Wege aus der Schuldenfalle

Schuldenfalle:

So helfen Ihnen Haushaltsbuch & Co

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Ein Haus oder ein neues Auto – wer dies nicht selbst bezahlen kann, finanziert es sich mit einem Kredit. Doch das Leben kann einem einen Strich durch die Rechnung machen: Tritt eine länger­fristige Zahlungs­unfähigkeit ein, wächst die Gefahr in der Schulden­falle zu landen.

Im Artikel erfahren Sie wie Sie sich davor schützen können und welche Auswege es gibt.


Kurzfristiger Zahlungsengpass oder Überschuldung?

Haben Sie einen Kredit aufgenommen oder einen Kauf über Ratenzahlungen vereinbart, sind Sie nicht automatisch überschuldet. Für solche Fälle verwendet man stattdessen den Begriff der Verschuldung. Er sagt aus, dass jemand lediglich Schulden hat. Solange Sie diese aus eigener Kraft begleichen können, liegt keine Überschuldung vor. Gleiches gilt, wenn Sie in kurzfristige Zahlungsengpässe geraten. Diese lassen sich durch eine Stundung des Kredites überbrücken, bei der die monatlichen Ratenzahlungen bis zu sechs Monate ausgesetzt werden.

Der Weg in die Schuldenfalle

Tritt eine längerfristige Zahlungsunfähigkeit ein, durch die laufende Verbindlichkeiten nicht planmäßig beglichen werden können, wachsen die Schulden an und damit auch die Gefahr, sie nicht mehr zurückzahlen zu können. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) definiert die Überschuldung daher wie folgt:

Hinweis

Ein Privathaushalt, dessen Einkommen über einen längeren Zeitraum nach Abzug der Lebenshaltungskosten trotz Reduzierung seines Lebensstandards nicht zur fristgerechten Schuldentilgung ausreicht, ist überschuldet.

Liegt eine Überschuldung vor, wird dieser Zustand auch als Schuldenfalle bezeichnet. Der Weg aus dem Zahlungsverzug wird dann immer schwerer. Dabei spielt der sogenannte Zinseszinseffekt eine wichtige Rolle. Je länger Sie einen bestimmten Betrag abzahlen, desto höher ist der Zinsanteil, den Sie entrichten müssen. Können Sie die Zinsen nicht mehr vollständig begleichen, vermehren sich diese exponentiell mit ihren Zinseszinsen.


Überschuldung in Deutschland

Die Creditreform ermittelte, dass 2017 über 6,9 Millionen Privatpersonen in Deutschland überschuldet waren. Dies sind rund 65.000 Personen mehr als noch im letzten Jahr. Die Überschuldung ist somit seit 2014 zum vierten Mal in Folge angestiegen. Der Creditreform Schuldner-Atlas 2017 gibt auch Aufschluss darüber, wo die Gründe für Verschuldungen zu suchen sind. In vielen Fällen spielen Veränderungen der familiären sowie wirt­schaft­lichen Verhältnisse eine wichtige Rolle. Unverantwortliches Konsumverhalten stellt aber auch ein Problem dar – vor allem bei jüngeren Schuldnern.

Ursachen von Überschuldung in Deutschland im Jahr 2017

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75446/umfrage/ursachen-von-verschuldung-in-deutschland-in-2008

Überschuldung bei Jugendlichen

Das Konsumverhalten und die Bedeutung von Marken haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Das Shoppen ist mittlerweile eine gängige Freizeitbeschäftigung, die gerade Jugendliche häufig in eine Schuldenfalle treibt. Während Produkte, wie Bekleidung und Schuhe, früher aus pragmatischen Gründen gekauft wurden, dienen sie heute als Statussymbol. Oftmals entscheidet der Freundeskreis darüber, welche Marken angesagt sind.

Das größte Problem besteht darin, dass die Jugendlichen diese Luxusartikel häufig nicht bezahlen können. Durch den Ratenkauf wird ihnen die Anschaffung dennoch ermöglicht. Aus diesem Grund geben vor allem junge Menschen mehr Geld aus, als ihnen ursprünglich zur Verfügung steht. Allein im Jahr 2015 waren 31 % der 14- bis 24-Jährigen bereits einmal in ihrem Leben verschuldet. Zudem fand der Bundes­verband Deutscher Banken im Zuge einer GfK-Umfrage heraus, dass sich immer mehr Jugendliche Geld von ihrer Familie, ihren Freunden oder sogar einer Bank leihen. Da die Jugendlichen jedoch meist nicht über ein geregeltes Einkommen verfügen, ist es ihnen häufig nicht möglich, diese Beträge zurückzuzahlen.

Ursachen für die hohe Jugendverschuldung

Die größten Ausgaben tätigen Jugendliche beim Kauf eines Smartphones. Ein Smartphone ist Kommunikationsmittel Nummer 1 und zugleich ein Statussymbol. Aber auch die folgenden Punkte gelten als Ursache für die Überschuldung von jungen Menschen:

  • Technische Geräte
  • Autokauf
  • Lebensunterhalt
  • Kleidung und Schmuck
  • Essen und Trinken
  • Luxusgüter

Was sind die Gründe für eine Überschuldung?

Der Verlust des Arbeitsplatzes ist noch immer die häufigste Ursache für eine Überschuldung. Bricht das gewohnte Einkommen weg und wird durch das Arbeitslosengeld I beziehungsweise ALG II ersetzt, bedeutet das einen großen finanziellen Einschnitt. Den monatlichen Tilgungsraten eines Kredites oder Ratenkaufs weiter nachzukommen ist dann schwer. Besonders hart trifft die Arbeitslosigkeit Alleinerziehende und Familien, in denen nur ein Partner erwerbstätig ist.

Veränderungen der familiären Situation wie eine Scheidung oder Trennung von dem Partner sind der zweithäufigste Grund für eine Überschuldung. Der finanzielle Mehraufwand, der durch Aus- oder Umzug und Unterhaltszahlungen entsteht, macht sich deutlich bemerkbar. Unterhaltszahlungen werden zudem nicht nur im Falle gemeinsamer Kinder fällig. Der wirtschaftlich leistungsfähigere Ex-Partner ist gesetzlich dazu verpflichtet, dem anderen Unterhalt zu zahlen, wenn dieser den Lebensunterhalt nicht allein bestreiten kann. Schwierig wird es, wenn der Unterhaltspflichtige die Zahlung verweigert.

Krankheiten sind die dritthäufigste Ursache für eine Überschuldung. Die Bedeutung der krankheitsbedingten Verschuldung ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Meist beginnen die finanziellen Probleme, wenn nach sechs Wochen das Krankengeld das bisherige Gehalt ersetzt. Es liegt zehn bis zwanzig Prozent unter dem letzten Nettogehalt. Besonders kritisch wird es, wenn die Erkrankung über einen längeren Zeitraum anhält und zusätzliche Kosten für teure Medikamente und Therapien anfallen.

Wer in Urlaub fährt, sollte eine Reisekrankenversicherung abschließen. Wenn Sie im Ernstfall notwendige Medikamente, Operationen oder sogar einen Rücktransport selber zahlen müssen, kommen schnell Beträge von mehreren Tausend Euro zusammen. Die Reise­kranken­versicherung von CosmosDirekt gibt es schon ab 0,88 € im Monat.

Ob Kleidung, Elektronikartikel oder Luxusgegenstände: Fällt es schwer, sich beim Einkaufen zurückzuhalten und stehen unüberlegte Anschaffungen an der Tagesordnung, steigt auch die Gefahr finanzieller Probleme. Verfallen Sie am Monatsanfang in einen regelrechten Kaufrausch, ist es schwer, laufende Kosten zu begleichen. Fallen zusätzliche Tilgungsraten für die Abzahlung eines Kredites oder eines Ratenkaufes an, wird der Weg aus der finanziellen Misere weiter erschwert.

Die Vielzahl von Online-Shops, die Möglichkeit, im Internet rund um die Uhr einkaufen zu können, die vergleichsweise einfachen Zahlungsmethoden – immer bargeldlos per Paypal, Kreditkarte oder auf Rechnung: Die virtuelle Bezahlung erschwert es, den Überblick über die Finanzen zu behalten. So sammeln sich Verbindlichkeiten bei der eigenen Bank, Online-Shops und anderen Gläubigern an.

Eine unwirtschaftliche Haushaltsführung und ein gesteigerter Konsum sind ebenfalls häufig Auslöser für eine Überschuldung. Dabei spielt fehlendes ökonomisches Wissen eine wesentliche Rolle. Sorgsam mit Geld umzugehen muss gelernt werden. Das Elternhaus hat Vorbildfunktion: Wird beispielsweise ein Haushaltsbuch mit Einnahmen und Ausgaben geführt? Das fehlende Wissen macht sich besonders bei jungen Menschen mit Schulden bemerkbar, die die Kosten für den eigenen Haushalt, Handy und Co. unterschätzen oder vertragliche Vereinbarungen nicht ausreichend nachvollziehen können.

Finanzierungen vergrößern den finanziellen Spielraum und ermöglichen auch ohne das notwendige Eigenkapital den Kauf von Auto, Haus oder Möbeln. Wird die Höhe der monatlich fälligen Tilgungsraten nicht realistisch auf das eigene Budget abgestimmt, führen bereits kleine außerplanmäßige Ereignisse zu finanziellen Engpässen. Können Sie fälligen Ratenzahlungen nicht nachkommen, verlängert sich die Laufzeit der Finanzierung und erhöht dadurch den Zinsanteil. Besonders fatal wirken sich Finanzierungen in Kombination mit anderen Ursachen der Verschuldung aus.

Nehmen Sie am Monatsende auch hin und wieder den Dispositionskredit Ihres Girokontos in Anspruch? Vielen Schuldnern geht es ähnlich. Dabei gerät es schnell in Vergessenheit, dass sich finanzielle Lücken kaum teurer überbrücken lassen. Zinsen im zweistelligen Bereich machen sich bereits nach kurzer Zeit bemerkbar. Wird der Dispo dauerhaft und mit hohen Summen genutzt, wachsen die Verbindlichkeiten gegenüber der Bank schnell an. Noch teurer wird es, wenn Sie den in Abhängigkeit zum Einkommen stehenden Dispo-Rahmen überziehen. Dann müssen Sie zusätzlich Überziehungszinsen zahlen, die in der Regel noch höher sind.

Sich bei Verwandten oder Freunden Geld zu leihen, ist nicht frei von Risiken. Auch wenn Sie das Geld mit geringen oder keinen Zinsen zurückzahlen können, sind es Schulden. Zudem können sich die vermeintlich günstigen Konditionen auch negativ auf die Zahlungsmoral auswirken. Das belastet letztendlich oft nicht nur die eigenen Finanzen, sondern auch das persönliche Verhältnis zu dem Kreditgeber.

Insbesondere junge Menschen verschulden sich bei Mobilfunkanbietern. Dabei sind es meistens teure Mobiltelefone, deren Preis den eigentlichen finanziellen Spielraum übersteigt. Die Möglichkeit, diese in monatlichen Raten abzuzahlen, wirkt verlockend. Kommen zu diesen Raten auch noch teure Verträge, mit denen scheinbar zum Flatrate-Preis telefoniert und im Internet gesurft werden kann, häufen sich schnell Schulden an. Oft wird vergessen, dass zusätzliches Datenvolumen, weitere Gesprächsminuten oder SMS deutlich teurer sind, als es die Flatrate-Konditionen vermuten lassen. Die negative Überraschung findet sich dann erst in der monatlichen Rechnung – vorausgesetzt diese wird eingesehen.


So erkennen Sie eine Gefährdung

Sie nutzen gelegentlich den Dispositionskredit Ihres Girokontos aus, finanzieren Neuanschaffungen über Ratenzahlungen und sind sich nicht vollends über die langfristigen finanziellen Auswirkungen sicher? Nachfolgend haben wir Ihnen Anhaltspunkte zusammengestellt, anhand derer Sie einschätzen können, ob Sie gefährdet sind in die Schuldenfalle zu geraten.

  • Das Konto ist leer, bevor der Monat zu Ende ist – Sie neigen dazu den Dispo Ihres Girokontos auszunutzen.
  • Sie können nicht auf das neue Handy oder die Spielkonsole verzichten. Auch Kleidung und das äußere Erscheinungsbild haben für Sie höchste Priorität. Zudem neigen Sie dazu, in kurzen Abständen viel Geld für derartige Konsumgüter auszugeben.
  • Zum Briefkasten gehen Sie nur ungern. Briefe von städtischen Einrichtungen, Rechnungen und Mahnungen öffnen Sie gar nicht mehr. Auch die Konfrontation mit dem aktuellen Kontostand vermeiden Sie wenn möglich.
  • Wenn die monatlich zur Verfügung stehenden Mittel verbraucht sind, wenden Sie sich an Freunde, Familie oder Bekannte. Wenn Ihnen diese nicht mehr aushelfen könnten würden Sie einen Kredit aufnehmen, um Ihren derzeitigen Lebensstandard zu finanzieren.
  • Ob Kleidung, Möbel oder Elektrogeräte – Sie kaufen gerne ein und zahlen in Raten.
  • Bei Abonnements und Verträgen verlieren Sie den Überblick über Preise, Laufzeiten und Kündigungsfristen.
  • Ob beim Online-Shopping oder im Supermarkt – Sie zahlen immer mit EC- oder Kreditkarte.

Trifft einer oder auch mehrere dieser Punkte auf Sie zu, stehen Sie nicht automatisch vor der Schuldenfalle. Dennoch sollten Sie Ihrer finanziellen Situation vermehrt Aufmerksamkeit schenken.


Wie schützen Sie sich vor der Schuldenfalle?

Führen Sie ein Haushaltsbuch

Verschaffen Sie sich einen detaillierten Überblick über all Ihre finanziellen Einnahmen und Ausgaben. Dafür sollten Sie ein Haushaltsbuch führen. Sie können hier die klassische Buchform oder auch die modernere Form als App auf mobilen Endgeräten nutzen. Die App hat den Vorteil, dass Sie nicht mühsam alle Einnahmen und Ausgaben händisch pflegen müssen. Die App sortiert einfach Ihren Kontoauszug und Sie bekommen eine umfassende Übersicht. So haben Sie den Überblick über Ihre aktuelle finanzielle Situation.

Sie sehen Sie auf einen Blick, wieviel Geld zur Verfügung steht, wenn die Warmmiete und sonstige Kostenpunkte bereits von Ihrem Lohn oder Gehalt abgezogen sind. Basierend auf diesem Wert sollten Sie alle Kaufentscheidungen abwägen. Versuchen Sie dabei, rational zu bleiben, und kalkulieren Sie alle zusätzlichen Ausgaben langfristig. Die Investition in eine private Altersvorsorge ist ratsam, das neueste Mobiltelefon dagegen nicht zwingend notwendig.

Kontrollieren Sie Ihre Ausgaben

Auch die Art der Bezahlung kann sich auf den Konsum auswirken. Verzichten Sie darauf, nur mit EC- oder Kreditkarte zu zahlen und heben stattdessen Bargeld ab. Die Bezahlung mit Bargeld und der Blick in das Portemonnaie erleichtert die Kontrolle der getätigten Ausgaben und des noch zur Verfügung stehenden Budgets und führt zu einem bewussteren Konsum. Bei der Kartenzahlung ist eine solche Ausgabenkontrolle stark eingeschränkt. Auch hier helfen Finanz-Apps die Kreditkarten darstellen können und somit einen Überblick verschaffen.

Leiden Sie an Kaufsucht?

Haben Familie und Freunde sich Ihnen gegenüber besorgt über Ihr Konsumverhalten geäußert oder haben Sie selbst das Gefühl, dass Sie beim Shoppen die Kontrolle verlieren? Auch Kaufsucht kann ein Grund für Überschuldung sein. Folgende Merkmale weisen auf eine Kaufsucht hin:

  • Kontrollverlust
  • Zwang zur Wiederholung
  • Dosissteigerungen
  • Käufe, die den eigenen Bedarf deutlich übersteigen
  • Entzugserscheinungen wie innere Unruhe, Zittern und Schweißausbrüche
  • Kurze Glücksmomente nach dem Kauf gefolgt von Schuldgefühlen und Depressionen
Verschaffen Sie sich einen Überblick über Verbindlichkeiten

Legen Sie sich einen Ordner an, in dem Sie die Unterlagen nach Datum und nach Gläubigern sortieren. Das gilt für Kreditverträge, Rechnungen, Kaufverträge, Mahn- und Vollstreckungsbescheide. Die ältesten Schreiben sollten unten, die Aktuellen ganz oben abgeheftet werden. So haben Sie eine gute Übersicht über ausstehende und regelmäßig anfallende Verbindlichkeiten. Eine unverzichtbare Voraussetzung, um mit einem Haushaltsbuch oder einer Finanz-App einen Überblick zu erhalten.

Lassen Sie Fixkosten unmittelbar nach Ihrem Gehaltseingang abbuchen

Ebenfalls hilfreich: Richten Sie es wenn möglich so ein, dass fixe Ausgaben gleich nach Ihrem Gehaltseingang von Ihrem Konto abgebucht werden. Sind Miete, Nebenkosten und andere Fixkosten vom Lohn abgezogen, haben Sie einen guten Überblick über Ihr verbleibendes Monatsbudget. Sollten Sie fixe Ausgaben haben, die jährlich abgebucht werden, legen Sie sich ein separates Konto an. Auf dieses Konto überweisen Sie per Dauerauftrag monatlich einen fixen Betrag, der dann zum Jahresende die benötigten Abbuchungen ergibt. Daueraufträge können Sie auch in aller Regel einfach über Finanz-Apps einrichten, sofern Ihre Bank diesen Dienst unterstützt. Damit ist eine schnelle und flexible Handhabung aller Daueraufträge und Abbuchen möglich.


Nützliche Helfer – Online-Haushaltsbuch und Smartphone-Apps

Ob handschriftlich, als Software oder Smartphone-App: Um einen Überblick über die eigene finanzielle Situation zu erhalten, ist ein Haushaltsbuch unverzichtbar. In diesem sind alle Einnahmen und Ausgaben übersichtlich gegenübergestellt.

Einfach für den Überblick: handschriftliche Auflistung

Zahlreiche Internetseiten, die sich mit der Thematik der Haushaltsführung befassen, bieten die Möglichkeit, fürs Haushaltsbuch Online-Vordrucke herunterzuladen. Hier stehen meist unterschiedliche Muster-Versionen zur Verfügung.

Einnahmen
Ausgaben
Auf der Einnahmeseite werden alle Einkünfte vermerkt.Hier listen Sie Ausgaben für Miete, Heizung, Strom und Auto auf (inklusive Kosten für Leasing-Verträge, Stellplatz, Versicherung, Reparaturen und Benzin).
Hierzu zählen Gehalt und Lohn, Rentenbezüge, Kranken-, Kinder-, Erziehungs- und Arbeitslosengeld.Jährlich anfallende Kosten wie die Kraftfahrzeugsteuer sollten auf den Monat umgerechnet werden.
Sonstige Einnahmen, zum Beispiel aus Vermietungen oder Verpachtungen, sind ebenfalls auf der Einnahmeseite aufzulisten.Weitere Kostenfaktoren sinb Telefon, Internet, Mobiltelefon, Nahrung, Kleidung, Hygieneartikel und Freizeitaktivitäten.
Alle Einnahmen zusammen ergeben den festen monatlichen Budgetrahmen.Sammeln Sie alle Kassenzettel und Belege und heften Sie diese ab. So erhalten Sie einen Überblick über die unregelmäßigen Ausgaben.
Die Probleme erkennen: Haushaltsbuch-Software

Sie möchten sich nicht unnötig mit zusätzlichen Papieren belasten? Dann ist eine Haushaltsbuch-Software eine gute Alternative. Diese bietet zum Beispiel den Pluspunkt, regelmäßige Zahlungen und Einnahmen auf Wunsch wöchentlich, monatlich oder auch jährlich einzutragen. Das spart Aufwand und verhindert, dass Positionen vergessen werden. Verfügt das Online-Haushaltsbuch über statistische Auswertungs-Funktionen, erleichtert es den Rechenaufwand und veranschaulicht das Budget sowie die Ausgabestrukturen grafisch. Dies muss übrigens nicht teuer sein: online finden Sie Software zur Führung eines Haushaltsbuches auch kostenlos.

Alle Einnahmen und Ausgaben in Echtzeit mit einer App

Ausgaben eintragen, direkt nachdem Sie etwas gekauft haben – mit einer Haushaltsbuch-App ist dies möglich. Viele Programme für Mobiltelefone bieten ein ähnliches Leistungsspektrum wie die Software-Anwendungen für den PC. So können diese teilweise auch mit der Online-Kontoverwaltung und dem Online-Banking verbunden werden und unterstützen Sie damit bei Ihren Bankgeschäften. Sie sollten darauf achten, dass die FinanzApp Ihrer Wahl einen Passwortschutz bietet. So sind Ihre Daten auch sicher, wenn Sie das Handy verlieren oder es gestohlen wird.


Fazit: Um aus der Schuldenfalle zu kommen, muss man hart arbeiten – aber es lohnt sich

Der Weg aus der Schuldenfalle ist nicht einfach – aber es lohnt sich. Bereits kleine Maßnahmen können helfen. Erstellen Sie ein Haushaltsbuch, kontrollieren und senken Sie regelmäßige Ausgaben. Damit gehen Sie einen ersten Schritt in die richtige Richtung. Nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch und bringen Sie Ihre private Finanzlage wieder in Ordnung. Die aktuelle Studie der SCHUFA verdeutlicht, dass auch Prävention und ein frühzeitiges Eingreifen helfen. Nutzen Sie hilfreiche Werkzeuge wie Haushaltsbücher. Egal ob klassisch mit Papier und Stift oder online per Smartphone-App. Seine Finanzen im Blick zu haben wirkt der Schuldenfalle entgegen. Probieren Sie es einfach aus.


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