sie keine dubiosen Werbebanner in kostenlosen Apps an. Seien Sie hier misstrauisch.
  • Display: Mit einer zusätzlichen PIN sichern Sie den Smartphone-Bildschirm vor unbefugten Nutzern.

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Apps sicher nutzen: Jugendschutz auf Smartphones

Jugendschutz auf Smartphones

Jugendliche verbringen viel Zeit am Handy. Ob Videos, Spiele oder Chats: Nicht alles, was sich auf dem Smartphone findet, ist auch für Minderjährige geeignet. Die virtuelle Welt steckt voller Gefahren, die ein Kind noch nicht richtig einschätzen kann. Manche App bietet nur scheinbare Sicherheit: ein niedlich aussehendes Werbebanner, das plötzlich zu einer Abofalle führt oder ein Fremder, der sich in einem Chat das Vertrauen zu erschleichen versucht. Eltern, die im Umgang mit der modernen Technik nur wenig routiniert sind, stehen vor einer großen Herausforderung, wie sie ihre Kinder vor Gefahren schützen sollen. Es gibt verschiedene Wege, dies zu gewährleisten:

Alle iOS-Geräte können mittels des Menüpunktes "Einschränkungen" direkt mit einer Kindersicherung versehen werden. Hier legen Sie beispielsweise alle Apps fest, auf die Ihr Kind nicht zugreifen darf. Deren Aktivierung ist dann anschließend mit einer von Ihnen festgelegten PIN möglich. Diese müssen Sie direkt auf dem Smartphone eingeben. Zusätzliche Sicherheit bietet die Altersfreigabe, mit der Apps, Musik oder Filme versehen werden können.

Auch beim Windows Phone können Sie unmittelbar auf dem Gerät die Kindersicherung aktivieren. In der sogenannten „Kinderecke“ ist beispielsweise die Installation neuer Apps nicht möglich. Die Altersfreigabe für alle Medien und Programme können Sie unter "Meine Familie" ebenfalls verwalten.

Android-Systeme verzichten auf Sicherheits-Einstellungen an der Hardware. Stattdessen können Sie verschiedene Apps wie "Kids Place", "Famigo Sandbox" oder "JusProg" herunterladen. Je nach Anwendung können Sie die Apps eingrenzen, auf die Ihr Kind zugreifen darf. In der "Sandbox" wird dann auch verhindert, dass man neue Programme installieren kann. Selbst der Zugang zum Internet, das Verschicken von SMS oder das Telefonieren lässt sich reglementieren. Im Google Play Store können Sie zudem die Apps nach Inhaltsstufen filtern lassen. Ihre Kinder können dann sichere Apps selbstständig herunterladen, die nicht freigegebenen Programme lassen sich nur mittels PIN installieren.

Damit Kinder und Jugendliche gar nicht zu einem In-App-Kauf verleitet werden, lässt sich diese Funktion bei iOS-Geräten komplett deaktivieren. Unter "Einstellungen > Allgemein > Einschränkungen" aktivieren Sie zunächst den Punkt "Einschränkungen“ und schieben den Regler dann auf "In-App-Käufe“.

Android-Nutzer können die Funktion nicht vollständig ausschalten. Im Google Play Store lässt sich zumindest eine eigene PIN festlegen, der vor jeder Bestellung im Google Play Store und jedem In-App-Kauf eingegeben werden muss.

Windows-Phone-User können lediglich den eigentlichen In-App-Kauf mit einer PIN absichern. Die Apps, die auf dem Marketplace erhältlich sind, zeigen erst nach der Installation, ob das Programm In-App-Käufe ermöglicht.

Auf Antrag bei Ihrem Mobilfunkbetreiber können Sie Dienste sperren lassen, die von anderen Firmen angeboten werden. So vermeiden Sie von vornherein, dass Ihre Kinder Opfer von Premium-SMS, Abo-Fallen oder versteckten Kosten in Gratis-Spielen werden. Der Nachteil: Ist die Sperrung aktiviert, lassen sich keine Abonnements mehr abschließen, auch nicht von seriösen Quellen. Manche Anbieter bieten deshalb eine gestufte Sperrung an.

Zahlreiche Online-Shops akzeptieren mittlerweile nicht nur Zahlungen mittels Lastschrift oder Kreditkarte, sondern auch Transaktionen über sogenannte E-Geld-Provider. Zu den bekanntesten Vertretern gehören PayPal, ClickandBuy oder Flattr. Um zu verhindern, dass Ihre Kinder auf Shopping-Tour gehen, sollten Sie diese Bezahlsysteme unbedingt mit einer PIN schützen. Vor jeder Bezahlung muss das Passwort eingegeben werden, ansonsten kommt der Kauf nicht zustande. Auch Zahlungen mit der Kreditkarte können Sie durch ein Passwort zusätzlich absichern.


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Apps sicher nutzen: Smartphone weg – was tun?

Smartphone weg – was tun?

Auch wenn Sie das Smartphone kaum aus der Hand legen kann es passieren, dass es plötzlich weg ist. Entweder weil es von einem Kriminellen gestohlen wurde oder Sie es trotz größter Sorgfalt irgendwo verloren haben. Sobald Sie den Verlust merken, ist schnelles Handeln gefragt. Denn es droht nicht nur ein finanzieller Schaden – unter Umständen sind auch Ihre persönlichen Daten in Gefahr. Einmal im Besitz Ihres Smartphones kann man leicht unter Ihrem Namen auf Shoppingtour gehen oder Ihren guten Ruf bei Freunden und Bekannten ruinieren.

Je zügiger Sie die folgenden Schritte angehen, desto geringer fällt der wirtschaftliche und persönliche Schaden aus.

1. Daten sperren oder löschen
Der Idealfall: Sie haben eine App für den Fernzugriff installiert. Rufen Sie die App auf und sperren mit ihr den Zugriff aufs Smartphone. Je nach App können Sie auch alle Daten löschen lassen.

2. SIM-Karte sperren
Lassen Sie bei Ihrem Netzbetreiber die SIM-Karte sperren. Am besten nutzen Sie dafür die Rufnummer 116 116. Deutschlandweit ist diese gebührenfrei, aus dem Ausland (mit Vorwahl +49) fallen Kosten an. Für die Sperrung benötigen Sie: Rufnummer, Kundennummer, PIN und IMEI (Gerätekennnummer). Auch über die Internet-Seite beziehungsweise Telefon-Hotline Ihres Netzbetreibers können Sie die SIM-Karte sperren lassen.

3. Abbuchungen im App Store-Konto überprüfen
Wenn Sie Ihr Gerät nicht mit einem Passwort geschützt haben, hat der Dieb auch direkten Zugang zu Ihrem App Store-Konto. Überprüfen Sie sofort, ob dort verdächtige Aktivitäten vorgenommen wurden. Am besten loggen Sie sich umgehend ein und sperren dort die hinterlegte Kreditkarte.

4. Anzeige erstatten
Wenn Ihr Smartphone gestohlen wurde, erstatten Sie bei der Polizei eine Anzeige. Haben Sie bereits vorher die IMEI des Geräts notiert, umso besser. Die Nummer hilft der Polizei, das Gerät eindeutig zu identifizieren.

In den App-Stores sind etliche Programme verfügbar, die auf den GPS-Sensor eines Smartphones zugreifen. Diese "Anti-Diebstahl-Apps" verhindern zwar keinen Diebstahl, doch sie bieten Hilfe, um das Telefon wiederzufinden. Das funktioniert aber nur, wenn das Smartphone angeschaltet ist und sich im Mobilfunk- oder einem WLAN-Netz befindet. Je nach Hersteller sind die Apps gratis oder kostenpflichtig in verschiedenen Preisstufen erhältlich. Das hat Auswirkungen auf die Funktionen, auf die man zugreifen kann: Je teurer die App, desto mehr und komplexere Funktionen sind möglich.

Sie können Ihr Smartphone sogar ohne eine spezielle App orten. Apple, Google und Microsoft haben eigene Dienste im Programm, die diese Funktion ermöglichen. Voraussetzung ist in allen drei Fällen zum einen, dass die Ortungsfunktion vor Verlust oder Diebstahl bereits aktiviert wurde. Zum anderen funktioniert sie nur, wenn Ihr Gerät eine Verbindung zum Telefonnetz oder zum Internet hat. Wurde die SIM-Karte entfernt oder ausgetauscht, lässt sich das Smartphone nicht mehr orten.

  • Nutzer von iOS-Geräten müssen sich dafür über die iCloud anmelden und versehen das Gerät dann nachträglich mit ein PIN. Im Bedarfsfall können Sie auch von hier aus alle Daten löschen. Denke Sie nur daran, dass diese Funktion bereits vor dem Diebstahl eingeschaltet werden muss. Dies geschieht über: Einstellungen > iCloud > Mein iPhone suchen.
  • Für Android-User ist über den Geräte-Manager ebenfalls eine Ortung möglich. Notwendig ist dafür ein Google-Account, der auch auf dem Smartphone genutzt wird. Das Ergebnis wird dann auf einer Google-Maps-Karte bis auf wenige Meter genau angezeigt.
  • Microsoft hat dem Windows Phone ebenfalls eine Ortungsfunktion spendiert. Sie müssen sich auf der Smartphone-Seite mit der Windows Live ID anmelden und können dann Ihr Handy finden lassen.

Weitere Unterstützung bieten einige Hersteller. Auch Samsung oder Sony haben bereits eigene Ortungsdienste im Angebot.

Viele der aufgeführten Maßnahmen funktionieren nur, wenn Sie bereits vor Benutzung des Smartphones auf die Sicherheit achten.

  • IMEI-Nummer (International Mobile Equipment Identiy) notieren. Dies ist die 15-stellige Seriennummer, mit der sich Ihr Smartphone eindeutig identifizieren lässt. Die IMEI-Nummer finden Sie in der Kauf-Verpackung und auf dem Gerät unterhalb des Akkus.
  • Antivirus-Programme auch auf Ihrem Smartphone installieren, um die Sicherheit zu erhöhen. Diese Apps dienen zum Schutz vor Viren, Trojanern und anderer Schadprogramme und sind zudem oft mit sinnvollen Funktionen ausgestattet, die bei Diebstahl oder Verlust weiterhelfen. So können Sie ein Diebstahlschutz-Kennwort festlegen oder Ihr Telefon automatisch sperren lassen, wenn die SIM-Karte ausgetauscht wird. Bei manchen Apps lässt sich auch eine Kamerafalle aktivieren. Wurde das Telefon per Fernzugriff gesperrt und hat der Dieb das Kennwort dreimal falsch eingegeben, schießt die Frontkamera heimlich ein Foto von ihm.
  • Regelmäßig Backups durchführen, damit Ihre Daten bei Verlust des Geräts nicht verloren sind. Das heißt, dass Sie Fotos, Videos und Kontaktdaten auf anderen Geräten speichern. Die meisten Hersteller haben den Geräten schon spezielle Software zur Datensicherung beigefügt, die man nur auf dem PC zu installieren braucht. Vorteil: Ein großer Speicherplatz, der durch externe Festplatten noch vergrößert werden kann.

Prävention auf einen Blick:

  • IMEI-Nummer notieren
  • Antivirus-Apps installieren
  • Regelmäßig Backups durchführen

Fazit: Beim Smartphone stets auf Sicherheit achten

Versteckte In-App-Käufe und nicht benötigte Datenfreigaben, gestohlene Smartphones und gehackte Apps: Wer an der Sicherheit seines Smartphones spart, muss früher oder später teuer dafür zahlen. Die Zahl der Bedrohungen nimmt kontinuierlich zu. Schließlich gibt es viele Einfallstore für Hacker und Datenschnüffler, Trojaner, Viren, Malware etc. Das beginnt bei massiven Sicherheitslücken der Betriebssysteme und reicht bis zum allzu vertrauensseligen Internetsurfen seitens der Benutzer.

Der kluge User sorgt vor: Dazu gehört ein gesundes Misstrauen gegenüber verlockenden Angeboten, beispielsweise, dass man nicht jede App installiert, die Zugriff auf sensible Daten verlangt. Wenn man eine App installiert, dann nur von bekannten und seriösen Quellen. Ansonsten steigt die Gefahr, dass gehackte Apps oder andere Schadsoftware auf dem Smartphone landet. Wichtig ist auch ein gutes Antivirenprogramm und das regelmäßige Backup der Smartphone-Daten. Ersteres schützt Sie vor Schadsoftware, Letzteres bewahrt Sie vor dem Verlust aller Daten nach einem Diebstahl des Smartphones.

Wenn Sie Kinder haben, die Smartphones nutzen: Es gibt die verschiedensten Optionen, um Minderjährige vor Gefahren aus dem Internet zu schützen. Doch all die Apps und Programme, Black und White Lists der Kindersicherungen sind nur der eine Teil. Der andere besteht darin, dass Sie Ihrem Kind den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Smartphone beibringen. Lassen Sie Ihre Kinder verschiedenes ausprobieren und begleiten Sie sie dabei. Am besten sitzen Sie zu Beginn daneben, wenn Ihre Kinder das Smartphone benutzen. Für das Thema Sicherheit können Sie sie so behutsam sensibilisieren.


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