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Fahrradfahren in Deutschland: So radeln die Berliner

20.07.2015 - Faktencheck

  • Spitzenreiter beim Berufsverkehr auf zwei Rädern.
  • Berliner fahren Rad, weil’s vor allem Spaß macht.

Berlin ist nicht nur Weltstadt und Millionenmetropole, die deutsche Hauptstadt ist mit vielen Grünflächen gespickt und von einer herrlichen Natur umgeben – ein idealer Ort auch für Radtouren. Die Ergebnisse der aktuellen forsa-Studie „Fahrradnutzung in Deutschland“ im Auftrag von CosmosDirekt zeigen jedoch: Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ticken die Radfahrer in der Spreemetropole ein wenig anders. Dieser Faktencheck gibt einen Einblick.

Im Rahmen der Untersuchung wurden im März dieses Jahres 1.500 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt, die ein Fahrrad besitzen und es auch selbst nutzen. In Berlin, Hamburg und München wurden jeweils 150 Radfahrer befragt. Für das repräsentative Gesamtergebnis wurde der Anteil der Befragten in diesen drei Großstädten ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung entsprechend gewichtet.

Spitzenreiter beim Berufsverkehr auf zwei Rädern
Über die Hälfte der Berliner Radler (53 Prozent) fährt mehrmals pro Woche oder fast täglich mit dem Drahtesel – ebenso wie der Bundesdurchschnitt (52 Prozent). Ausflüge und andere Freizeitaktivitäten stehen dabei ganz oben auf dem Programm (71 Prozent). Jeder zweite Radfahrer in der Hauptstadt (52 Prozent) erledigt zudem seine Einkäufe auf zwei Rädern. Und über ein Drittel (37 Prozent) radelt mit dem Velo zur Arbeit – das sind 15 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt (22 Prozent).

Berliner fahren Rad, weil’s Spaß macht
Es gibt verschiedene Gründe, sich auf den Fahrradsattel zu schwingen. Für die meisten Radler steht der Spaß im Fokus – in dieser Hinsicht unterscheiden sich die Berliner (73 Prozent) kaum vom Bundesdurchschnitt (72 Prozent). In der Bundeshauptstadt bedeutet Radfahren außerdem häufig, auf der Überholspur unterwegs zu sein: Jeder Zweite (50 Prozent) tritt hier in die Pedale, weil er in der Metropole so schneller ans Ziel kommt. Deutschlandweit fahren aus diesem Grund 36 Prozent Rad.

Störfaktoren im Berliner Straßenverkehr
Fahrradfahrer brauchen oft starke Nerven, vor allem in der verkehrsreichen deutschen Hauptstadt. Über Missstände bei der Infrastruktur sehen die Berliner dabei vergleichsweise gelassen hinweg: Fehlende Radwege sind hier für 49 Prozent ein besonderes Ärgernis – bundesweit stören sich daran 54 Prozent. Das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zehrt stärker an den Nerven der Hauptstadt-Radler: Von rücksichtslosen Autofahrern fühlen sich 64 Prozent besonders gestört – deutschlandweit sind es 67 Prozent, in Hamburg sogar 73 Prozent. Und während im Bundesdurchschnitt 49 Prozent über unvorsichtige Fahrradfahrer klagen, sind es in Berlin ganze 59 Prozent.

Jeder vierte Berliner Radler hält sich nicht an die StVO
„Regeln sind da, um gebrochen zu werden!?“ – Jeder vierte Radfahrer in der Spreemetropole (25 Prozent) hält sich nach eigener Aussage eher häufig oder gar sehr häufig nicht an die geltenden Verkehrsregeln. Jeder Dritte (36 Prozent) ist sogar schon einmal alkoholisiert geradelt. Bundesweit räumten dies 39 Prozent der Befragten ein, in Hamburg 42 Prozent. In München schwingt sich sogar mehr als die Hälfte der Radler (54 Prozent) nach dem einen oder anderen alkoholischen Getränk noch auf den Sattel.

Beim Schutz vor Kettenknackern sind Berliner nachlässiger
Ein eigener, abschließbarer Raum ist nicht nur der sicherste, sondern auch der beliebteste Fahrradparkplatz: Über drei Viertel der deutschen Radfahrer (84 Prozent) stellen ihr Zweirad in einem eigenen, abschließbaren Abstell- oder Fahrradraum ab. Wer jedoch auf dem umkämpften Berliner Wohnungsmarkt nach einer Bleibe sucht, muss oftmals Abstriche machen – und zum Beispiel auf einen abschließbaren Abstell- oder Fahrradraum verzichten: In der Bundeshauptstadt nutzen diese sicheren Abstellmöglichkeiten 70 Prozent. Möglich, dass auch deshalb bereits jedem zweiten Berliner Radfahrer (54 Prozent) mindestens einmal ein Rad gestohlen wurde. Deutschlandweit sind Radfahrer in dieser Hinsicht weniger leidgeprüft (27 Prozent). Dennoch haben lediglich 42 Prozent der Hauptstädter ihr Fahrrad gegen Diebstahl versichert. Zum Vergleich: In Hamburg gehen 57 Prozent der Radler auf Nummer sicher.


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Pressekontakt CosmosDirekt

Stefan Göbel