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Privatsphäre auf Facebook

Facebook:

Mehr Privatsphäre mit den richtigen Einstellungen

Wer ein Video von der letzten Party auf Facebook teilt, kann sicher sein, dass das es nach wenigen Minuten bereits von Dutzenden Menschen gesehen wurde. Während Freunde die Einblicke mit einem “Like” belohnen, könnten sich solche Aufnahmen bei einem künftigen Arbeitgeber negativ auswirken. Nicht umsonst wird Facebook immer wieder von Datenschützern kritisiert. Dieses Tutorial gibt einfache und effektive Ratschläge, wie man aktiver Teil des sozialen Netzwerkes sein kann, ohne die eigene Privatsphäre aus den Augen zu verlieren.

Unsere Tipps verringern das Risiko, dass private Daten über Facebook in falsche Hände geraten. Der sensible Umgang mit der Privat­sphäre bleibt aber unverzicht­bar. Es ist sinnvoll genau zu überlegen, ob ein Bild hoch­geladen werden sollte. Einmal öffentlich, haben unzählige Nutzer die Möglichkeit, Kopien anzufertigen, was zu bösen Überraschungen führen kann. Ebenfalls sparsam sollte man mit der Veröffentlichung des eigenen Standortes umgehen. Anhand der geposteten Aufenthaltsorte lassen sich schnell Bewegungsprofile anfertigen, die mehr über das Privatleben verraten, als einem lieb ist.


Alte Fotos entfernen

Ein Blick auf die eigene Profilseite kann hilfreich sein, einen Überblick darüber zu gewinnen, welche Spuren man als Nutzer in den letzten Jahren bei Facebook hinterlassen hat. Viele Mitglieder sind bereits seit mehreren Jahren beim sozialen Netzwerk registriert. Zeit genug, um den Überblick über Posts und Bilder zu verlieren. Fotoaufnahmen, die zum Beispiel auf längst vergangenen Schulpartys entstanden sind, könnten Teile der Biografie sein, die man mit seinen heutigen Arbeitskollegen nicht teilen möchte.

Eigene Fotos

Fotos von Freunden

Schwieriger gestaltet es sich, Fotos auszusortieren, die man nicht selbst auf Facebook geteilt hat. Am effektivsten ist es, die Person, die das unliebsame Foto veröffentlicht hat, darum zu bitten, es zu löschen. Hat das keinen Erfolg, bietet Facebook die Möglichkeit, die eigene Markierung auf dem Bild zu entfernen und es in in der persönlichen Chronik auszublenden. Damit ist die Aufnahme zumindest schwerer zu finden.


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Alte Profilbilder beschränken

Eine besondere Rolle spielen Profil- und Titelbilder auf Facebook. Diese kann man als Nutzer nicht vor anderen Personen verstecken und sind immer öffentlich einsehbar. Selbst alte Profilbilder, die nicht mehr auf der Startseite der Chronik verwendet werden, müssen explizit ausgeblendet werden, wenn sie Fremden nicht zur Verfügung stehen sollen.


Alte Beiträge entfernen

Wie mit den Fotos sollte auch mit vergangenen Textbeiträgen umgegangen werden. Eventuell unangenehme Beiträge aus der Vergangenheit können durch Scrollen in der Chronik gefunden werden.

Eigene Beiträge

Beiträge von Freunden

Auch Beiträge von Freunden kann man verbergen, Markierungen entfernen oder Posts auf der eigenen Chronik löschen.


Wichtige Privatsphären-Einstellungen

Um zu kontrollieren, welche Personen im sozialen Netzwerk auf veröffentlichte Inhalte zugreifen können, bietet Facebook seine sogenannten “Privatsphären-Einstellungen” an. Unter diesem Menüpunkt kann der Benutzer unter anderem festlegen, welche Bilder oder Texte Fremde ansehen können.

Zukünftige Beiträge einschränken

Besonders wichtig ist die Option “Wer kann meine zukünftigen Beträge sehen?”. Dort ist es möglich, Personen explizit davon auszuschließen, auf Posts zugreifen zu können. Zählt beispielsweise der eigene Chef zu den Facebook-Freunden, kann hier verhindert werden, dass man intime Inhalte mit diesem Kontakt teilt.

Vergangene Beiträge einschränken

Mit diesen Schritten sind künftige Beiträge zwar vor unliebsamen Augen geschützt. Wurden bis jetzt die Standard-Einstellungen verwendet, sind Posts aus der Vergangenheit aber immer noch für jeden zu sehen. Die Änderung lässt sich über den Menüpunkt “Vergangene Beiträge einschränken” anpassen. So werden alte Beiträge, die bislang öffentlich zugänglich waren, nur noch Freunden angezeigt. Dieser Schritt lässt sich nicht mehr ohne größeren Aufwand rückgängig machen. Überlegt man es sich anders, muss die Sichtbarkeit jedes einzelnen Beitrages separat geändert werden.


Genehmigungspflicht für Markierungen

Außerdem ist es sinnvoll, es Freunden nicht ohne Weiteres zu erlauben, auf die eigene Chronik zu schreiben oder Markierungen auf möglicherweise unangebrachten Bildern vorzunehmen. Mit den richtigen Einstellungen hat man als Nutzer die Möglichkeit, rechtzeitig einzulenken indem derartige Beiträge vor ihrer Veröffentlichung erst genehmigt werden müssen. Mit folgenden Schritten lässt es sich leicht verhindern, dass der eigene Name zusammen mit unerwünschten Inhalten auf Facebook erscheint.


Anonymität im Chat

Als besonders tückisch kann sich außerdem die Chat-Funktion von Facebook herausstellen. Kümmert man sich nicht um die Konfiguration dieses Features, können alle Freunde jederzeit erkennen, ob der jeweilige Nutzer aktiv auf Facebook unterwegs ist. Das kann beispielsweise im Arbeitsumfeld zu unangenehmen Situationen führen.

Den ausgeschlossenen Personen wird der Online-Status künftig nicht mehr angezeigt. Nachrichten dieser Kontakte landen dann allerdings gesondert im Postfach, was sich als unpraktisch herausstellen kann.

Benutzer der offiziellen Facebook Messenger App sollten außerdem überprüfen, ob der Online-Status auch dort deaktiviert ist. Andernfalls können Kontakte genau nachprüfen, ob ein anderer Nutzer derzeit online ist.


Abschlusskontrolle "Aus der Sicht von"

Um abschließend auf Nummer sicher zu gehen, dass alle Einstellungen den gewünschten Effekt erzielt haben, kann die Funktion “Anzeigen aus der Sicht von” verwendet werden – jedoch aber nur über den Browser auf einem PC / Laptop. In der App oder im mobilen Browser via Handy ist diese nützliche Übersicht nicht möglich. Das Feature erlaubt es, das eigene Profil aus der Perspektive eines einzelnen Freundes anzuzeigen. So lässt sich konkret erkennen, welche Inhalte beispielsweise ein bestimmter Freund, der Chef oder Geschäftskontakt sieht, wenn er die Chronik besucht.


Kopie aller Facebook-Daten anfordern

Hinzukommt der von vielen Seiten kritisierte Datenschutz bei Facebook. Dem US-Konzern wurde bereits mehrfach vorgeworfen, Daten nicht von seinen Servern zu löschen – selbst wenn der Benutzer dies ausdrücklich verlangt. Das EU-Gesetz verpflichtet das Unternehmen jedoch immerhin dazu, jedem Mitglied auf Verlangen eine Kopie all seiner über ihn gesammelten Daten auszuhändigen. Vor einigen Jahren wurden diese Inhalte noch aufwendig per CD verschickt. Mittlerweile erfolgt die Abwicklung automatisch per Mail. Die Funktion kann hilfreich sein, ein Gefühl für die Menge an Informationen zu bekommen, die man Facebook unbewusst zur Verfügung stellt.


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