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Online Shopping

Online Shopping:

Sicheres Einkaufen im Internet - So geht´s

Online Shopping zieht immer mehr Kunden an. Das Rund-um-die-Uhr-Einkaufserlebnis ist beliebt wie nie zuvor. Für viele ist das Einkaufen im Internet zum Alltag geworden. Laut statista.de bestellten 2013 über 37 Millionen Personen in Deutschland im Internet. Verbraucher sind aber weiterhin um ihre Sicherheit beim Online Shopping besorgt, denn die Zahl der Fälle von Computer- und Internet­kriminalität nimmt zu. So haben 55 Prozent der Deutschen beim Online Shopping die Sorge, dass Konto- und Kredit­karten­daten missbraucht werden. Nur wenige Shops erfüllen alle Sicherheits­standards, die von Experten empfohlen werden. Im folgenden Artikel erfahren Sie mehr über die Sicherheits­lücken beim Online Shopping und worauf Sie achten sollten, um sicher im Netz einzukaufen.


Was kann beim Online Shopping die Sicherheit gefährden?

Viele Nutzer fürchten immer noch, allzu leicht das Opfer von Cyberkriminellen zu werden, wenn sie im Internet einkaufen. Ähnlich wie beim Online-Banking sehen Verbraucher die Gefahr, um ihr Geld betrogen zu werden. Der Missbrauch von Konto- und Kreditkartendaten sowie das Ausspähen persönlicher Daten werden als häufigste Bedenken beim Kauf im Internet genannt. Nach einer Umfrage des Empfehlungs- und Verbraucherportals Sparwelt.de befürchten viel mehr Befragte, dass ihre Daten ausspioniert werden, als dass online erworbene Produkte eine mindere Qualität haben. Nur jeder siebte Befragte geht davon aus, dass eine Bestellung nicht zugesandt wird. Welche Sicherheitsfallen wirklich drohen und wie gefährlich diese sind, klären wir für Sie im nächsten Abschnitt.

Bedenken
Anteil Befragte die Bedenken immer/überwiegend haben
Missbrauch von Konto- und Kreditkartendaten55 %
Ausspähen persönlicher Daten45 %
Sorge vor unwissentlich abgeschlossenen kostenpflichtigen Abos34 %
Sorge, dass die Produktqualität schlechter ist als angegeben26 %
Sorge vor versteckten Kosten20 %
Sorge, dass die Lieferung ausbleibt14 %
  • Quelle: Sparwelt
    Link: http://www.sparwelt.de/studien/2013/umfrage-sicherheit-beim-online-shopping

Sensible Daten abgefischt

Kunden von Online-Shops können Opfer von Phishing-Attacken werden. Dabei werden Kontodaten und Passwörter ihrer Benutzerkonten ausspioniert. Kriminelle können damit Waren über den Namen des Kunden bestellen oder Konto- und Kreditkartendaten missbrauchen. Wenn die persönlichen Daten von Kunden ausgespäht wurden, ist dies als besonders heikel zu werten. Durch den Identitätsdiebstahl können Cyberkriminelle Zahlungsbetrug begehen – und das nicht nur in Online-Shops.

Der Schein trügt

Eine große Gefahr, die beim Online Shopping die Sicherheit bedroht, sind Fake-Shops. Diese unseriösen Online-Shops verlangen eine Zahlung per Vorauskasse, liefern aber die versprochene Ware entweder gar nicht oder nur in mangelhafter Qualität. Einen Fake-Shop zu erkennen, ist nicht immer einfach. Einige lassen sich einfach und mit geringem Aufwand als solche ausfindig machen. Andere sind selbst für Experten schwer identifizierbar. Häufig bieten sie „Nischenprodukte“ an, die ansonsten schwer zu bekommen sind. Damit erhöhen sie die Wahrscheinlichkeit, dass jemand bei ihnen bestellt. Das können seltene Autoersatzteile, sehr spezielle Elektronik-Artikel oder Tickets für begehrte Konzerte oder Sportveranstaltungen sein.

Die Lücke ausnutzen

Immer wieder entdecken Betrüger Lücken bei der Sicherheit von Online-Shops. Gerade bei bekannten Webseiten mit Marktplatz-Angebot oder bei Online-Auktionshäusern sind Verbraucher nicht davor geschützt, Opfer eines Betruges zu werden. Durch die seriöse Gestaltung der Seite und das Vertrauen in die Seitenbetreiber ist häufig nur schwer zu erkennen, wenn sich unter die Anbieter auf der Seite ein schwarzes Schaf mischt. Zwar haben große Shops wie ebay und Amazon ihre eigenen Systeme entwickelt, um ihren Kunden beim Online Shopping die bestmögliche Sicherheit zu bieten. Leider finden Cyberkriminelle aber immer wieder Lücken im System.

In die Falle getappt

Eine weitere beliebte Betrugsmethode im Internet ist es, den Verbraucher mit einer Abofalle hereinzulegen. In Deutschland ist es eigentlich verboten, Preisangaben nicht deutlich sichtbar zu zeigen. Es finden sich jedoch immer wieder Seiten im Internet, die Verbraucher in die Falle locken, indem sie ausführliche Informationen nur im Kleingedruckten angeben. Hinter scheinbar kostenlosen Seiten, lukrativen Gewinnchancen oder attraktiven Angeboten in Kleinanzeigen verbergen sich dann oft Abonnements oder teure Bezahldienste.

Darum gilt: Um während des Online Shoppings die eigene Sicherheit zu erhöhen, sollten Sie eine allzu schnelle Registrierung auf einer Webseite vermeiden. Abokosten werden gerne in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) versteckt und sind auf den ersten Blick nicht erkennbar. Deshalb wird empfohlen, die AGBs auf Schlüsselwörter wie Kündigung, Kosten oder Zahlung hin zu scannen. Diese Begriffe sind ein Indiz dafür, dass sich hinter dem angeblich kostenlosen Angebot eine kostenpflichtige Vertragsbindung versteckt. Wem so etwas ins Auge fällt, sollte man weiter in den AGBs oder im Internet nach dem Anbieter recherchieren oder Freunde und Bekannte befragen. Außerdem müssen Verbraucher seit dem 1. August 2012 durch einen Button darauf aufmerksam gemacht werden, dass für die Leistung Kosten anfallen. Dadurch soll sicher erkennbar sein, wenn ein „Klick“ Geld kostet. Der Gesetzgeber reagierte damit auf den häufigen Missbrauch durch Abofallen.

Wenn Sie sich noch weiter über Möglichkeiten informieren möchten, wie Sie sich im Internet optimal schützen können, empfehlen wir Ihnen unseren Ratgeber zum Schutz im Internet.

Tipp

Beim Online Shopping gibt es keinen vollkommenen Schutz! Wer sich sicher fühlen möchte, sollte sich mit einer Versicherung gegen Schäden im Zahlungsverkehr absichern.


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Online-Shopping immer beliebter

Welche Bezahlsysteme und -verfahren gibt es beim Online Shopping?

Wer als Online-Händler Vertrauen vermitteln möchte, bietet mehrere Zahlungsarten an. Mit einem breiten Zahlartenportfolio wird die Professionalität zusätzlich unterstrichen. Klassische Zahlungsarten wie der beliebte Kauf auf Rechnung werden mittlerweile von modernen Online-Bezahlsystemen ergänzt. Wir erklären, wie die einzelnen Bezahlverfahren funktionieren und welche Auswirkungen ein Benutzerkonto hat.

Der Kauf auf Rechnung gehört zu den beliebtesten Zahlungsmethoden. Das liegt daran, dass Kunden sich sicherer fühlen, wenn sie die Ware erst erhalten und prüfen können, bevor sie bezahlen. Die Rechnung liegt der Sendung bei und muss nur bezahlt werden, wenn der Artikel auch wirklich behalten wird. Online-Händler bringen ihren Kunden damit viel Vertrauen entgegen. Sie gehen die Gefahr ein, dass die Rechnung nicht bezahlt wird. In manchen Fällen müssen sie viel Aufwand betreiben, um ihr Geld zu bekommen oder ihre Ware zurück zu erhalten. Gleichzeitig können beide Seiten die Geldflüsse genau nachvollziehen. Seit der Einführung von IBAN und BIC bzw. SWIFT lassen sich Rechnungen problemlos im Inland und Ausland bezahlen.

Die Zahlung per Vorkasse bietet einen großen Vorteil für den Online-Händler: Er riskiert keinen Zahlungsausfall. Der Kunde bezahlt die Ware per Banküberweisung, bevor er sie erhält. Wenn der Händler den Geldeingang auf seinem Konto verbuchen kann, versendet er die Ware. Gerade bei Neukunden verwenden Online-Händler diese Zahlungsmethode gerne.

Wer es komfortabel mag, kann die Zahlung per Lastschriftverfahren nutzen. Gerade bei Online-Shops, in denen man regelmäßig bestellt, ist dies eine bequeme Bezahlvariante. Der Kunde erteilt dem Online-Shop in diesem Fall eine Einzugsermächtigung. Diese erlaubt dem Händler, fällige Beträge von Konto des Kunden abzubuchen. Der Händler hat somit die Gewissheit, sein Geld auch wirklich zu erhalten. Der Kunde wiederum kann unberechtigte Lastschriften innerhalb eines bestimmten Zeitraums zurückfordern.

Die Zahlung per Nachnahme ist für Kunde und Online-Händler eines der sichersten Bezahlverfahren. Der Postbote dient hierbei als Mittler zwischen beiden Seiten. Beim Erhalt seiner Sendung bezahlt der Käufer. Damit kann dieser sicher gehen, dass er die Ware tatsächlich erhält. Auch der Online-Händler erhält auf jeden Fall sein Geld. Für diese Dienstleistung verlangt die Post allerdings eine Gebühr, die in der Regel der Kunde übernehmen muss.

Die Zahlung per Kreditkarte ist in den letzten Jahren beim Online-Shopping immer beliebter geworden. Diese Zahlungsmethode funktioniert so schnell wie einfach und ermöglicht einen raschen Warenversand. Die Kreditkartendaten werden beim Bezahlen in das Formular des Online-Shops eingegeben. Die nötige Sicherheit beim Übermitteln der Daten wird durch eine SSL-Verschlüsselung garantiert.

Mit der Zahl der Online-Shops sind auch die Möglichkeiten zum elektronischen Bezahlen gestiegen. Die Online-Bezahlsysteme sollen vor allem eins: Sicherheit beim Online-Shopping bieten. Grundlegend sind alle Systeme gleich aufgebaut. Allerdings unterscheiden sie sich erheblich hinsichtlich ihrer zusätzlichen Leistungen. Die Gebühren für die Nutzung bezahlen grundsätzlich die Anbieter.

Es gibt viele Anbieter von Online-Bezahldiensten. Bis heute hält sich auf Platz Eins: PayPal. Damit ein Kunde den Dienst nutzen kann, muss er sich auf der PayPal-Seite ein Konto einrichten. Dort hinterlegt er Kredit- oder Kontodaten. Wenn er beim Bezahlen im Online-Shop PayPal als Bezahlungsmethode auswählt, wird er automatisch auf die Seite des Zahlungsdienstes weitergeleitet. Durch dieses Vorgehen wird beim Online-Shopping eine hohe Sicherheit garantiert. Die sensiblen Bank- und Kreditkarten werden nicht an den Händler weitergegeben. PayPal ermöglicht das Bezahlen im In- und Ausland.

Das Bezahlsystem Sofortüberweisung funktioniert über das Online-Banking. Der Dienst garantiert eine sichere Verbindung zum Online-Konto, von wo die Zahlung in Form eines speziell gesicherten Zahlformulars getätigt wird. Der Kunde braucht dazu jedoch seinen PIN für das Online-Banking sowie eine TAN. Das Verfahren ähnelt dem der Vorkasse, aber der Händler erhält über den Dienst umgehend eine Zahlungsbestätigung und kann seine Waren sofort versenden. Da Zahlungen nur getätigt werden können, wenn das Konto gedeckt ist, umgeht der Händler die Gefahr von Rücklastschriften. In erster Linie bietet Sofortüberweisung lediglich mehr Sicherheit für den Online-Shop – für den Kunden bestehen die gleichen Gefahren wie bei der Vorkasse. Da einige Banken in ihren AGBs die Weitergabe von Onlinebanking-PIN und TAN an Dritte (also an den Zahlungsanbieter) untersagen, kann der Kunde seine Zahlung gegebenenfalls nicht zurückbuchen. Mehrere Banken arbeiten jedoch mit dem Anbieter von Sofortüberweisung zusammen und unterstützen diese Zahlweise.

Welches Bezahlsystem ist das Beste?

Das Angebot an Bezahlsystemen im Online-Handel ist breit gefächert. Für Kunden sind vor allem die Bezahlsysteme und -verfahren attraktiv, bei denen sie nicht in Vorkasse gehen müssen. Kunden ist es besonders wichtig, eine Garantie zu haben, die Ware zu erhalten, ohne ihr Geld einzubüßen. Deshalb werden die meisten Verbraucher beim Online Shopping weiterhin die Rechnung bevorzugen.

Vorauskasse und Lastschriftverfahren bieten keine hundertprozentige Sicherheit, die bestellte Ware auch zu erhalten. Bezahlsysteme wie PayPal sind da eine attraktive Alternative für Käufer. Sie gehören zu den sichersten Online Shopping Zahlungsarten. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich für die Nachnahme entscheiden. Allerdings verlangt die Post für diese Option zusätzliche Gebühren.

Vor- und Nachteile eines Benutzerkontos

Bei fast allen Online-Shops können Kunden sich ein persönliches Benutzerkonto anlegen. Bei einigen Shops ist das sogar Pflicht. Mit einer gültigen E-Mail-Adresse können sie sich registrieren und mit einem individuellen Passwort ihr Konto sichern. Dieses bietet für Kunden und Online-Shop-Betreiber viele Vorteile. Benutzerkonten sollen mehr Komfort und Sicherheit beim Online Shopping für beide Seiten bringen.

Da nur Sie sich in Ihr Konto einloggen können, sind Ihre Daten während des Bestellprozesses besser geschützt. Die Bestellung läuft deutlich schneller ab, da die Kundendaten nur einmal neu eingegeben werden müssen. Die Angaben lassen sich jederzeit ändern. Außerdem können unterschiedliche Lieferadressen hinterlegt werden. Viele Shops bieten zudem eine Merkzettelfunktion an. Hier können unterschiedliche Artikel für eine spätere Bestellung gespeichert werden. Darüber hinaus überblicken Sie in Ihrem Benutzerkonto alle Bestellungen und verfolgen den Lieferstatus Ihrer Sendung.

Wenn Sie bei einem Online-Shop häufiger bestellen, ist das Anlegen eines Benutzerkontos ratsam. Die Daten sind sicher hinterlegt und können schnell genutzt werden. Allerdings sollten Sie ein sicheres Passwort wählen, damit Ihr Benutzerkonto nicht einem Angriff von Cyperkriminellen zum Opfer fällt. Gerade beliebte Online-Shops werden immer wieder durch Hacker angegriffen. Wer seine Daten geschützt wissen möchte, sollte das Passwort nicht zu einfach konstruieren und sich an gängige Sicherheitsstandards halten. Wenn man überzeugt ist, dass man bei einem bestimmten Händler nur einmal bestellt, reicht es häufig aus, die Bestellung ohne Benutzerkonto abzuwickeln.

Tipp

Wie Sie das optimale Passwort wählen, können Sie in unserem Artikel "Sichere Passwörter sorgen für mehr Schutz im Netz" nachlesen.


6 Kennzeichen, an denen Sie einen unseriösen Online-Shop erkennen

Sie entdecken in einem Online-Shop, in dem Sie noch nie bestellt haben, ein attraktives Produkt. Dieses möchten Sie so schnell wie möglich bestellen. Bevor Sie aber dort die erste Bestellung aufgeben, sollten Sie die Seriosität des Anbieters überprüfen. Zunächst gilt es, einige Angaben auf der Webseite zu prüfen, die zum Standard vieler Internet-Shops gehören oder sogar gesetzlich vorgeschrieben sind. Bei einem schlecht geführten oder unseriösen Online-Shop hapert es oft an den grundlegenden Sicherheitsstandards:

  1. Ein unvollständiges Impressum
  2. Unzulässige AGB-Klauseln
  3. Unklare Preisangaben ohne Nennung der Mehrwertsteuer und der Versandkosten
  4. Unsichere Datenübertragung über ein unverschlüsseltes Protokoll
  5. Schlechte Erreichbarkeit mit langer Wartezeit
  6. Keine oder gefälschte Gütesiegel

7 Kennzeichen, an denen Sie einen seriösen Online-Shop erkennen

  1. Eine vollständige Anbieterkennzeichnung ist per Gesetz vorgeschrieben:
    • Name und Anschrift, bei juristischen Personen zusätzlich die Rechtsform und der Vertretungsberechtige
    • Angaben für eine schnelle Kontaktaufnahme wie Telefonnummer, E-Mail und Fax
    • Gewerberegister und Gewerberegisternummer
    • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
    • Angabe der Aufsichtsbehörde, wenn das Angebot einer Zulassung bedarf, wie zum Beispiel bei Apotheken
  2. Einsicht in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
  3. Informationen zum Datenschutz und zur Datensicherheit
  4. Angaben zum Widerrufsrecht, Rückgaberecht und zur Kaufpreisrückerstattung
  5. Angebot von verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten
  6. Transparente Versandkosten, Rücksendekosten und mögliche Zusatzkosten
  7. E-Mail-Bestätigung nach dem Bestellvorgang

Tipp

Googeln Sie den Namen des Shops am besten in Kombination mit dem Wort "Problem". In wenigen Sekunden erhalten Sie erste Ergebnisse. Es gibt zahlreiche Bewertungsportale im Netz, auf denen Sie hilfreiche Beurteilungen von anderen Kunden finden.

Sicherheit im Online-Shop durch Trustelemente einschätzen

Viele Online-Shops wissen, wie wichtig ihren Kunden Sicherheit ist. Meldungen über gestohlene Kreditkartendaten und Betrugsskandale in der Presse verunsichern Kunden. Seriöse Shop-Betreiber verwenden deshalb gehäuft Trustelemente, um ein größeres Sicherheitsgefühl beim Online Shopping zu vermitteln. Mittelfristig sollen die Elemente für mehr Verkäufe über die Seite sorgen und längerfristig Kunden an den Shop binden.

Mögliche Trustelemente können wie folgt aussehen:

  • Empfehlungen und Kundenbewertungen: Menschen vertrauen der Meinung von anderen Kunden. Eine positive Bewertung des Online-Shops und gute Erfahrungen mit dem Service vermitteln Vertrauen. Deshalb ist die Einbindung von Bewertungen in den Shop für viele Kunden ein Hinweis, dass hier um Vertrauen geworben wird.
  • Qualitätssiegel und Testergebnisse: Online-Käufer sollten auch stark auf Prüfsiegel und Auszeichnungen für Produkte achten. Objektive Testergebnisse sind ein beliebtes Trustelement bei Online-Shops. Das können zum einem Artikel sein, die von der Stiftung Warentest als gut oder sehr gut bewertet wurden, zum anderen Siegel anerkannter Institutionen wie dem TÜV. Um die Sicherheit ihres Online-Shops überprüfen zu lassen, müssen die Betreiber Geld investieren. Viele Kunden sehen darin eine zusätzliche Vertrauensbasis gegeben. Zu den weit verbreiteten Gütesiegeln gehören:
    - EHI Geprüfter Online-Shop
    - Trusted Shops Guarantee
    - TÜV SÜD Prüfsiegel für mehr Sicherheit im Internet
    - Datenschutz-Zertifikat „Internet Privacy Standards“
  • Einbindung in soziale Netzwerke: Social Media wird auch im Bereich E-Commerce immer wichtiger. Nutzen Unternehmen aktiv ihre Firmenseiten bei Facebook, Google+ oder Twitter, steigert dies zusätzlich das Vertrauen. Die Social-Media-Kanäle sind das ideale Mittel für transparente Kommunikation. Zum einen kann der Online-Shop mit dem Angebot von Gutscheinen und Sonderrabatten zeigen, dass er kundenfreundlich orientiert ist. Zum anderen können Kunden öffentlich Fragen stellen und Probleme ansprechen. Dass interessiert vielleicht auch andere Kunden. Wichtig ist, dass der Shop-Betreiber stets schnell reagiert. Eine späte Antwort könnte als Desinteresse gewertet werden.
  • Testimonials: Die Fürsprache für ein Produkt oder eine Dienstleistung von einer bekannten Person erhöht für viele Kunden die Glaubwürdigkeit. Testimonials können beispielsweise TV- und Film-Stars, Sportler oder Experten sein.
  • Zahlen und Fakten: Online-Shops versuchen durch die Nutzung von Statistiken das Zutrauen der Kunden zu gewinnen. Dazu kann die Anzeige der Gesamtbesucherzahl oder die Zahl der Newsletter-Abonnenten dienen. Je höher die Kundenanzahl, desto höher das Vertrauen.
  • Bezahlvorgänge: Gerade bei der Bezahlung wünschen sich Kunden Sicherheit im Online-Shop. Positiv wirkt sich dabei zum einen ein breit gefächertes Angebot an Bezahlmethoden aus, zum anderen technische Siegel wie das SSL-Zertifikat.
Was sagt das SSL-Zertifikat aus?

Alle Daten, die an einen Online-Shop gesendet werden, sollten über eine Verschlüsselungstechnik übersendet werden. SSL steht für "Secure Socket Layer". Die SSL-Verschlüsselung prüft die Internetseite und stellt sicher, dass die Daten während der Übertragung weder gelesen noch manipuliert werden. Das Zertifikat wird unter den Namen "TLS" (Transport Layer Security) zurzeit weiter entwickelt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um zu sehen, ob es sich um eine sichere Verbindung handelt. Meldungen wie "Sie haben ein geschütztes Dokument angefordert …“ oder "Sie sind im Begriff, sich Seiten über eine sichere Verbindung anzeigen zu lassen …“ sind ein Zeichen dafür. Darüber hinaus erkennt jeder Kunde eine verschlüsselte Verbindung im Browser an dem "s", das an der Webseiten-Adresse "http“ angehängt ist. Es steht für "secure", was im Deutschen "sicher" bedeutet. Viele Browser zeigen zusätzlich im unteren Bereich oder in der Adresszeile ein kleines geschlossenes Vorhängeschloss an.

Die SSL-Verschlüsselung soll die Sicherheit beim Online Shopping nachhaltig steigern. Viele Webshops lassen sich zusätzlich mit SSL-Zertifikaten von unabhängigen Zertifizierungsstellen ausstatten. Diese überprüfen die Identität des Online-Shops. Bei deren Extended-Validation-SSL-Zertifikat (EV-SSL-Zertifikat) wird zusätzlich zu den Links in der Adresszeile des Browsers ein Feld angezeigt. In diesem wird der Zertifikats- und Domaininhaber abwechselnd mit der Zertifizierungsstelle gezeigt. Darüber hinaus ist je nach Browsertyp und/oder verwendeten Add-on die Adresszeile grün hinterlegt. Dank dieser zusätzlichen SSL-Verschlüsselung reicht manchmal ein Blick, um zu erkennen, ob eine Webseite vertrauenswürdig ist.

Weitere Besonderheiten

Wer gerne international einkauft, sollte auf einige spezielle Punkte beim Thema Sicherheit im Online-Shop achtgeben. Die Währungsunterschiede, die verschiedenen Steuersätze und die möglichen Zahlungsmethoden im Ausland laden Betrüger zum bewussten Täuschen ein. Deshalb gilt auch bei Bestellungen in ausländischen Online-Shops die Seriosität des Anbieters zu überprüfen. Gerade weil beim Einkaufen im Ausland der Rechnungskauf eher selten ist, kann es passieren, dass das Geld schnell weg ist, wenn nicht alles genau geprüft wird. Zudem sollten Verbraucher generell genau nachrechnen, ob sich eine Auslandsbestellung lohnt. Bei Ordern außerhalb der Europäischen Union fallen oft zusätzliche Zollgebühren und die Einfuhrumsatzsteuer sowie die Verbrauchssteuer an.


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Ihre Rechte beim Online Shopping

Ihre Rechte beim Online Shopping

Die neuen Schuhe sind mit ein paar Klicks schnell bestellt. Doch wenn Ihnen die Bestellung nicht gefällt oder Sie woanders noch ein schöneres Modell entdecken, kommen häufig Fragen auf: Wie sehen eigentlich meine Rechte beim Online Shopping aus? Welche Sicherheit hat der Gesetzgeber für Bestellungen im Internet geschaffen?

Einfach für den Überblick: handschriftliche Auflistung

Jeder Kunde besitzt beim Online-Shopping ein Widerrufsrecht. Mit einer Frist von 14 Tagen kann der Käufer ohne Begründung von seinem Vertrag zurücktreten. Dazu reicht eine E-Mail, ein Brief oder ein Fax an den Online-Händler, worin erklärt wird, dass der Vertrag widerrufen wird.

Seit dem 13. Juni 2014 sind Online-Shops gesetzlich dazu verpflichtet, ein Muster-Widerrufsformular zur Verfügung zu stellen. Dieses erleichtert den Rücktritt vom Vertrag, muss aber nicht genutzt werden. Mit den neuen Regeln für Fernabsatzgeschäfte hat sich auch etwas Gravierendes für den Kunden geändert: Das bloße Zurücksenden des gekauften Produktes reicht nicht mehr aus, um vom Vertrag zurückzutreten. Der Rücktritt vom Vertrag muss ausdrücklich erklärt werden. Außerdem muss der Verbraucher die Kosten der Rücksendung tragen – vorher galt das nur für Sendungen mit einem Warenwert bis zu 40 €. Viele Anbieter übernehmen aber weiterhin das Porto für ihre Kunden.

Sie sollten beachten, dass einige Artikel Sonderregelungen unterliegen und vom Widerrufsrecht ausgeschlossen sind. Darunter fallen:

  • Waren, die nach den Bedürfnissen und Wünschen von Kunden angefertigt wurden
  • Waren, die schnell verderben oder das Verfallsdatum überschritten haben
  • Waren, die sich aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht für eine Rücksendung eignen
  • Audio- und Videoaufzeichnungen sowie Software, wenn die Versiegelung entfernt wurde
  • gelieferte Zeitungen, Zeitschriften und Illustrierte

Die Regelungen, welche Waren unter die ersten drei Punkte fallen, sind nicht eindeutig. Im Allgemeinen gilt, dass alle Waren vom Widerrufsrecht ausgeschlossen sind, die vom Händler nicht wieder verkauft werden kann. Davon sind auch Dienstleistungen in den Bereichen Unterbringung, Beförderung, Freizeitgestaltung oder die Lieferung von Speisen und Getränken betroffen.

Tipp: Bevor Sie einen Kauf im Internet tätigen, informieren Sie sich ausreichend über Ihre Rechte und Pflichten als Kunde. Lesen Sie am besten jedes Mal die Online-Shop-Hilfe mit den Bedingungen zu Versand und Retoure sowie die Garantiebedingungen, damit Sie genau wissen, ob der Händler Ihnen mit kulanten Regelungen beim Shoppen entgegenkommt.


Was können Sie tun, wenn Sie Opfer eines Betrüger geworden sind?

Es muss nicht immer gleich das Schlimmste vermutet werden. Gerade bei kleineren Händlern kann die Lieferung einer Sendung oder die Erstattung schon bezahlter Beträge etwas länger dauern. Wenn die Lieferzeit ungewöhnlich lang auf sich warten lässt, können Sie beim Verkäufer nachfragen oder ihm schriftlich eine Frist setzen. Im Notfall können Sie vom Kauf zurücktreten.

Wie erkenne ich einen Betrugsfall?

Die nicht erhaltene Ware ist die einfachste Art, um zu erkennen, dass man unter Umständen Opfer eines Betrügers geworden ist. Das ist in anderen Fällen nicht ganz so einfach. Oft erfährt es der Kunde erst später, dass seine Daten für einen Betrug missbraucht wurden. Die Konsequenzen können ganz unterschiedlich ausfallen. Einige Cyberkriminelle missbrauchen die Identität anderer, um in deren Namen andere Betrügereien durchzuführen. Dies erfährt man häufig erst, wenn der Betrugsfall aufgeflogen ist und man im schlimmsten Fall selbst verdächtig wird.

Wenn sensible Konto- oder Kreditkarten ausgespäht werden, kann es passieren, dass Geld von Ihrem Konto abgebucht wird. Eine regelmäßige Prüfung der Zahlungsvorgänge auf dem Giro- und Kreditkartenkonto ist deswegen ratsam. Falls es zu einem größeren Hacker-Angriff auf ihren Shop gekommen ist, informieren im Idealfall Händler ihre Kunden darüber. Die Kunden können dann beispielsweise schnellstmöglich das Passwort zum Benutzerkonto ändern.

Wo melde ich einen Betrugsfall?

Wenn Sie Opfer eines Betrügers geworden sind, melden Sie sich am besten bei der nächsten Polizeidienststelle. Sie sollten alle Unterlagen bereithalten, die den Kauf betreffen, damit Sie das Geschäft belegen können. Außerdem sollten Sie sich umgehend bei Ihrer Bank melden. Eventuell können getätigte Zahlungen wieder zurückgebucht werden.


Digitale Betrügereien beim Einkauf im Ladengeschäft

Das bargeldlose Bezahlen mit EC- und Kreditkarte macht auch digitale Betrügereien im stationären Handel möglich. Daher ist es wichtig, beim Einkauf im Ladengeschäft auf Sicherheit zu achten. Sie sollten zwei Gefahren besonders im Auge behalten: Skimming und NFC-Manipulationen.

Skimming

Eine beliebte Methode, um an die Daten von Kunden zu kommen, ist das Skimming. Ins Deutsche übersetzt heißt dies "Abschöpfen“. Und genau das passiert: Beim Skimming werden die Daten von Kreditkarten und Bankkarten ausspioniert. Dazu werden die Infos vom Magnetstreifen ausgelesen und auf einen leeren Kartenrohling kopiert. Da der Betrüger auch die PIN ausspäht, kann er problemlos an einem Automaten Geld vom Konto des Karteninhabers abheben. Der Geschädigte bemerkt den Betrug im Regelfall erst, wenn er einen Blick auf seine Kontoauszüge wirft oder wenn die Bank beim Überschreiten des Kreditlimits das Konto sperrt. Skimming beschränkt sich nicht nur auf Geldautomaten. Hochmoderne elektronische Spähgeräte ermöglichen es Kriminellen, Kartendaten und PIN-Nummern auch an Kassen in Ladengeschäften auszuspähen. Die Geräte sind so klein und unauffällig, dass sie kaum auffallen.

NFC-Manipulationen

Eine neue Gefahr beim Shoppen im stationären Handel droht beim bargeldlosen Zahlen mit dem Smartphone. Der neue Funkstandard zur drahtlosen Datenübertragung NFC (Near Field Communication) soll das Bezahlen revolutionieren und einfach wie nie machen. Die Besonderheit von NFC liegt darin, dass Smartphone und Empfangsgerät in einem Abstand von nur wenigen Zentimetern auseinanderliegen dürfen, damit die Datenübertragung funktioniert. Darin soll auch der große Vorteil des Systems liegen: Wer Daten ausspionieren möchte, muss sich dem NFC-Nutzer auf engstem Raum nähern. In den nächsten Jahren sollen viele Kassen mit speziellen Geräten mit NFC-Tags ausgestattet werden. Viele neue Smartphones werden standardmäßig mit NFC-Chip ausgeliefert. Außerdem statten die deutschen Sparkassen alle neuen Girokarten mit NFC aus. Andere Banken und Kreditkartenanbieter ziehen nach. Da allerdings davon ausgegangen wird, dass Kredit- bzw. EC-Karten mit NFC-Chip doch von Betrügern ausgelesen werden könnten, sollten sie mit einer speziellen Schutzhülle ausgestattet werden, die abschirmt. Die NFC-Technik kann Daten auch verschlüsselt übermitteln, das ist aber nicht zwingend vorgeschrieben.


Fazit für Online Shopping

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es beim Einkaufen im Internet nicht. Wer aber beim Online Shopping unsere Sicherheit-Tipps beachtet, verringert das Risiko, Opfer eines Betrügers zu werden. Verbraucher können sich außerdem darauf verlassen, dass gerade große Händler immer darauf bedacht sind, ihren Kunden ein hohes Vertrauensgefühl beim Einkaufen zu geben. Damit wollen sie sicherstellen, dass ihre Kunden auch wiederkommen. Außerdem ist auch für sie ein guter Standard an Sicherheit im Online-Shop wichtig, damit sie im Betrugsfall nicht den Schaden selbst tragen müssen. Wenn Sie mit den richtigen Vorkehrungen beim Online Shopping Ihre Sicherheit erhöhen, macht das Einkaufen gleich noch mehr Spaß.

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