Ein sicheres Pass­wort sorgt für mehr Schutz im Netz


Die Ratgeber bieten allgemeine Informationen. Produktdetails von CosmosDirekt finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.


Viele Dienstleistungen im Internet, wie zum Beispiel Online-Shops, E-Mail-Konten, Online-Banking und Social-Media-Profile, erfordern Passwörter. Zum Schutz gegen Cyberkriminalität sollten Sie sichere Passwörter verwenden, die nicht aus gängigen Varianten, Wiederholungen oder Abfolgen auf der Tastatur bestehen. Erfahren Sie in unserem Artikel, wie Sie ein sicheres Passwort erstellen und was sie dabei beachten sollten.


Warum ist ein sicheres Pass­wort so wichtig?

Beim Thema IT-Sicherheitslücken gehören schlecht gewählte Passwörter immer noch zu den häufigsten Gründen, warum Menschen Opfer eines Hackerangriffs werden. Einfache Passwörter halten den Cyberkriminellen nicht stand. Hacker verfügen über Programme, die vollautomatisch alle Kombinationen aus Zeichen, Wörtern und Zahlen ausprobieren – je eingängiger das Kennwort, desto einfacher ist es, es zu knacken. Das Passwort richtig zu wählen, ist somit eine der wichtigsten Grundlagen, um sich gefahrlos im Netz bewegen zu können.

Beispiel Online-Banking: Viele Bankkunden befürchten, Opfer eines Betruges zu werden, weshalb sie sich dagegen entscheiden, Bankgeschäfte im Internet zu erledigen. Jeder fünfte Deutsche nutzt kein Home-Banking. Davon geben 76 % nach einer Studie des Marktforschungsinstituts Infratest an, sie hätten Angst vor einem Betrug. Wer fürs Online-Banking ein sicheres Passwort erstellt, kann das potenzielle Risiko deutlich senken.

Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es natürlich nicht. Allerdings können einige vorausschauende Vorkehrungen die Sicherheit bei der Nutzung von Online-Diensten enorm erhöhen. Sichere Passwörter zu erstellen, gehört zu den wichtigsten Vorkehrungen, wenn Sie sich und Ihre Daten im Netz schützen wollen.


Ein Pass­wort für alle Accounts? Auf keinen Fall!

Wer viele Internet-Dienste nutzt, braucht eine Menge unterschiedliche Passwörter. Wenn Sie aus Unwissenheit oder aus Scheu vor dem Mehraufwand immer ein und dasselbe Passwort wählen, handeln Sie fahrlässig. Gerade die Anzahl an Angriffen von Cyberkriminellen auf E-Mail-Accounts hat sich in der letzten Zeit deutlich erhöht. Diese Entwicklung ist besonders gefährlich, da viele Zugänge zu anderen Internet-Diensten oder Online-Shops über denselben E-Mail-Account laufen. Wenn ein Dritter erst einmal Zugriff auf Ihr E-Mail-Konto hat, kann er sich die Kennwörter für andere Zugänge zuschicken lassen.

Tipp

Ihr E-Mail-Passwort zählt zu einer der wichtigsten Passwörtern. Erlangt ein Hacker Zugang zu diesem, kann er sich alle anderen Zugänge über die Funktion "Passwort vergessen" einfach zusenden lassen.

Viele Online-Shops und andere Internet-Dienste bieten diese Funktion an, falls ihre Kunden ihr Passwort vergessen haben. Allerdings ist dies nicht der einzige Grund, weshalb das Hacken von Passwörtern zu E-Mail-Accounts so attraktiv ist. Es gibt kaum einen leichteren Weg, an alle sensiblen Daten eines Menschen zu kommen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie nur für Ihr E-Mail-Konto ein sehr sicheres Passwort wählen sollten. Gerade Internetseiten von Online-Shops und Social-Media-Plattformen, die von vielen Internet-Nutzern besucht werden, sind häufig von Angriffen betroffen.


Die Top 10 deut­scher Pass­wörter

Jedes Jahr werden die Top 10 der deutschen Passwörter veröffentlicht. Die Auswertung der beliebtesten Kennwörter zeigt: Die Deutschen nutzen besonders schlechte Passwörter. Wer also sein Pass­wort auf der Liste entdeckt, sollte es schnellst­möglich ändern. Denn für kriminelle Hacker ist es ein Leichtes, über schwache Passwörter Zugriff auf persönliche Informationen und Accounts zu bekommen. Leistungsstarke Rechner können in kürzester Zeit Millionen von möglichen Passwörtern generieren und mit verschleierten Kennwörtern abgleichen.


Tipps zum rich­tigen Umgang mit Pass­wör­tern im Internet

Im Folgenden verraten wir Ihnen einige Tricks und zeigen, wie einfach es ist, das richtige Passwort zu erstellen:

  1. Passwörter niemals weitergeben
  2. Für jeden Dienst oder Account ein unterschiedliches Kennwort wählen
  3. Passwörter häufig wechseln
  4. Alte Kennwörter nicht wiederverwenden
  5. Passwörter nicht notieren
  6. Vorgegebene Kennwörter sofort ändern
  7. Niemals den Benutzernamen als Kennwort verwenden
  8. Passwörter nicht auf fremden PCs eingeben
  9. Keine automatische Speicherung der Zugangsdaten zulassen
  10. Smartphone und Tablet durch zusätzliche PIN, Passwort oder Entsperrmuster sichern
  11. Anti-Viren-Software verwenden
  12. Passwort-Manager zum Merken der Kennwörter benutzen
  13. Regelmäßig Updates durchführen

Wie erstelle ich ein sicheres Pass­wort?

Scheuen Sie nicht davor zurück, sich komplizierte Passwörter auszudenken, nur weil sie schwer zu merken sind. Machen Sie sich deutlich, wie wichtig es ist, Cyberkriminellen den Zugang zu den Accounts so schwer wie möglich zu machen. Wer sich an folgende Tipps hält, kann sich vor einem erfolgreichen Ausspionieren seiner Kennwörter schützen.

Ein sicheres Passwort sollte aus mindestens 10 Zeichen bestehen, im Idealfall aber 12 oder noch länger sein. Es gilt die Faustregel: Je länger das Passwort ist, desto schwerer ist es zu knacken. Für die Erstellung des Passworts sollte eine Kombination aus Klein- und Großbuchstaben sowie Ziffern oder anderen Zeichen – beispielsweise Punkt, Komma, Prozent und Ausrufezeichen – verwendet werden. Allerdings sollten Sonderzeichen wie ä, ö, ü und ß vermieden werden. Bei der Eingabe des Passwortes mit einer ausländischen Tastatur (zum Beispiel im Urlaub) könnte es ansonsten zu Problemen kommen, da diese nicht den gleichen Aufbau hat.

  • Tabu sind Namen von Personen, die Ihnen nahestehen, Ihren Haustieren, Lieblingsbands oder Sportvereinen sowie Geburtsdaten. „Queen“ ist also kein sicheres Passwort, wenn dies Ihre Lieblingsband ist.
  • Sichere Passwörter sollten niemals in einem Wörterbuch vorkommen. Diese können mit speziellen Programmen schnell herausgefunden werden.
  • Passwörter sollten niemals aus gängigen Varianten, Wiederholungen oder Abfolgen auf der Tastatur bestehen: also kein 12345 oder abcdefg.
  • Es ist nicht ausreichend, wenn Sie an ein gängiges Wort am Anfang oder Ende Ziffern oder Sonderzeichen anhängen.
  • Nutzen Sie Ihre Fremdsprachenkenntnisse. Bilden Sie einfach ein Passwort, das aus zwei Sprachen besteht.

Die beste Wahl für ein sicheres Passwort ist ein rein zufällig generiertes Wort – eine wahllose Kombination von Buchtstaben, Ziffern und Sonder­zeichen, die Ihre Tastatur hergibt: beispielsweise Wf+9dEM$qw“7. Da diese Kennwörter schlecht zu merken sind, gibt es eine praktische Methode, mit der Sie ein kompliziertes Passwort generieren und leicht im Gedächtnis behalten können.


Esels­brü­cken für ein sicheres Pass­wort

Überlegen Sie sich einen Satz oder suchen Sie einen aus einem Buch oder einer Zeitschrift heraus. Wichtig ist nur, dass es kein bekannter Satz ist. Ein Sprichwort, ein Zitat oder eine Zeile aus einem Gedicht sind für diese Methode nicht geeignet.

  1. Ein Beispiel für einen erfundenen Satz: Gibt es mehr als einen guten Grund für ein sicheres Passwort?
  2. Anschließend kreieren Sie aus den ersten Zeichen das Passwort: GemaegGfesP?
  3. Sie können ein weiteres, sicheres Passwort erzeugen, indem Sie die letzten Zeichen der Wörter benutzen und die Groß- und Kleinschreibung beibehalten: TsrsnnDfnsT?
  4. Sie können auch jedes zweite Zeichen benutzen, „und“ durch „&“ ersetzen und viele weitere Tricks anwenden. Sich einen eigenen Geheimcode auszudenken, macht das Kennwort noch sicherer.

Auf diesem Weg schaffen Sie sich eine Eselsbrücke und können mit einem Satz sogar mehr als ein Kennwort erzeugen. Wichtig ist nur, dass das sichere Passwort immer selbst ausgedacht ist.

Wer sich ein sicheres Passwort wünscht, kann auch einen Passwort-Generator nutzen. Mit diesen Tools wird Ihnen die Denkarbeit abgenommen. Sie müssen lediglich die Komponenten (Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen) und die Länge auswählen, alles Weitere übernimmt der Generator – für sicheres Online-Banking und -Shopping genau das Richtige.


Pass­wort-Manager – das digi­tale Gedächtnis für Kenn­wörter

Nutzt man viele Internetdienste, heißt das in der Konsequenz, sich viele sichere Passwörter merken zu müssen. Da kann man schon mal den Überblick verlieren. Passwort-Manager für Computer oder Smartphones können hier weiterhelfen. Diese Programme verschlüsseln die Zugangsdaten für verschiedene Nutzerkonten und speichern sie auf dem PC oder Smartphone.

Vorteile von Passwort-Managern

Die einfache Bedienung erfreut jeden Internet-User. Anstelle von vielen Passwörtern muss man sich nur das „Master-Passwort“ des Passwort-Managers merken. Alle anderen Passwörter können Sie mit dazugehörigen Daten im Programm speichern. Häufig können die unter­schiedlichen Kennwörter weiteren Ordnern zugeordnet werden, wie zum Beispiel Online-Shopping, E-Mail-Accounts oder Online-Banking. Viele Anbieter von Passwort-Tresoren bieten die Option, zusätzlich die Passwortliste zu speichern. Bei den meisten Apps ist es zudem möglich, die Daten aus der App mit denen auf dem Computer abzugleichen und sich somit doppelte Tipparbeit zu ersparen.

Zwei-Schritt-Authentifikation

Der Einsatz von Passworts-Apps wird von einigen Experten kritisch gesehen: Die große Anzahl an Apps auf dem Smartphone und deren unter­schiedliche Zugriffsrechte birgt schließlich ein Risiko. Niemals weiß man genau, wer gerade mitliest. Deshalb wird Verbrauchern generell zur Zwei-Faktor-Authentisierung geraten, wie sie beim sicheren Online-Banking schon üblich ist. Bei diesem Verfahren muss zusätzlich zum Kennwort ein Code angegeben werden, der auf das Smartphone geschickt wird. Eine andere Möglichkeit ist die Identifikation mit der elektronischen Signatur, die sich auf den neuen Personalausweisen befindet. Beide Möglichkeiten bieten mehr Schutz als ein herkömmliches sicheres Passwort.


Grobe Fahr­läs­sig­keit und Pass­wörter

Fest steht: Wer die erforderliche Sorgfalt im Geschäfts­verkehr in besonderem Maße verletzt oder gar außer Acht lässt, handelt grob fahrlässig. In Bezug auf Pass­wörter kann das heißen, dass jemand, der ein unsicheres Kennwort wählt oder es an leicht zugänglicher Stelle notiert, grob fahrlässig handelt. Ein typisches Beispiel für grobe Fahrlässigkeit ist das schriftlich notierte Passwort für das Girokonto im Porte­monnaie. Aber auch Bank­kunden, die Sicherheits­warnungen nicht beachten, verhalten sich fahrlässig. Dieses Verhalten hebelt alle Vorkehrungen für ein sicheres Passwort aus.

Tipp

Wer sich gegen den missbräuchlichen Diebstahl seiner Kontodaten schützen möchte, sollte eine Versicherung für Finanzen abschließen. Der einzigartige FinanzSchutz von CosmosDirekt bietet Ihnen das Plus an Sicherheit: Sie sind weltweit und umfassend gegen alle Schäden im bargeldlosen Zahlungsverkehr abgesichert.


Fazit

Viele Internet- und PC-Nutzern unterschätzen, wie wichtig ein gutes Kennwort ist – bis sie Opfer von Cyberkriminellen werden. Auch wenn es viel Mühe zu kosten scheint, alle Tipps und Anweisungen für ein sicheres Passwort einzuhalten, sollten Sie darauf nicht verzichten. Ein gut gewähltes, sicheres Passwort schützt Sie und Ihre Daten bei der Nutzung verschiedener Internet-Dienste. Jedes Ihrer Kundenkonten sollten Sie mit einem eigenen Passwort sichern. Diese Vorkehrungen, ein vorsichtiger Umgang mit E-Mails von unbekannten Absendern und bestimmte Software-Tools helfen dabei, Cyber-Kriminalität von Anfang an den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wer sich jedoch überhaupt keine Gedanken machen möchte, sollte sich für einen geringen Betrag vor Fahrlässigkeit jeder Art absichern.