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Telematik Marktübersicht - CosmosDirekt

Telematik: Der deutsche Markt wird vielfältiger, international ist man schon weiter

Wenn alle vorsichtiger fahren, passieren weniger Unfälle auf deutschen Straßen. Telematik-Tarife in der Kfz Versicherung belohnen daher eine vorausschauende und defensive Fahrweise – insbesondere von jüngeren Autofahrern. Immer mehr Versicherungen bieten solche Tarife an, der Telematik-Markt wird bunter und vielfältiger. International sind vergleichbare Policen unter dem Begriff „Pay as you drive“ längst etabliert. Wir stellen die verschiedenen Telematik-Lösungen im In- und Ausland vor.

Diese Begriffe spielen im Text eine Rolle
Begriff
Erklärung
TelematikEine Technologie, die Telekommunikation und Informatik miteinander verknüpft. In der Automobilindustrie bedeutet dies meist die Datenübermittlung von und zum Auto. Es gibt zahlreiche Anwendungsbereiche: Mit Navigationssystemen kann man Verkehrswege besser nutzen und Staus vermeiden. Auch die Verkehrssicherheit kann durch Telematik-Dienste erhöht werden.
Black BoxUmgangssprachliche Bezeichnung für Geräte, die bestimmte Daten aufzeichnen (wie Flugschreiber). Der Name rührt daher, dass der Laie zwar den inneren Aufbau und die technische Funktionsweise eines solchen „schwarzen Kastens“ zwar in der Regel nicht versteht, die Eingabe und Ausgabe der Daten aber schon nachvollziehen kann.
AppAbkürzung für „Application Software“. Ein kleines Zusatzprogramm auf dem Smartphone oder Tablet, das einfache oder genau definierte Aufgaben übernehmen kann. In den App-Stores von Apple, Google oder Windows stehen mehr als 3,5 Millionen Anwendungen zum Download zur Verfügung.

Telematik-Anbieter in Deutschland

Wer gut Auto fährt, bezahlt weniger für seine Kfz Versicherung. Überwacht wird das Fahrverhalten per Smartphone-App oder über eine kleine Box, die im Auto installiert wird. International schon seit längerer Zeit erfolgreich, etablieren sich nun auch auf dem deutschen Markt Telematik-Tarife. Immer mehr Versicherungen haben diese im Angebot. Im Fokus der Kfz Versicherung stehen Fahranfänger und junge Autofahrer, weil sie ein besonders hohes Unfallrisiko tragen. Auch wenn die Funktionsweise ähnlich ist, haben alle Telematik-Lösungen Vor- und Nachteile. Wir stellen einige Telematik-Anbieter samt deren technischen Verfahren vor.

S-Direkt

In Deutschland erprobte als erster Versicherer S-Direkt, die Direktversicherung der Sparkassen, die Anwendung von Telematik-Diensten. In einem Testlauf ab 2014 konnten Teilnehmer eine Telematik-Box installieren und per Smartphone ihr Fahrverhalten überwachen. Benotet wurden die Faktoren Geschwindigkeit, Beschleunigen und Abbremsen, aber auch die Häufigkeit von Stadt- oder Nachtfahrten. Aus diesen wurde ein Punktewert (Score) ermittelt. Wer einen guten Score erreicht hatte, wurde mit einem Rabatt über 5 Prozent auf die nächste Jahresprämie belohnt. Der beste Fahrer des Monats erhielt für 3 Monate kostenlosen Versicherungsschutz. Zudem bot das System auch einige Sicherheitsfunktionen wie einen automatischen Unfall-Notruf oder eine GPS-Ortung. Diese war sehr umstritten, obwohl dadurch das Auto bei Diebstahl oder Verlust schnell wiedergefunden werden konnte.

Zum Ende des Jahres 2015 kam das Aus für das Tarif-Experiment S-Drive, an dem rund 1.000 Teilnehmer mitgemacht hatten. Als Grund gab S-Direkt hohe Kosten an. Rund 100 Euro pro Jahr hätten Kunden für die Bereitstellung und den Unterhalt der verschiedenen Services zahlen müssen. So viel Geld wollten nur die Wenigsten bezahlen. Derzeit arbeitet S-Direkt an einem Nachfolgeprodukt, das deutlich günstiger angeboten werden soll.

Signal Iduna

Die Versicherung bietet unter der Marke „sijox“ den AppDrive-Tarif an. Dieser richtet sich an junge Erwachsene unter 30 Jahren, die zum ersten Mal eine Kfz Versicherung abschließen. Die Telematik-Lösung kombiniert Black Box und Smartphone-App. Ein Adapter von TomTom wird an die Diagnoseschnittstelle angeschlossen, damit er relevante Daten wie etwa die Motorlast auslesen kann. Per Bluetooth werden die Daten an die Smartphone-App zur Auswertung geschickt.

Die App ermittelt aus Beschleunigung, Bremsverhalten und Kurvenfahrverhalten einen individuellen Fahr-Score, der auch Einfluss auf die Beitragsermäßigung hat. AppDrive beginnt mit einem Bonus von 15 Prozent, je nach Score sind weitere 25 Prozent Nachlass möglich. Einbau- oder Mietkosten werden von sijox nicht in Rechnung gestellt. Alle Werte können nach jeder Fahrt angesehen werden, auch eine Gesamtbewertung wird angezeigt. Aus der App lässt sich außerdem die Pannenhilfe des ARCD rufen. Den Telematik-Tarif gibt es aber nur mit dem Versicherungspaket „Meine Mobilität“. Dieses umfasst neben der Kfz Versicherung auch eine Unfall- sowie eine Verkehrsrechtsschutzversicherung. Zwar erfasst der TomTom-Adapter keine GPS-Daten, die Rückschlüsse auf den Standort erlauben. Allerdings werden bestimmte Daten zwischengespeichert, die zum Beispiel nach einem Unfall genutzt werden können, um die Schuldfrage zu klären.

VHV Versicherungen

Die VHV setzt auf einen Telematik-Dienst mit Black Box. Diese misst das Beschleunigungs- und Bremsverhalten, erkennt wie sanft eine Kurve durchfahren wird, und zu welcher Tages- oder Nachtzeit der Autofahrer unterwegs ist. Auch der Straßentyp (Autobahn, Landstraße, Haupt- oder Nebenstraße) wird per GPS-Ortung erfasst. In die Black Box ist ein Notrufsender integriert, der bei einem Unfall automatisch die Rettungskräfte benachrichtigt.

Eine Mietpauschale von 7 Euro monatlich wird fällig. Dem stehen bis zu 30 Prozent Nachlass gegenüber, die der Fahrer erhalten kann – wenn er die bestmögliche Bewertung erhält. Der Fahrstil wird anhand von Geschwindigkeit, Fahrweise, Straßentyp und Uhrzeit analysiert. Tempo, Beschleunigen und Abbremsen haben den größten Einfluss auf den Gesamtscore. 25 Fahrstunden muss man absolvieren, bevor der erste Nachlass berechnet werden kann.

Axa Deutschland

Das Telematik-Angebot der Axa Versicherung nennt sich „AXA DriveCheck“ und richtet sich an junge Autofahrer bis 25 Jahre. Der Tarif kommt ohne Black Box oder sonstige Umbauten am Auto aus, sondern setzt allein aufs Smartphone. Auch hier gibt es einen Score zwischen 0 (sehr schlecht) und 100 (sehr gut). In die Berechnung fließen neben Fahrweise und gewählter Strecke auch die Wetter- und die Verkehrslage ein.

Allerdings kann man den Tarif nicht gleich abschließen, sondern man muss sich dafür qualifizieren. Zunächst installiert man die entsprechende App, die dann bei 40 Fahrten von jeweils mindestens 3 Kilometern Länge aktiviert sein muss. Innerhalb von 12 Wochen muss man auf diese Weise mindestens 600 Kilometer gefahren sein. Erst dann kann man die Daten an die Versicherung übermitteln, die dann die Höhe des Nachlasses berechnet.

Grundsätzlich gewährt Axa einen Rabatt von 5 Prozent auf den Beitrag, wenn man sich für den Tarif mit Telematik-Dienst entscheidet. Je nach Fahrstil wird dann ein entsprechender Bonus gewährt. Maximal kann man bei der Axa 15 Prozent der Prämie für die Kfz Versicherung sparen. Alle, die 26 Jahre und älter sind, können zwar die Drive-App nutzen, um ihr Fahrverhalten zu überwachen und zu kontrollieren – für Rabatte können sie sich allerdings nicht mehr qualifizieren.

Admiral Direkt

Bis zu 20 Prozent Ersparnis auf die Versicherungsprämie verspricht der Versicherer Admiral Direkt. Dafür muss man bestimmte Kriterien erfüllen: zum Beispiel, dass die Kfz Versicherung inklusive Schutzbrief abgeschlossen wurde und der Versicherungsnehmer auch Halter des Fahrzeugs ist. Ebenfalls eine notwendige Voraussetzung: die Schadenfreiheitsklasse für das kommende Versicherungsjahr beträgt mindestens SF0 und maximal SF4.

Aufgrund dieser Bedingungen richtet sich die Versicherung hauptsächlich an Fahranfänger und junge Autofahrer. Sie installieren zunächst ein Telematik-Modul am 12-Volt-Anschluss des Autos. Dieses erfasst zum einen die relevanten Daten über Fahrweise und Geschwindigkeit, Tageszeit und Straßentyp. Da der GPS-Sensor den Standort kennt, erlaubt dies auch Rückschlüsse auf die Bevölkerungsdichte an einem Ort und damit darüber, wie hoch dort die Unfallwahrscheinlichkeit ist. Alles zusammen bestimmt die „Fahrqualität“.

Dieser Wert wird über ein Jahr ermittelt und bestimmt dann die Höhe des Nachlasses im Folgejahr. Je nach Score beträgt der Rabatt zwischen 5 und 20 Prozent. Die Telematik-Box bietet zusätzliche Vorteile wie einen automatischen und einen manuellen Notruf bei einem Unfall, ein kleines elektronisches Fahrtenbuch und eine Tankstellensuche über die App. Auch der Diebstahlschutz kann darüber aktiviert werden. Verlässt das Fahrzeug einen vorher definierten Umkreis, erhält man automatisch eine Benachrichtigung.

Allianz

Ausdrücklich an junge Fahrer bis 28 Jahre richtet sich die Telematik-Lösung der Allianz. Sie können bis zu 30 Prozent Versicherungsprämie sparen. Im ersten Jahr gibt es einen Extra-Bonus von 10 Prozent, wenn man mehr als 100 Kilometer gefahren ist. Auch hier gibt die App nach jeder Fahrt und im Gesamtrückblick individuelles Feedback zu Geschwindigkeit, Beschleunigung und Bremsverhalten. Die gefahrene Strecke kann man per Karte im Detail nachvollziehen.

Die Bewertung erfolgt anhand von Abzeichen. Wie bei den Olympischen Spielen winken Bronze-, Silber- und Goldmedaillen. Die Leistungen bei Einzelfahrten werden zu Tages- und Monatserfolgen zusammengefasst. Wer am Ende eines Jahres bei Gold steht, bekommt eine Rückzahlung von 30 Prozent. Bei Silber gibt es 20 Prozent, bei Bronze 10 Prozent Rabatt. Ein weiterer Vorteil: Mit „Finde mein Auto“ vergisst man nicht mehr, wo man das Fahrzeug abgestellt hat.

Zwar setzt auch die Allianz weitgehend auf das Smartphone. Doch damit nur das versicherte Auto und der Fahrer gewertet werden, gibt es einen Bluetooth-Stecker für den 12-V-Anschluss. Die Aufzeichnung wird automatisch gestartet, sobald sich der Stecker mit dem Smartphone verbunden hat. Die Aufzeichnung kann aber auch kurzzeitig manuell unterbrochen werden. Wer keinen Telematik-Tarif abschließen will, kann die App dennoch nutzen.

HUK Coburg

Die HUK Coburg hat ebenfalls einen eigenen Telematik-Tarif angekündigt; er kommt voraussichtlich im dritten Quartal 2016. Um ihn nutzen zu können, muss man sich vorher in einer Werkstatt eine Black Box einbauen lassen. Die Kosten dafür will die HUK Coburg übernehmen. Aufgezeichnet werden Geschwindigkeit, das Brems- und das Beschleunigungsverhalten. Eine Überwachung per App ist gegenwärtig nicht geplant.

CosmosDirekt

Der Telematik-Tarif von CosmosDirekt richtet sich vor allem an junge Fahrer zwischen 18 und 28 Jahren. Fahrer, die vorausschauend unterwegs sind, können mit ihrem Fahrverhalten den Beitrag positiv beeinflussen. CosmosDirekt setzt auf eine reine App-Lösung, die das Fahrverhalten überwacht. Damit der Score zwischen 0 und 100 berechnet werden kann, muss man erstmalig 400 Kilometer gefahren sein.

Die App lässt sich kostenlos aus dem App-Store herunterladen und auch ohne Telematik-Tarif nutzen. Das heißt, man kann seine persönliche Fahrweise auch kontrollieren, wenn man keinen Vertrag abgeschlossen hat. Persönliches Feedback ermöglicht hier, dass der Fahrer jederzeit kleine und größere Verbesserungen vornehmen kann. Fährt man vorsichtig und regelkonform, kann man jederzeit wechseln, und den Telematik-Tarif in Anspruch nehmen.

Eine Besonderheit bei CosmosDirekt ist die soziale Komponente. Über die sozialen Netzwerke kann man zum Beispiel seinen Freunden den aktuellen Score mitteilen. Außerdem wird man über Top-Rankings informiert, wenn man beispielsweise zu den besten 10 oder 5 Prozent aller teil­nehmenden Auto­fahrer gehört. Und man erhält Medaillen, wenn man bestimmte Ziele erreicht hat. Das motiviert, in Zukunft noch umsichtiger zu fahren.

Telematik-Tarife im Vergleich

S-DirektSignal IdunaVHVAXAAdmiral DirektAllianzHUK CoburgCosmos Direkt
Für wen
  • Alle Autofahrer
  • Autofahrer bis 30 Jahre
  • Alle Autofahrer
  • Autofahrer bis 25 Jahre
  • SF0 bis SF4
  • Autofahrer bis 28 Jahre
  • Keine Angabe
  • Autofahrer zwischen 18 und 28 Jahren
Datenerfassung
  • Box
  • Box
  • Box
  • App
  • Box
  • App
  • Box
  • App
Besonderheiten
  • Unfall­notruf
  • Diebstahlfinder
  • 3 Monate kostenlose Versicherung für besten Autofahrer des Monats
  • Nur als Teil des Mobilitätspakets
  • Adapter sammelt Daten zur Unfall­rekonstruktion
  • Werkstatt­bindung nicht möglich
  • Keine
  • Unfallnotruf
  • Tankstellensuche
  • Fahrtenbuch
  • Abschluss Schutzbrief erforderlich
  • Bluetooth-Stecker aktiviert Aufzeichnung
  • Einbau Black Box in Werkstatt
  • Ranking "Beste Autofahrer"
  • Attraktive Rabatte
Ersparnis
  • 5 %
  • Bis 40 %
  • Bis 30 %
  • Bis 15 %
  • Bis 20 %
  • Bis 30 %
  • + 10 % im 1. Jahr
  • Keine Angabe
  • Gemäß Score
Kosten
  • Einbau
  • Keine
  • 7 € mtl.
  • Keine
  • Keine
  • Keine
  • Keine Angabe
  • Keine
Verfügbar
  • Nein
  • Ja
  • Ja
  • Ja
  • Ja
  • Ja
  • Q3/2016
  • App: September
  • Tarif: Oktober

Telematik-Anbieter im Ausland

International sind Telematik-Tarife schon weiter verbreitet als hierzulande. Zu den Vorreitern zählen britische, US-amerikanische und italienische Versicherungen. Sie haben schon seit der Jahrtausendwende erste Black-Box-Systeme angeboten, die mit der Diagnoseschnittstelle des Autos gekoppelt wurden. Die ersten Tarife mit Telematik-Komponente wurden auf dem Markt unter dem Namen „Pay as you drive“ angeboten, wobei die gefahrenen Kilometer Berücksichtigung fanden. Eine Weiterentwicklung des Prinzips nennt sich „Pay how you drive“. Hier hat das individuelle Fahrverhalten Einfluss auf die Prämienhöhe. Daher ist in vielen Ländern diese Form der Kfz Versicherung nicht nur für junge Menschen interessant.

USA

Jenseits des Atlantiks gelten Telematik-Tarife mittlerweile als etabliert. In den USA beträgt der Marktanteil der sogenannten „Usage-Based Insurance“ rund 10 Prozent, bis 2020 soll sich der Anteil auf 20 Prozent verdoppeln. Die meisten der 10 größten US-Versicherer bieten Pay-as-you-drive- oder Pay-how-you-drive-Tarife an. Bei den kleineren planen drei von vier Versicherern die Einführung entsprechender Lösungen. Dabei setzen sie in der Regel auf Black Boxes. Bekannte Anbieter für Telematik-Tarife sind Allstate, Metromile, Progressive oder National General.

Großbritannien

2009 hatten gerade einmal 12.000 Halter ihr Auto mit einer Black Box ausgestattet. Doch Ersparnisse bis zu 40 Prozent bei der Versicherungsprämie sorgten für einen Boom: Rund eine halbe Million Autofahrer in Großbritannien besitzen aktuell einen Telematik-Tarif. Allein von 2014 auf 2015 nahm die Anzahl der Versicherten um 40 Prozent zu. Gerade jüngere Fahrer begeistern sich immer mehr für die günstige Versicherungslösung, die schon als „black box revolution“ gefeiert wird.

Italien

In Italien sind Telematik-Tarife ebenfalls üblich, da jeder Versicherer einen Pay-as-you-drive-Tarif anbieten muss. Es messen die von einer Werkstatt installierten Black Boxes in der Regel nur die gefahrenen Kilometer, wodurch solche Tarife vor allem bei Wenigfahrern verbreitet sind. Im Jahr 2012 haben bereits mehr als 1 Million Autofahrer einen Telematik-Tarif abgeschlossen. Bei Umfragen geben drei von vier Italienern an, Telematik-Lösungen gegenüber offen zu sein – gleichwohl nur unter der Voraussetzung, dass schlechtes Fahrverhalten nicht umgekehrt zu steigenden Prämien führt.

Österreich

In Österreich besitzen rund 50.000 Fahrzeughalter einen Tarif, bei dem eine Black Box die gefahrenen Kilometer überwacht. Schon jetzt können Wenigfahrer bis zu 25 Prozent bei der Versicherungsprämie sparen. Die Uniqua plant die Einführung eines „echten“ Telematik-Tarifs in Kombination mit der SafeLine-Versicherung, zu der ein GPS-Tracker inklusive Crash-Sensor und automatischem Notruf gehört. Andere Versicherungen wie die Allianz oder Generali bieten bereits Telematik-Lösungen für Firmenkunden an.

Tipp

Ob man einen Rabatt bekommt, hängt bei Telematik-Tarifen von der individuellen Fahrweise ab. Sie wird mit einem Punktwert (Score) angegeben. Welche Kriterien bei der Berechnung eine Rolle spielen, zeigt der Ratgeber So funktionieren Telematik-Systeme im Auto.


Fazit: Telematik-Lösungen werden zum Standard

Langfristig etablieren sich Tarife, die auf Telematik setzen, am Markt. Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young sprechen von der „neuen Normalität“. Große Versicherer wie die Allianz, Axa und die VHV bieten bereits entsprechende Lösungen an, andere Assekuranzen wie CosmosDirekt folgen. Noch sind Telematik-Tarife hierzulande ein Nischenprodukt, da sich diese spezielle Kfz Versicherung an Fahranfänger und junge Autofahrer unter 30 Jahre richtet. Denn genau diese zahlen überdurchschnittlich hohe Prämien und fahren mit einem statistisch belegten höheren Unfallrisiko.

Der internationale Erfolg, vor allem der Telematik-Anbieter in den USA und Großbritannien, zeigt: Von Kfz Versicherungen in Kombination mit Telematik-Diensten profitieren alle Seiten. Die Versicherten sparen bis zu 40 Prozent der Prämie für die Kfz Versicherung. Belohnt wird ein umsichtiges und vorausschauendes Fahren. Dadurch sinkt für alle Verkehrsteilnehmer das Unfallrisiko und die Anzahl der Verkehrsunfälle verringert sich. Wie Studien aus den USA und Großbritannien zeigen, gehen die Unfallzahlen um bis zu 40 Prozent zurück, wenn die Nutzer im Auto Telematik-Lösungen installiert haben. Im Endeffekt heißt dies: mehr Sicherheit im Straßenverkehr.


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